Integration: Angebote sollen besser vernetzt werden

Caren Tuchel (l.) hat von Anne Wehkamp (r.) den Staffelstab übernommen – zur Freude von Dezernentin Dagmar Becker. Archivfoto: Christian Beier
+
Caren Tuchel (l.) hat von Anne Wehkamp (r.) den Staffelstab übernommen – zur Freude von Dezernentin Dagmar Becker. Archivfoto: Christian Beier

Stadt zeigt auf Konferenz Kampf gegen Antisemitismus und für vielfältige Teilhabe

Von Daniela Neumann

Seit 2009 gibt es in Solingen regelmäßig kommunale Integrationskonferenzen. Am Donnerstag voriger Woche war es erneut so weit. Oberbürgermeister Tim Kurzbach zeigte bei seiner Begrüßung persönlich durch den Hinweis auf Miterlebtes auf, dass Antisemitismus ein Problem ist, das angegangen wird. „Menschen Angst zu machen, das geht gar nicht“, sagte er in diesem Zusammenhang.

Eine Idee, sich des Themas anzunehmen, nannte die designierte Stadtdienstleiterin Caren Tuchel später: Aufklärungsarbeit leisten, etwa in Schulen. In der Stadtgesellschaft zu gestalten, in der rund 30 Prozent der Bevölkerung einen Zuwanderungshintergrund haben, ist der Ansatz: Das betonte NRW-Integrationsminister Joachim Stamp in seiner Videobotschaft.

Wie das Land Kommunen wie Solingen dabei unterstützt, stellte Savas Beltir vom zuständigen Ministerium vor. Er erklärte, dass das zugehörige Gesetz bis 2022 weiterentwickelt wird. Darin werde auch das Kommunale Integrationsmanagement (KIM) mit finanzieller Absicherung verankert. Es wird das zentrale strukturelle Instrument für Kommunen in NRW für Integrationskonzepte.

In Solingen hat Anne Wehkamp als hiesige Integrationsbeauftragte den Übergang mit ihrem Team dafür vorbereitet. Sie geht zum Jahresende in Altersteilzeit. Bei der Konferenz überreichte sie jetzt symbolisch den Staffelstab in Form einer kleinen Weltkugel an ihre Nachfolgerin Caren Tuchel. Sie übernimmt Wehkamps Job als Leiterin des kommunalen Integrationszentrums (KI). Hier wird ein erweitertes Team verschiedene Bausteine verzahnen. So sollen Fachkräfte-Schulungen, Einbürgerungen und Leistungen wie Sprachkurse vernetzter organisiert werden. Zudem werde es einige Fachgruppen geben, berichtete Caren Tuchel engagiert: Hier könnten Interessierte mitmachen.

Ebenso ist ihr die Zusammenarbeit mit dem Solinger Zuwanderer- und Integrationsrat (Zuwi) wichtig: „Es geht auch um politische Teilhabe“, bestärkte sie dessen Vorsitzenden Hassan Firouzkhah. Er blickte auch auf unbewussten strukturellen Rassismus, über den etwa bei Bewerbungen nachzudenken sei.

Das Motto „Gemeinsam Wandel gestalten“ zeigten Musa Kavalli mit einem Film des KI-Fördervereins und Claudia Walther vom Projekt „Weltoffene Kommune“, an dem Solingen als eine von 35 Kommunen teilnimmt.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Hofgarten: Edeka Pauli wird größer
Hofgarten: Edeka Pauli wird größer
Hofgarten: Edeka Pauli wird größer
Die ganze Familie ist von Krankheiten betroffen
Die ganze Familie ist von Krankheiten betroffen
Die ganze Familie ist von Krankheiten betroffen
Sexueller Missbrauch: Arzt aus Solingen steht vor Gericht
Sexueller Missbrauch: Arzt aus Solingen steht vor Gericht
Sexueller Missbrauch: Arzt aus Solingen steht vor Gericht
S-Bahn 7: Abellio gibt auf
S-Bahn 7: Abellio gibt auf
S-Bahn 7: Abellio gibt auf

Kommentare