Wald

Freizeitpark Ittertal: Verkauf verzögert sich weiter

In den Freizeitpark Ittertal ist der Herbst eingekehrt. Der Verkauf der Anlage ist noch immer nicht vollständig abgewickelt.
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In den Freizeitpark Ittertal ist der Herbst eingekehrt. Der Verkauf der Anlage ist noch immer nicht vollständig abgewickelt.

Ein Teil des Kaufpreises für den Freizeitpark soll bereits geflossen sein. Illegale Besucher bereiten immer wieder Probleme.

Von Kristin Dowe

Solingen. Der lange geplante Verkauf des Freizeitparks Ittertal war der letzte große Wunsch des kürzlich verstorbenen Betreibers Bruno Schmelter. Nachdem sich nach Jahren der Suche endlich ein Käufer gefunden hatte und der Notarvertrag unterschrieben, sei der Kauf aber noch immer nicht vollständig abgewickelt, berichtet die Tochter des früheren Betreibers, Konstanze Schmelter. „Ein paar Formalitäten fehlen noch, die Verzögerungen hatten auch mit Corona zu tun.“ Sie rechne aber damit, dass das Geschäft wie geplant abgewickelt werden könnte.

Ein Teil des Kaufpreises sei bereits geflossen. Auch habe der Käufer ihr gegenüber triftige Gründe genannt, warum er mit seinen Plänen bislang noch nicht an die Öffentlichkeit getreten ist. „Ich habe den neuen Eigentümer kennengelernt und hatte einen sehr positiven Eindruck von ihm. Er hat auch noch mal betont, dass das Ittertal auf jeden Fall ein Familienpark bleiben soll.“ Mit dem Verein „die Itterthaler“, der sich für dieses Ziel ehrenamtlich einsetzt, wolle er weiterhin zusammenarbeiten.

Freizeitpark Ittertal: Eigentümer hatte sich Kritik zu Herzen genommen

Derweil halte sich der Verein mit konkreten Plänen zurzeit zurück, so lange es bezüglich des Eigentümerwechsels keine Neuigkeiten gibt, berichtet der Vorsitzende Michael Willemse: „Wir warten erst mal ab, was der Käufer vorhat und entscheiden dann darüber, wie wir uns einbringen können.“ Für den 8. Oktober sei eine Mitgliederversammlung geplant.

Anders als manche Stimmen es in der Vergangenheit etwa bei Facebook behauptet hatten, sei Bruno Schmelter dem Verein sehr dankbar für dessen Engagement gewesen. „Die Kritik hat Papa sich immer sehr zu Herzen genommen.“

Gleichzeitig plagten die Schaustellerfamilie noch andere Probleme, sagt Konstanze Schmelter: Mehrfach seien in der Vergangenheit immer wieder Leute in den Park eingedrungen, hätten dort Unordnung angerichtet und Fotos von ihren illegalen Besuchen im Netz zur Schau gestellt. „Kürzlich habe ich im Internet ein Bild von einem Mann entdeckt, der nackt auf einem Holzpferd bei uns im Park saß“, so Schmelter fassungslos. Dies ist nur eine solcher Aufnahmen, die Anhänger der sogenannten „Lost-Place“-Szene im Internet verbreiten, wie Screenshots dokumentieren. Dabei sei der Park nie ein Lost Place gewesen, sondern stets von ihrer Familie bewohnt, betont Konstanze Schmelter.

Einmal habe sie gar eine Frau bei einem Einstieg in den Park erwischt, die sie dann angefleht habe, nicht die Polizei zu rufen. Sie habe sich den Park nur anschauen wollen. „Vor dem Eingang hing tatsächlich eine Babysocke als Erkennungszeichen für Lost Placer. Darauf hat die Frau mich selbst hingewiesen.“ Familie Schmelter wolle vor ungebetenen Gästen allerdings ihre Ruhe haben.

Einbrüche

Neben illegalen „Besuchern“ gab es laut Konstanze Schmelter in der Vergangenheit auch Einbrüche mit Diebstählen in dem Park. In einem Fall ermittelt die Polizei noch.

Bruno Schmelter, der langjährige Betreiber des Freizeitparks, ist im Juni im Alter von 76 Jahren plötzlich verstorben.

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