Stadtteilarbeit

Ohligs: Auf diese Schwerpunkte setzt die ISG künftig

Andreas Budde (M.) bekam das Konzept der Immobilien- und Standortgemeinschaft für die Jahre 2023 bis 2027 von Geschäftsführerin Gloria Göllmann sowie den Vorstandsmitgliedern Dr. Teut-Achim Rust (l.), Dr. Thorsten Meis und Jörg Bergmann (r.) überreicht.
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Andreas Budde (M.) bekam das Konzept der Immobilien- und Standortgemeinschaft für die Jahre 2023 bis 2027 von Geschäftsführerin Gloria Göllmann sowie den Vorstandsmitgliedern Dr. Teut-Achim Rust (l.), Dr. Thorsten Meis und Jörg Bergmann (r.) überreicht.

Immobilien- und Standortgemeinschaft Ohligs ist zufrieden mit der Entwicklung des Stadtteils.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Sauberkeit, Sicherheit, Standortmarketing, Klimaschutz und Mobilität – diese und weitere Themen möchte die Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Solingen-Ohligs zwischen 2023 und 2027 in den Blick nehmen. Ein Konzeptpapier haben Geschäftsführerin Gloria Göllmann und der dreiköpfige Vorstand in dieser Woche an Planungsdezernent Andreas Budde (parteilos) übergeben. Das Programm muss zwei Drittel der Immobilieneigentümer im ISG-Gebiet überzeugen. Zudem braucht es die Zustimmung der Bezirksvertretung sowie des Stadtrats. Die ISG-Verantwortlichen hoffen, dass es noch in diesem Jahr grünes Licht für die zweite Phase gibt.

Mehr als 70 Grundstücke im Ohligser Zentrum umfasst das Gebiet. Es erstreckt sich vom Hauptbahnhof am oberen Ende der Düsseldorfer Straße bis zum Marktplatz und reicht teilweise in die Seitenstraßen. Die Immobilieneigentümer in dem Bereich zahlen eine jährliche Abgabe, die in die Entwicklung des Stadtteils fließt.

Ende des Jahres läuft der fünfjährige ISG-Zyklus aus, deshalb braucht es ein neues Konzept sowie die erneute Zustimmung der Eigentümer und Politik. „Wir würden das Konzept gerne mit dem gleichen Erfolg weiterführen“, betont Dr. Teut-Achim Rust.

ISG: Ohligs entwickelt sich prächtig

Das Vorstandsmitglied der Immobilien- und Standortgemeinschaft ist zufrieden mit Ohligs’ Entwicklung seit 2018: Mehr Sauberkeit, erfolgreiche Veranstaltungen und attraktive Angebote, die Menschen und damit Kaufkraft in den Stadtteil gelockt haben. Mit positiven Folgen für die Eigentümer, wie Vorstandsmitglied Dr. Thorsten Meis bestätigt. Zwar gebe es auch im Ohligser Zentrum leerstehende Ladenlokale. Die Zahl sei jedoch geringer als andernorts. Zudem bewegen sich die Mieten auf einem konstanten Niveau, berichtet der Immobilienmakler.

Den Tenor fasst Jörg Bergmann, der den Vorstand komplettiert, zusammen: „Wir haben extrem viel bewegt.“ Ausschlaggebend dafür sei die Zusammenarbeit mit den anderen Akteuren vor Ort, etwa Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft, Ohligser Jongens sowie privaten Investoren wie Mirko Novakovic, und der Stadtteilpolitik gewesen.

Andreas Budde bewertet die bisherige Arbeit der ISG als „durchaus eine Erfolgsgeschichte“. Ohligs habe davon profitiert, dass viele Maßnahmen der ISG Hand in Hand mit dem Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept (ISEK) für den Stadtteil gegangen seien. Das ISEK umfasst unter anderem den Umbau des Marktplatzes und der Düsseldorfer Straße. „Hier hat gut funktioniert, was Städtebauförderung initiieren möchte“, führt der Dezernent aus. Mit dem ISEK fließen Fördermittel in Millionen-Höhe nach Ohligs. Daneben brauche es Engagement der Eigentümer und Wirtschaft vor Ort – das habe gut funktioniert.

ISG: Stadtmarketing und Öffentlichkeitsarbeit stehen ab 2023 im Fokus

„Wenn man jetzt nachlässt, bricht das Erreichte schnell zusammen“, sagt Holger Kartenberg. Er ist Regionaldirektor der Stadt-Sparkasse Solingen, die einer der großen Eigentümer im ISG-Gebiet ist. Deshalb streben die Verantwortlichen einen zweiten Zyklus an. „Wir wollen das Konzept mit gleichem Erfolg weiterführen“, sagt Teut-Achim Rust. Aus Sicht von Jörg Bergmann gehe es nun in erster Linie darum, „das neue Ohligs bekannt zu machen“.

Dementsprechend sieht das Konzept für 2023 bis 2027 Stadtteilmarketing und Öffentlichkeitsarbeit als Schwerpunkte vor. Gleichzeitig soll der Fokus auf Kunst- und Kultur im Stadtteil und der Gestaltung des öffentlichen Raums liegen. Zudem nimmt die ISG das Thema Klimaschutz in den Blick. Demnach ist eine Photovoltaik-Initiative für das Ohligser Zentrum geplant. Die Voraussetzung ist, dass die Vorhaben bei den Eigentümern auf Zustimmung treffen.

Verfahren

Einmal hat die Stadt die Eigentümer im ISG-Gebiet bereits angeschrieben, im Oktober folgt eine weitere Information zu den Plänen eines zweiten fünfjährigen Zyklus. Zwei Drittel müssen dem Konzept und damit der Verlängerung zustimmen. 2016 sprachen sich 80 Prozent für die ISG-Gründung aus, nachdem der Vorstoß ein Jahr zuvor noch gescheitert war.

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