Angebot

Jugendcafé hat im Bistro der Festhalle eröffnet

Sie sammeln Ideen für die Ausgestaltung des Cafés: (v.l.) Madita Pirthauer, Hannah Ginsel (beide Jugendstadtrat), Lukas Städtler (Interju) und Sinja Waldmann (Jugendstadtrat).
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Sie sammeln Ideen für die Ausgestaltung des Cafés: (v.l.) Madita Pirthauer, Hannah Ginsel (beide Jugendstadtrat), Lukas Städtler (Interju) und Sinja Waldmann (Jugendstadtrat).

InterJu und Jugendstadtrat möchten ein Angebot für alle Jugendlichen schaffen.

Von Simone Theyßen-Speich und Antonia Wagner

Eine Theke, Musik, Getränke und Snacks und viel Betrieb – als am Montag das Jugendcafé im ehemaligen Bistro der Ohligser Festhalle eröffnete, war gleich eine Menge los. Mitglieder des Jugendstadtrates, ehemalige Besucher des Internationalen Jugendtreffs „InterJu“ in Ohligs, aber auch andere interessierte Jugendliche und einige Politiker schauten sich das neue Angebot an.

Vorerst für ein Jahr soll das Café ab sofort jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 17 bis 20 Uhr öffnen. „Die Idee, solch einen Anlaufpunkt für Jugendliche im Stadtteil zu eröffnen, ist aus Gesprächen von InterJu und Dragana Novakovic als Betreiberin der Festhalle entstanden“, erzählt Sinja Waldmann vom Jugendstadtrat. Der Förderverein des InterJu springt auch bei der Miete mit ein. Auch die Jugendförderung der Stadt und der Jugendstadtrat haben sich eingebracht, um offene Angebote für Jugendliche zu stärken.

Das Café soll ein gemütlicher Rückzugs- und Wohlfühlort für die Jugendlichen sein. Deshalb sollen sie sich bei der Gestaltung auch aktiv mit einbringen. „Die Jugendlichen sollen selber kreativ werden und den Raum nach ihren Wünschen gestalten“, wünscht sich Sinja Waldmann mit Blick auf Wandgestaltung und Inneneinrichtung. Ein erstes Sofa – gebraucht und somit nachhaltig – wurde gestern angeschafft.

„Die Jugendlichen sollen aktiv werden und den Raum nach ihren Wünschen gestalten.“

Sinja Waldmann, Jugendstadtrat

Unter der Woche soll in dem Raum ein ganz normaler Café-Alltag herrschen. Der Jugendstadtrat plant außerdem jugendkulturelle Veranstaltungen an den Wochenenden. Erste Ideen sind Film- und Comedy-Abende sowie Poetry Slams. Auch offene Jugendtreff-Angebote, Konzerte oder die Nutzung des Raumes als „Lern-Space“ seien denkbar, so Waldmann.

Dies seien aber nur grobe Anregungen. „Wir wollen den Jugendlichen nichts aufzwingen, sondern sie selber entscheiden lassen.“ Dazu zählt nicht nur die Mitsprache bei den Veranstaltungsideen, sondern auch bei der Namensfindung des Cafés. Dafür wurden am Montag bereits Plakate aufgehängt, auf denen die Jugendlichen ihre Wünsche, Ideen und Anregungen festhalten konnten.

Zukünftig könnte es auch Informationsveranstaltungen geben, zum Beispiel zum Thema „Was mache ich nach der Schule?“ Dabei sollen die Jugendlichen über die verschiedenen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten informiert werden. Auch zu weiteren möglichen Veranstaltungen hat der Jugendstadtrat bereits Ideen von den Jugendlichen gesammelt. Diese sollen jetzt ausgewertet werden. „Das Wichtigste ist, dass die Jugendlichen hier Spaß haben.“

Auch bei der Verpflegung soll auf die Wünsche der Jugendlichen eingegangen werden. Sinja Waldmann erklärt: „Wir wollen schauen, dass wir nachhaltige und regionale, aber dennoch bezahlbare Lebensmittel und Getränke anbieten, konkrete Pläne gibt es allerdings noch nicht.“ Insgesamt werde der Cafébetrieb von Mitgliedern des InterJu-Teams gestemmt.

In erster Linie ist es den Organisatoren von InterJu und Jugendstadtrat wichtig, dass die Besucher des Cafés so viel wie möglich mitentscheiden dürfen und das Café auf ihre Bedürfnisse angepasst wird. „Uns ist es wichtig, dass das Café gut bespielt wird, und wir hoffen, dass es gut angenommen wird.“

Organisatoren

InterJu: Die internationale Jugendbegegnungsstätte InterJu ist ein offener Treff für Kinder und Jugendliche an der Nippesstraße 2 in Ohligs. Als Reaktion auf den Brandanschlag wurde sie 1994 als internationaler Ort der Begegnung für Kinder und Jugendliche gegründet.

Jugendstadtrat: Der Jugendstadtrat ist das offiziell gewählte Jugendparlament der Solinger Jugendlichen. Er setzt sich auf vielfältige Weise für die Interessen der Solinger Jugendlichen ein. Das Gremium besteht aus 25 gewählten Mitgliedern und wird alle drei Jahre gewählt.

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