Ausstellung

Jessie Pitt taucht mit ihrer Malerei tief in Alpen-Stimmung ein

Dirk Balke zeigt im Art-Eck Werke von Jessie Pitt, die sich von ihrer Wahlheimat im Ötztal inspirieren ließ.
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Dirk Balke zeigt im Art-Eck Werke von Jessie Pitt, die sich von ihrer Wahlheimat im Ötztal inspirieren ließ.

Im Art-Eck in Gräfrath sind eindrucksvolle Bilder einer australischen Künstlerin zu sehen.

Von Philipp Müller

Wer sich in den Hochalpen bewegt oder sie überfliegt, fragt sich manchmal: „Wo ist die Farbe geblieben?“ Alles wirkt grau, weiß oder schwarz und zugleich bedrohlich wie fantastisch. Diese Stimmung als Mischung aus Steinen, Wolken und Licht sind die Basis für das Werk der australischen Malerin Jessie Pitt. In der Galerie Art-Eck in Gräfrath wurde die Schau „Connection Series“ am Freitagabend eröffnet und läuft bis zum 21. August.

Pitt lebt und arbeitet im Ötztal. Dort hatte Galerist Dirk Balke die Bilder der Künstlerin abgeholt, nachdem er bei Meran in Südtirol einen Workshop besucht hatte. „Ich bin sehr glücklich über die Ausstellung“, sagt Balke. Es sei für seine kleine Galerie aber auch immer eine Herausforderung, Künstlerinnen und Künstler zu zeigen, die von weit her nach Solingen kommen.

„Die Menschheit ist Teil der Natur und nicht von ihr getrennt.“

Jessie Pitt, Malerin

Doch das lohnt. Denn es gibt wirklich sehr gute Kunst zu sehen. Pitt malt auf Baumwolle. Die ist geknittert und macht so in den Bildern Felsvorsprünge in den Bergen sichtbar. Mit Kohle und Bleistift erhalten die Felsen Kontur, so lässt die Malerin ihre Berge wachsen. Schließlich greift sie zu Acrylfarbe und setzt die Wolkenschleier mal transparent mal abdeckend über ihren Alpenwelten.

„Connection Series“ ist ein ganz bewusst gewählter Titel der Schau, die zuletzt für sechs Wochen im australischen Melbourne bei der Veranstaltung „The Other Art Fair“ zu sehen war. Die Bilder entstanden in den Jahren 2020 und 2021.
Die Serie habe folgendes Prinzip, erklärt Jessie Pitt: „Connection untersucht die Idee, dass die Menschheit ein Teil der Natur ist und nicht etwas von der Natur Getrenntes.“ Auch wenn sich das an die Formulierung der biblischen Schöpfung anlehnt, ist das nicht ihre Intention. Denn religiös ist Pitt nicht. Das muss man wissen, wenn man offenbar Heiligenscheine oder Dornenkronen rund um die Gipfel ihre Berge ausmacht. Denn das sollen die Strichzeichnungen nicht sein. Pitt nennt sie „Zirkel des Lebens“ und verweist so auf ihre Grundidee der Einheit von Menschheit und Natur, die es zu erhalten gilt.

Ihre intensive Kunst bindet das Auge magisch, entführt in die fremde Welt der Alpen-Felstürme und fängt deren Faszination einfühlsam ein.

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