Ausstellung

Israelische Mundmalerin zeigt im Südpark 50 Werke

Holen Künstlerin Bracha Fischel und ihre Kunst nach Solingen (v. l.): Michael Boeck, Dirk Clauberg und Janine Werner.
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Holen Künstlerin Bracha Fischel und ihre Kunst nach Solingen (v. l.): Michael Boeck, Dirk Clauberg und Janine Werner.

Bracha Fischel ist seit 13 Jahren vom Hals an gelähmt – in der Therapie entdeckte sie die Kunst für sich.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Am Sonntag eröffnet die israelische Künstlerin Bracha Fischel in den Güterhallen des Südparks eine in mehrfacher Hinsicht bemerkenswerte Ausstellung. Seit 13 Jahren durch eine unheilbare Krankheit vom Hals an gelähmt, hat die gebürtige Schweizerin und Mutter dreier erwachsener Kinder in einer Rehabilitation das Malen für sich entdeckt und sich seitdem als Mundmalerin immer weiter entwickelt. Seit Oktober 2016 kann sie sogar auf ein abgeschlossenes Studium an der Hamburger Akademie verweisen. Unter den 50 Werken für die Ausstellung, die in den Galerien Andersartig und Märzhase zu sehen sein wird, sind zehn Bilder mit Solinger Motiven.

Dirk Clauberg hat den Kontakt zwischen der Künstlerin und den Güterhallen-Ateliers vermittelt. Er selbst, der durch eine Behinderung genauso wie die Künstlerin im Rollstuhl sitzt, habe Fischel vor anderthalb Jahren durch eine Whatsapp-Gruppe kennengelernt. „Thema dieser Gruppe waren Begleithunde für Menschen mit Handicaps. Sowohl Bracha als auch ich sind auf die Dienste solcher speziell ausgebildeten Tiere angewiesen“, berichtet Clauberg. Schnell sei Fischels Malerei zur Sprache gekommen. Und obwohl der Solinger blind ist, war er schnell überaus begeistert von ihrer Kunst – und schickte ein Video mit Impressionen seiner Heimatstadt. Die Solinger wie auch alle anderen landschaftlichen Motive der Ausstellung hat Bracha Fischel in ihrem unverkennbaren Stil erschaffen: in Acryl, Aquarell und Öl.

Bis zum 28. August sind die Werke im Südpark zu sehen. Am morgigen Freitag wird die Künstlerin anreisen und die gesamte Zeit in Solingen verbringen.

Dabei wird sie nicht nur in der Galerie Andersartig und Märzhase anzutreffen sein, sie wird auch Malkurse in Schulen geben, die sie mit Vorträgen über jüdische Kultur und Geschichte und auch den Holocaust verknüpft.

Gefördert ist das Projekt durch das Programm „Demokratie leben“ des Bundesfamilienministeriums und vom Stadtdienst Integration.

Vernissage, Sonntag, 14. August, 14 Uhr. Bis zum 28. August ist die Ausstellung samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr und nach Absprache zu sehen.

www.gueterhallen.de

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