Bundestagswahl 2021

Ittertal erleidet Schaden von 230 000 Euro

Dr. Rolf Mützenich (v.l.) ließ sich von Ingo Schäfer und Hartmut Lemmer das Sport- und Kulturzentrum Ittertal zeigen. Foto: Michael Schütz
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Dr. Rolf Mützenich (v.l.) ließ sich von Ingo Schäfer und Hartmut Lemmer das Sport- und Kulturzentrum Ittertal zeigen.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Dr. Rolf Mützenich, besuchte die Anlage

Von Philipp Müller

Ingo Schäfer, der SPD-Direktkandidat im hiesigen Wahlkreis für die Bundestagswahl am 26. September, hatte sich das Ittertal für seinen Besuch ausgesucht. Schäfer wollte dem SPD-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Dr. Rolf Mützenich, die Probleme zeigen, mit denen der gemeinnützige Verein nach dem Hochwasser vom 14. Juli zu kämpfen hat.

So führte Vereinschef Hartmut Lemmer die Gäste zunächst durch die Freizeitanlage. Er erklärte, dass die Technik für Freibad und Eisbahn erneuert werden muss. 60 bis 80 Meter breit sei der Bach Itter über das Gelände geflossen. Am Ende stünden 230 000 Euro Schaden. Mützenich verwies auf das gerade eingebrachte Bundesgesetz „Aufbauhilfe 2021“, welches mindestens 80 Prozent ersetzen werde.

Im Gespräch in der Quitte mit Mützenich, Schäfer und der örtlichen SPD-Parteispitze, Sabine Vischer-Kippenhahn und Manfred Ackermann, wurde aber auch eins deutlich: Der Zuschuss hilft dem Verein und der zu ihm gehörenden gemeinnützigen GmbH für die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt nur kurzfristig. „Das Geld ist bei uns immer knapp“, klagte Lemmer.

SPD-Fraktionschef will sich für mehr Hochwasserschutz einsetzen

Der ebenfalls anwesende SPD-Landtagsabgeordnete Josef Neumann verwies darauf, dass solche Beschäftigungsverhältnisse wie im Ittertal „eine Erfolgsgeschichte“ sind, gelinge es doch, Menschen in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. Dr. Mützenich berichtete, dass er gerade bei Bielefeld ein ähnliches Projekt besucht habe. Dort seien Bäche renaturiert worden und die mit Zuschüssen Beschäftigten hätten im Anschluss Jobs im Garten- und Landschaftsbau gefunden.

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In Sachen Hochwasser verwies er auf die Forderungen der SPD nach mehr Klimaschutz. Zugleich müssten die Anstrengungen für Hochwasserschutz verstärkt werden. Er sei sicher, dass dies mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz gelinge. „Unser Kandidat muss für das Kanzleramt nicht angelernt werden, er kann das“, gab er der örtlichen SPD mit auf den weiteren Wahlkampfweg.

Ingo Schäfer, der bei der Berufsfeuerwehr arbeitet, dankte auch dem Ittertal-Team für die Umsicht in der Flutnacht, alles getan zu haben, dass vor allem Menschen nicht stärker gefährdet worden seien.

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