Statistik

Jeder dritte Schüler hat ausländische Wurzeln

Spitzenreiter ist die Sekundarschule: Mehr als die Hälfte der Schüler hat ausländische Wurzeln. Symbolfoto: Monika Skolimowska
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Spitzenreiter ist die Sekundarschule: Mehr als die Hälfte der Schüler hat ausländische Wurzeln.

Laut Schulstatistik des Landes kamen 35 Prozent der Solinger Schüler aus Zuwandererfamilien.

Von Anja Kriskofski

Etwa jeder dritte Schüler in Solingen hat ausländische Wurzeln. Nach Zahlen, die das Landesstatistikamt IT.NRW jetzt für das Schuljahr 2016/17 vorgelegt hat, stammten 35 Prozent der Jungen und Mädchen aus Familien mit Zuwanderergeschichte.

Damit liegt die Klingenstadt leicht über dem Landesdurchschnitt in Nordrhein-Westfalen (33,6 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr (31,9 Prozent) ist die Solinger Quote gestiegen. Den höchsten Anteil verzeichnete Gelsenkirchen (53 Prozent).

Als Schüler mit Zuwanderergeschichte werden Kinder und Jugendliche in der Schulstatistik geführt, wenn sie selbst oder ein Elternteil im Ausland geboren wurden oder die „Verkehrssprache in der Familie nicht Deutsch ist“. Landesweit waren es die Hauptschulen, die den größten Anteil an Schülern mit ausländischen Wurzeln hatten (49,6 Prozent). Das war in Solingen anders. Hier war die Quote der beiden verbleibenden Hauptschulen zwar vergleichbar hoch (48 Prozent). Spitzenreiter war jedoch die Sekundarschule: Mehr als die Hälfte der 367 Jungen und Mädchen hatten hier laut IT.NRW einen Migrationshintergrund: 216 Schüler, das waren 58,9 Prozent.

Bei den Solinger Realschulen lag der Anteil der Kinder aus Zuwandererfamilien bei 48,7 Prozent, gefolgt von den Grundschulen mit 48,6 Prozent. Das ist die Schulform mit den meisten Schülern: 5588 Kinder besuchten im abgelaufenen Schuljahr die 21 Solinger Grundschulen. 2717 Jungen und Mädchen, fast die Hälfte aller Schüler, hatten ausländische Wurzeln.

22 Vorbereitungsklassen für Seiteneinsteiger

Den geringsten Anteil wiesen die drei Förderschulen mit einer Quote von 16,3 Prozent auf. An den Solinger Berufskollegs war jeder fünfte Schüler (20,8 Prozent) nicht-deutscher Herkunft. Die Gymnasien mit ihren 3587 Schülern hatten einen Anteil von 23,1 Prozent, die Gesamtschulen (insgesamt 4447 Schüler) 34,3 Prozent.

In der Statistik sind auch die Kinder und Jugendlichen erfasst, die in den vergangenen Jahren als Flüchtlinge nach Solingen kamen. An den weiterführenden Schulen gab es 22 Vorbereitungsklassen für Schüler mit geringen Deutschkenntnissen. An den Grundschulen wurden sie sofort in den Regelklassen unterrichtet.

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