Wahl läuft

Jugendliche wählen ihren Jugendstadtrat

Sinja Waldmann (l.) und Yelda Kargar-Roshdi, die beide für den Jugendstadtrat kandidieren, gaben gestern im Rollhaus ihre Stimmen ab. Foto: Christian Beier
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Sinja Waldmann (l.) und Yelda Kargar-Roshdi, die beide für den Jugendstadtrat kandidieren, gaben gestern im Rollhaus ihre Stimmen ab.

58 junge Solinger kandidieren für das Gremium.

Von Kristin Dowe

Solingen. Die Wahl des 12. Solinger Jugendstadtrates ist in vollem Gange. Noch bis einschließlich Freitag dieser Woche können Solinger im Alter von 14 bis 21 Jahren ihre Stimme für 58 junge Leute abgeben, die künftig die Interessen der Solinger Jugend vertreten werden. Die Gruppe der Kandidaten setzt sich aus allen Schulformen, Stadtteilen und Altersklassen zusammen. Dabei stehen 25 Plätze für gewählte Mitglieder und fünf für Nachrücker zur Verfügung.

„Allerdings haben alle Kandidaten – egal, ob sie gewählt wurden oder nicht – später die Möglichkeit, sich im Jugendstadtrat zu engagieren“, betont Yvonne Enders, die bei der Jugendförderung der Stadt die Wahl des Jugendstadtrats koordiniert. „Der Unterschied besteht darin, dass nur die gewählten Mitglieder stimmberechtigt sind.“

Gewählt wird in den weiterführenden Schulen teilweise im Klassen- oder Kursverband. Darüber hinaus haben Jugendliche die Möglichkeit, ihre Stimme an fünf weiteren Wahlorten im Stadtgebiet abzugeben.

Somit beeinträchtige die Corona-Pandemie trotz aller Besonderheiten in diesem Jahr nicht den Ablauf der Wahl, betont Enders. „Auch die Kooperation mit den Schulen läuft gut. Ich habe den Eindruck, dass sie sich gerade jetzt ganz besonders bemühen.“

Auch beobachte sie immer wieder, dass die junge Generation entgegen einiger Vorurteile durchaus bereits ein ausgeprägtes politisches Bewusstsein besitze. „Gerade Debatten wie der Klimawandel oder die Black-Lives-Matter-Bewegung beschäftigen die Jugendlichen stark“, so Enders. Aber auch die lokalen Angebote der Jugendkultur oder der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel seien Themen, die junge Menschen in Solingen bewegten.

Einen Umgang mit den Jugendlichen auf Augenhöhe wünschen sich derweil die Jungen Liberalen im Kreisverband Solingen. „Viele Politiker nehmen den Jugendstadtrat hinter vorgehaltener Hand nicht für voll“, monieren die JuLis in einer Pressemitteilung. „Das muss sich dringend ändern. Da liegt der Ball bei den entsprechenden Politikern – aber auch das neue Jugendparlament kann dafür sorgen.“

Der bisherige Vorsitzende des Jugendstadtrats Finn Grimsehl-Schmitz kandidiert nicht erneut. Er hoffe aber auf eine rege Wahlbeteiligung, sagte er dem ST.

Stimmabgabe: Gewählt werden kann im Haus der Jugend Gräfrath (Nibelungenstraße 12, heute und Freitag von 15 bis 18 Uhr sowie morgen von 15 bis 21.30 Uhr), bei Interju (Nippesstraße 2, heute von 17 bis 19 Uhr), im Rollhaus (Konrad-Adenauer-Straße 8-10, heute bis Freitag jeweils von 15 bis 19.30 Uhr), im Kinder- und Jugendtreff Aufderhöhe (Friedensstraße 132a, morgen von 15 bis 18 Uhr) sowie im Haus der Jugend Dorper Straße (Dorper Straße 10-16, von heute bis Freitag jeweils von 18 bis 20 Uhr).

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