Gemeinschaftsmarke Ohligs

ISG-Chefin hofft auf Verlängerung

Im September 2020 präsentierte ISG-Geschäftsführerin Gloria Göllmann die Gemeinschaftsmarke Ohligs.
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Im September 2020 präsentierte ISG-Geschäftsführerin Gloria Göllmann die Gemeinschaftsmarke Ohligs.

Immobilien- und Standortgemeinschaft Ohligs möchte über 2022 hinaus weiterarbeiten.

Von Manuel Böhnke

Solingen. An Tatendrang mangelt es Gloria Göllmann nicht. „Wir haben noch viele Ideen“, sagt die Geschäftsführerin der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Solingen-Ohligs. Ende des Jahres läuft der fünfjährige Zyklus des Zusammenschlusses ab. Göllmann hofft auf eine Verlängerung bis 2027. Dafür müssten zwei Drittel der Eigentümer im ISG-Gebiet einer zweiten Phase zustimmen. Das entsprechende Konzept ist erarbeitet.

Mehr als 70 Grundstücke im Ohligser Zentrum umfasst das Gebiet. Es erstreckt sich vom Hauptbahnhof am oberen Ende der Düsseldorfer Straße bis zum Marktplatz und reicht teilweise in die Seitenstraßen. Die Immobilieneigentümer in dem Bereich zahlen eine jährliche Abgabe, die mit weiteren Mitteln, etwa öffentlicher Förderung, in die Entwicklung des Stadtteils fließt. Ausschlaggebend für Projekte sind die im Konzept der ISG festgehaltenen Ziele und Maßnahmen.

Im zweiten Zyklus würde Gloria Göllmann gerne andere Schwerpunkte setzen. „Das ergibt sich aus der Erfahrung der letzten Jahre, in denen Zusammenhalt, Widerstandsfähigkeit und ein effizienter Umgang mit Ressourcen wichtiger wurden“, erklärt sie. Die grundsätzliche Zielsetzung ändere sich allerdings nicht: „Am Ende sollen alle Maßnahmen einen Mehrwert für die Eigentümer darstellen und sie finanziell nicht höher belasten, sondern mit einem neu erarbeiteten Bezahlungsmodell fair abgerechnet und zukunftsweisend investiert werden.“

Das erarbeitete Konzept gehe nun den Weg durch verschiedene Stadtdienste, werde anschließend der Politik und Ende August den Eigentümern vorgestellt. Zudem sei im August eine Informationsveranstaltung geplant.

„Die Verantwortung sollte von mehreren Akteuren getragen werden.“

Gloria Göllmann, ISG-Geschäftsführerin

Unabhängig davon, wie es mit der ISG weitergeht, beschäftigt sich Gloria Göllmann mit der Zukunft der Gemeinschaftsmarke Ohligs. Sie wurde in einem zweijährigen Prozess entwickelt und im September 2020 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Idee ist, die Marke als kommunikative Klammer für die Aktivitäten in Ohligs zu verwenden – innerhalb des Stadtteils sowie in der Darstellung über dessen Grenzen hinaus. Es gehe darum, sich „stark und selbstbewusst aufzustellen, um für Mieter, Investoren und Besucher interessant zu sein“. Ohligs wolle Vorbild sein für ein attraktives Quartier – „und dafür gemeinsam, mit all unseren Facetten werben“.

Bislang liegen die Markenrechte bei der ISG. Göllmann würde das gerne ändern. „Die Verantwortung für die Marke sollte von mehreren Akteuren getragen werden, erst dann ergibt sie Sinn und trägt zur Identifikation mit dem Stadtteil bei“, ist sie überzeugt.

In der vergangenen Woche fand ein Treffen verschiedener Ohligser Akteure, Vereine und Initiativen statt. Dabei wurde die Idee erörtert, einen übergeordneten Verein zu gründen, der für das Stadtteilmarketing und die Weiterentwicklung der Gemeinschaftsmarke verantwortlich ist. Der Vorschlag stieß grundsätzliche auf positives Echo. Bedenken gab es jedoch hinsichtlich der nötigen Manpower. Zudem könne ein weiterer Verein Verwirrung stiften.

Göllmann äußert Verständnis dafür: „Eine Gründung sollte nicht auf Ehrenamtsschultern lasten.“ Alternativ könnte sie sich mit einer Arbeits- oder verschiedenen Projektgruppen anfreunden, die das Thema gemeinsam forcieren. Gespräche dazu sollen folgen.

Als wichtigste Aufgaben sieht die ISG-Geschäftsführerin, dass sich die Beteiligten auf den Nutzen der Gemeinschaftsmarke einigen und diesen Mehrwert ausspielen. Vorstellen könne sie sich etwa eine Stadtteil-Broschüre mit Informationen zu Ausgehmöglichkeiten, Veranstaltungen, potenziellen Arbeitgebern, Weiter- und Ausbildungsplätzen, Freizeitangeboten und Dienstleistungen.

Ziele

Im Maßnahmen- und Finanzierungskonzept der Immobilien- und Standortgemeinschaft Solingen-Ohligs sind verschiedene Ziele zur Weiterentwicklung des Stadtteils festgehalten. Dazu zählen die Steigerung der Aufenthaltsqualität, die Optimierung lokaler Einzelhandels- und Dienstleistungsangebote, die Stärkung des Ohligser Zentrums sowie das Vermeiden und Beseitigen von Leerständen.

Passend zum Thema Ohligs: Markt und Fußgängerzone - So geht es mit den Arbeiten in Ohligs weiter

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