Resolution

Jugendarbeit soll verlässlich finanziert werden

Wohlfahrtsverbände, Jugendorganisationen und Parteien haben Resolution ans Land geschickt.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. „Projekteritis“ nennt die Solinger Schul- und Jugenddezernentin Dagmar Becker (Grüne) es, wenn immer wieder neu Fördergelder für kurzfristige Projekte beantragt werden müssen. „Für Kinder- und Jugendförderung brauchen wir aber eine langfristige Finanzierung, gerade jetzt, wo es nach Corona so viel aufzuholen gilt“, betont sie. Deshalb wurde jetzt eine „Solinger Resolution zur strukturellen Stärkung der außerschulischen Bildungsangebote“ an das NRW-Familienministerium geschickt. Nach dem Beschluss im Jugendhilfeausschuss sind als Unterzeichner der Arbeitskreis Offene Türen, Stadtjugendring, Forum Jugend und Soziales, Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, Jugendstadtrat, Solinger Sportbund sowie SPD, CDU, Grüne und Die Linke dabei.

Dirk Wiebenga, Geschäftsführer der Awo, lobte ausdrücklich die Programme „Aufholen nach Corona“, bei denen Solingen für 2021 280 000 Euro erhalten hat und für dieses Jahr 558 000 Euro für Kinder- und Jugendarbeit sowie Freizeiten einsetzen kann. „Aber diese Arbeit muss halt weitergehen“, so die Forderung. Es müsse jetzt darum gehen, aus den Angeboten feste Strukturen zu schaffen, unterstreicht auch Tanja Isphording, Geschäftsführerin der Fuhrgemeinschaft.

Patricia Stute, neue Leiterin der städtischen Jugendförderung, skizziert, auf welch vielfältige Weise beispielsweise Gemeinschaft und Zusammenhalt bei Kindern und Jugendlichen wieder gefördert wurden: „Da wurden auch so einfache Dinge wie Partys oder selbstorganisierte Konzerte ermöglicht, oder es ging einfach darum, Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche anzubieten – endlich wieder außerhalb der elterlichen Wohnung, an die Corona sie so lange gebunden hat.“ Pfadfinder, Gemeinden, Jugendeinrichtungen, Ferienfreizeiten – vieles sei unterstützt worden.

Mit der Resolution möchten die Unterzeichner dem Land gegenüber dokumentieren, wie stark unterfinanziert all diese Angebote sind. „Vieles konnten wir in der Vergangenheit nur machen, weil es eine Erhöhung von zwei Prozent des städtischen Anteils gab. Da ist jetzt das Land gefordert“, so Wiebenga.

Auch der Solinger Sportbund unterstützt die Resolution. „Wir merken jetzt, wie hoch der Nachholbedarf und die Anfragen nach Bewegungsangeboten sind, leider erleben wir auch vermehrt übergewichtige und motorisch auffällige Kinder“, erklärt Magdalene Möhring vom Sportbund.

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