Konzept

Integrationsarbeit: SPD stellt neue Struktur vor

Anne Wehkamp, Leiterin des Stadtdienstes Integration, berichtete über das neue Konzept. Archivfoto: cb
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Anne Wehkamp, Leiterin des Stadtdienstes Integration, berichtete über das neue Konzept.

Akteure sollen bedarfsgerechter handeln

Von Anna Lauterjung

Solingen. Mit dem sogenannten kommunalen Integrationsmanagements (KIM) des Landes soll die Integrationsarbeit neu aufgestellt werden – auch in Solingen. Insbesondere soll das Konzept dabei helfen, besser auf die Bedürfnisse einzelner Migranten einzugehen. Die Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt der Solinger SPD stellte die Struktur nun Bürgern, Wohlfahrtsverbänden und der Politik bei einem digitalen Austausch vor. Dabei betonte Ioanna Zacharaki, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft „Das KIM ist eine große Bewegung in Nordrhein-Westfalen um Integration effektiver und strategischer auszurichten, so dass jede Gruppe die Hilfe bekommt, die sie braucht.“

Das kommunale Integrationsmanagement lasse sich in drei Abschnitte aufteilen: Die Erstintegration nach der Ankunft, die nachhaltige Integration und die Gestaltung der Migrationsgesellschaft, erklärte die Leiterin des Stadtdienstes Integration, Anne Wehkamp. Dabei sollen die Kommunen bei der Erstintegration gestärkt, die rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit gefördert und die vorhandenen Strukturen weiterentwickelt werden. Besonders im Fokus läge dabei das bedarfsgerechte Handeln. Um dieses zu realisieren, wurden bereits eine neue Stelle bei der Stadt und drei Stellen bei den zuständigen Wohlfahrtsverbänden geschaffen und mit Hilfe von Fördergeld finanziert. „Es wird Grundprobleme wie unter anderem die Wohnungsnot nicht lösen, aber es wird Perspektiven schaffen“, so Wehkamp.

Stefan Grohe, Leiter des Stadtdienstes Soziales, sieht in dem Programm eine große Chance. „Die Zahlen gehen zwar zurück, aber es besteht immer noch Beratungsbedarf“, betonte er. Während vor fünf Jahren 1500 Menschen pro Jahr nach Solingen kamen, sind es nun noch 400, so Grohe. Auch die Zahl der Notunterkünfte habe sich reduziert, von 30 auf 14 Unterkünften. Grohe: „Die meisten Leben nun in normalen Wohnungen.“

Probleme werden für das Sozialamt immer komplexer

Daher habe sich die tägliche Arbeit verändert, erklärte Grohe. Die Probleme wären komplexer geworden und der Schwerpunkt habe sich von der Erstzuweisung auf Beruf, Familie und das normale Leben verlagert. Durch das KIM wäre nun eine längere Betreuung möglich. „Dann können wir auch mal eine Familie an die Hand nehmen“, sagt Grohe.

Eine Veränderung des Schwerpunktes der Arbeit habe auch Dr. Christoph Humburg, Direktor des Caritasverbandes Wuppertal/Solingen, bemerkt. Vor allem stünden Geflüchtete und junge Frauen nun im Fokus. Daher begrüße auch er das neue Konzept, doch sollte das Programm die bestehende Situation nicht zerschlagen. „In Solingen haben wir gute Wege gefunden. Nicht überall läuft Integration so gut wie hier“, bemerkte Humburg.

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