Ausschuss

Ittertal-Gutachten löst gespaltene Reaktionen aus

Ausschuss für Stadtentwicklung und Klimaschutz macht den Weg zur weiteren Beratung und Bürgerbeteiligung frei.

Von Philipp Müller

Einstimmig gaben am Donnerstag in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität die Mitglieder das Gesamtgutachten zum Ittertal zur weiteren Beratung frei. Es wird nun in den betroffenen Bezirksvertretungen Gräfrath, Wald und Ohligs diskutiert. Dazu folgt eine Beratung im Beirat der Unteren Landschaftsbehörde. Zunächst hatte die Stadtplanerin Andrea Kranefeld vom Aachener Büro BKR dem Ausschuss das Fazit des Gutachtens vorgestellt, welches die Auswirkungen von geplanten Gewerbegebieten untersucht.

Von den vier vorgesehenen Gebieten scheiden aus Sicht der Gutachter die Flächen Keusenhof wegen zu hoher Erschließungskosten und das Buschfeld aus ökologischen Gründen aus.

In Fürkeltrath II und Piepersberg-West sei eine Planung von Gewerbegebieten möglich. „Die Abwägung von Ökonomie und Ökologie ist allerdings ähnlich, als ob man Äpfeln mit Birnen vergleicht“, wies Kranefeld darauf hin, dass am Ende des Prozesses kein wissenschaftlich fundierter, sondern ein politischer Beschluss stehen werde.

Waldemar Gluch (CDU) drückte die Erleichterung aus, dass das Gutachten endlich vorliege und nun beraten werden könne. Welche Aspekte dabei noch berücksichtigt werden sollen, machte Dietmar Gaida (Grüne) bereits deutlich. Er vermisste eine Aussage dazu, wie die Auswirkungen auf die Umwelt sind, wenn alle vier Gebiete bebaut werden. Andrea Kranefeld will diesen Aspekt später im Gutachten berücksichtigen.

Das wird im Sommer der Fall sein, wenn nach einer Bürgerbefragung am 10. März im Walder Stadtsaal und den Beratungen in den Gremien alle Fragen und Bedenken auf dem Tisch liegen. Absehbar ist bereits, dass besonders Piepersberg-West in die Diskussion kommt.

Ernst Lauterjung (SPD), der auch Vorsitzender des Sportausschusses ist, erklärte, man habe das Gutachten noch nicht abschließend gelesen, werde am Piepersberg aber auf jeden Fall für eine Nutzung für die geplante „Bergisch Land Arena“ mit 7000 Zuschauerplätzen kämpfen.

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