Junge Leute lernen die Sprache und trainieren Selbstbewusstsein

Die jungen Leute lernten beim Sommer-Deutschkurs nicht nur Vokabeln und Grammatik – sie verbrachten auch Freizeit miteinander. Foto: jcw
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Die jungen Leute lernten beim Sommer-Deutschkurs nicht nur Vokabeln und Grammatik – sie verbrachten auch Freizeit miteinander.

Sommer-Deutschkurs des Kommunalen Integrationszentrums

Von Julia Wodara

Es war trotz Pandemie kein verlorenes Jahr für die Integration. Der Sommer-Deutschkurs des Kommunalen Integrationszentrums brachte in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Wuppertal/Solingen und dem Internationalen Bund eine sprachfitte Gruppe hervor. Zwei Wochen lang verbrachten 22 zugewanderte Jugendliche aus dem Irak, Afghanistan, Australien, Bulgarien, China, Iran, Mazedonien, Russland, Somalia, Syrien, den USA und der Türkei ihre Tage mit gemeinsamem Deutschunterricht und anschließenden Freizeitaktivitäten.

Es war nicht nur eine größere Gruppe als sonst, sondern auch eine, in der es sehr unterschiedliche Sprachkenntnisse gab. Einige der Teilnehmerleben bereits seit mehreren Jahren im Land, während es für andere erst ein Monat ist. Grund ist der Ausfall des Kurses im letzten Jahr – Probleme habe es durch die unterschiedlichen Einstiegskenntnisse jedoch nicht gegeben: „Im Alter der Jugendlichen gibt es weniger Lernprobleme“, erklärt Micha Thom vom Internationalen Bund. Die Teilnehmenden wurden außerdem in zwei kompetenzorientierte Gruppen eingeteilt. Genau wie die gemeinsam verbrachte Freizeit förderte auch das die soziale Interaktion.

Kurse stärken das Selbstbewusstsein der Teilnehmer

Und gerade die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, sei neben dem Unterricht entscheidend für den Spracherfolg: „Das gibt den jungen Leuten einen zusätzlichen Motivationsschub“, erläutert Anne Wehkamp, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums. Darüber hinaus sollen die Kurse auch das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden stärken – und das war auch bei einer Vorstellungsrunde der Jugendlichen zu spüren. „Ich werde Geschäftsführerin sein“, kündigt die 16-jährige Dorcas an, und die ebenfalls 16-jährige Nuriye beschließt, dass sie in auf jeden Fall Zukunft reich sein wird. Selbstvertrauen zeigt sich aber auch bei Kevin und Masour, die erst seit drei beziehungsweise einem Monat in Deutschland leben. Nach anfänglicher Angst traut sich Kevin nun, Deutsch zu sprechen, und Mansour wird nach den Sommerferien – wie es auch alle anderen Teilnehmenden bereits tun – die Schule besuchen können.

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