Konzert

Jugendsinfonieorchester ist zurück auf der Bühne

Die letzten Proben für den ersten großen Auftritt nach langer Pause laufen auf Hochtouren. Foto: Christian Beier
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Die letzten Proben für den ersten großen Auftritt nach langer Pause laufen auf Hochtouren.

Nach monatelanger Pause steht das erste Konzert auf dem Programm – die Leitung hat Peter Wuttke.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Mit einem spannenden Konzert meldet sich das Jugendsinfonieorchester der Musikschule am Dienstagabend zurück. Ein Cello-Konzert von Gulda, eine Bläser-Suite von Holst, die „Holberg“- Suite von Grieg für Streicher und „Palladio“ von Jenkins stehen auf dem Programm. Gerade wird noch an den letzten Feinheiten geschliffen: hier noch ein bisschen lauter und nachdrücklicher, dort noch akribischer durchzählen – aber alles in allem war der Leiter Peter Wuttke bei der letzten Probe vor der Generalprobe am kommenden Sonntag mit seiner Mannschaft sehr zufrieden.

„Es sind viele weg, auch durch ihr inzwischen bestandenes Abitur.“

Peter Wuttke, Leiter des Jugendsinfonieorchesters

„Wir freuen uns riesig, wieder spielen und auftreten zu können“, sagt er, der seinem Ensemble über lange Monate immer nur abschlägige Antworten auf die ständige Frage geben konnte, wann es denn endlich wieder los gehe mit den Proben. Die konnten erst seit Ende der Sommerferien wieder starten, in einem anderen Raum. Denn der übliche Probensaal in der Musikschule ist mit dem Blick auf eine Corona- Prävention zu klein. „Wir sind sehr dankbar, dass wir den Bürgersaal der Stadtkirche nutzen dürfen“, sagt Wuttke.

Dennoch hat er die Größe des Orchesters halbiert und für Streicher und Bläser eigene Stücke herausgesucht, die auch getrennt voneinander eingeübt wurden. Das Niveau der zu hörenden Musik habe dennoch nicht gelitten. „Wir sind gut aufgestellt, obwohl wir so lange nicht miteinander spielen konnten.“

Tatsächlich musste sich das Ensemble zunächst einmal neu sortieren. „Es sind viele weg, auch durch ihr inzwischen bestandenes Abitur. Da galt es, Ehemalige noch mal zu motivieren, auch um im letzten Jahr neu Dazugekommene nicht zu überfordern.“

Jetzt ist Wuttke froh, solch ansprechende Stücke präsentieren zu können Bis auf das erste, von Gulda, seien alle in der Romantik verortet und folglich harmonisch, dennoch streckenweise temperamentvoll und durchaus abwechslungsreich. Für das Cello-Konzert zu Beginn konnte er mit Alexander Dimitrov einen aufstrebenden jungen Künstler gewinnen, dem das Einstudieren dieses Werkes besonders viel Freude gemacht habe. „Obwohl ein Künstler des 20. Jahrhunderts, ist Gulda keineswegs ein Vertreter von atonaler und disharmonischer Musik, sondern ein Grenzgänger zwischen U- und E-Musik“, erläutert Wuttke. Das Cello-Konzert sei unterhaltsam und verlange Solist wie Orchester Virtuosität ab.

Auch die Piratenstreicher unter der Leitung von Katrin Geelvink geben beim Herbstkonzert eine Probe ihres Könnens. Sie sind ebenfalls froh, dass die Lockdown-Zeit vorüber ist und sie sich wieder zeigen können. Das Ganze finde diesmal im großen Konzertsaal des Theaterhauses statt. „Dort kann man das Publikum gut verteilen, so dass man beim Zuhören nicht zu eng aufeinandersitzt.“ Der Eintritt ist frei. Es gilt die 3G-Regel: Am Eingang wird folglich kontrolliert, ob ein Impf- oder Test-Nachweis vorliegt.

Herbstkonzert des Jugendsinfonieorchesters und der Piratenstreicher, Dienstag, 5. Oktober, 19.30 Uhr, Theater und Konzerthaus

Das Orchester

Im Jugendsinfonieorchester treffen sich jeden Dienstag musikbegeisterte Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren, um gemeinsam Werke aus allen Epochen und verschiedenen Stilen zu proben. Im Orchester spielen Schülerinnen und Schülern der Musikschule, es steht aber auch allen anderen jungen Musikerinnen und Musikern aus Solingen und der Umgebung offen. Weitere Infos: www.jso-solingen

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