Jugendsinfonieorchester zeigt große Spiellaune

Das Jugendsinfonieorchester der Musikschule spielte sein erstes großes Konzert seit Beginn der Pandemie im großen Konzertsaal. Foto: Michael Schütz
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Das Jugendsinfonieorchester der Musikschule spielte sein erstes großes Konzert seit Beginn der Pandemie im großen Konzertsaal. Foto: Michael Schütz

Ensemble der Musikschule präsentierte ein Herbstkonzert

Von Wolfgang Günther

Das Jugendsinfonieorchester ist das größte Ensemble der Musikschule. Ins Leben gerufen wurde das Orchester durch den früh verstorbenen Musikschulleiter Ulrich Eick-Kerssenbrock. In diesem Jahr ist aber alles anders, am 5. März fand die letzte Probe des jungen Sinfonieorchesters statt. Danach sorgte die Pandemie für eine Konzertabsage nach der anderen, auch die Proben litten darunter. Aber die jungen Musikerinnen und Musiker haben ihr Talent nicht einrosten lassen.

Das Herbstkonzert am Freitagabend im großen Konzertsaal war der schlüssige Beweis dafür. Auch hier stellte das Coronavirus die Bedingungen. Nur 300 Gäste durften zuhören und trotz des großen Podiums konnte auch das Orchester in seiner Gesamtheit nicht auftreten. „Aber wir haben aus der Not eine Tugend gemacht“, sagte vor Konzertbeginn Birgit Walter, die Leiterin der Musikschule. Dirigent Peter Wuttke präsentierte die Mitglieder seines Jugendsinfonieorchesters in vier einzelnen Instrumentengruppen. Für den fulminanten Auftakt sorgten die Schlagzeuger mit dem „Marsch der Musketiere“, komponiert von Philippe Ohl.

„Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht.“

Birgit Walter, Leiterin der Musikschule zu den Corona-Bedingungen

Wie auch sonst im Orchester bildeten die Streicher die größte Gruppe auf dem Podium. Ansehnlich besetzt mit sechs Celli und vier Kontrabässen begeisterten die jungen Streicher mit den „Variationen über ein Thema von Tschaikowsky“, von Anton Arensky (1861 – 1906), einem russischen Komponisten der Spätromantik und Lehrer von Sergej Rachmaninow. Die große Gruppe der Blechbläser hatte eine dankbare Aufgabe in der virtuosen Wiedergabe der Tanzsuite „Danserye“ von Tielman Susato, einem deutschen Komponisten der Renaissance. Eine wunderschöne Unterbrechung war der selbstbewusste Auftritt der bunten Truppe der „Piratenstreicher“, den jüngsten Geigerinnen und Geigern, geleitet von Katrin Geelvink. Aber ohne Holzbläser ist auch das Jugendsinfonieorchester nicht komplett, begeisternd erklangen zwei Sätze aus der Sinfonietta op. 188 aus der Feder von Joachim Raff, einem deutschen Komponisten des 19. Jahrhunderts.

Orchesterchef Peter Wuttke dankte in seiner Moderation den Kollegen für ihren großen Einsatz bei der Vorbereitung des Konzertes. „Einige Mitarbeiter haben sogar ihren freien Sonntag für Proben mit den jungen Menschen geopfert“, sagte Wuttke, der als Oboist selbst große Erfahrung als Orchestermusiker hat.

Nach einem weiteren Auftritt der Streicher zum Schluss brandete noch einmal großer Beifall auf. Der Wunsch nach live gespielter Musik der Klassik ist bei den Musikfreunden groß.

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