Jugendbuch thematisiert Ängste

Yvonne Picard arbeitet in der Stadtbibliothek. Foto: Fiona Roehlen
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Yvonne Picard arbeitet in der Stadtbibliothek.

Ermutigend

In unserer Buchtipp-Reihe empfiehlt Yvonne Picard von der Stadtbücherei heute Annette Mierswas „Liebe sich, wer kann“.

In dem eindrucksvollen Jugendroman von Annette Mierswa geht es um Jakob, der unter Panikattacken leidet. Er fühlt sich wertlos und als Außenseiter. Er ist es gewohnt, von Mitschülern gemobbt und vom Vater schikaniert zu werden. Ganz unverhofft wird er von der allseits beliebten Schülersprecherin Charlotte gebeten, sie auf eine Wanderung zu begleiten, um deren Ziel Charlotte ein großes Geheimnis macht. Durch die Ich-Perspektive ist der oder die Lesende ganz nah am Geschehen und an den Personen und lernt zuerst Jakob und später mehr und mehr auch Charlotte kennen. Jakob berichtet von den Erlebnissen auf der Wanderung, von seinen Ängsten und Gedanken, die fast schon philosophisch, aber sehr düster sind. Er ist von Selbstzweifeln geplagt und sieht keine Zukunftsperspektive. Auch Charlotte hat, wie im Laufe der Wanderung klar wird, selbst sehr mit sich und ihrer Gefühlswelt zu kämpfen und erst zum Ende des Romans lüften sich ihre vielen Geheimnisse. Beide entwickeln sich auf dieser Reise und wachsen über sich hinaus. „Lost but alive“ wird zum Motto der Jugendlichen, die sehr sympathisch auf mich wirken. Besonders Jacob erlebe ich als liebenswert mit seiner witzigen selbstironischen Art. Ein Buch, dass zum Mitfühlen anregt und klarmacht, dass am Ende keine und keiner wirklich „normal“ ist.

Annette Mierswa: Liebe sich, wer kann, Loewe 2021, ab 12 Jahren. In der Stadtbibliothek zu finden unter: Jugendbibliothek Freundschaft – Liebe Miers

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