Informatik wird ab fünfter Klasse zum Pflichtfach

Gymnasium Schwertstraße nimmt an Modellvorhaben teil

-gf- Das Gymnasium Schwertstraße zieht eine positive Bilanz aus dem Modellvorhaben „Informatik in der Erprobungsstufe“. Seit dem Schuljahr 2018/2019 bietet das älteste Gymnasium der Stadt Solingen das Fach Informatik bereits in den Klassen 5 und 6 an und gehört damit zu den frühen Vorreitern. „Die Kinder freuen sich jede Stunde auf den Informatikunterricht“, berichtet Klaus-Peter Watzlawek, Studienrat mit den Fächern Informatik und Sozialwissenschaften. Drei Informatiklehrer unterrichten an der Schwertstraße das Fach im Klassenverband.

Besonders im Fokus stand während der Erprobung, Interesse und Lernfreude gezielt bei Jungen und Mädchen gleichermaßen zu wecken. Watzlawek: „Es hat sich insbesondere im Unterricht gezeigt, dass das Fach als sehr angenehm und abwechslungsreich empfunden wird.“ Ziel sei es, dass informatische Grundkenntnisse vermittelt werden, die nicht auf die reine Anwendung von Software beschränkt seien.

„Besonders viel Spaß hat den Schülern das selbstständige Programmieren von kleinen Projekten gemacht“, berichtet Seyfullah Altin, der die Fächer Mathematik und Informatik unterrichtet. Es gab viele Phasen mit breiter praktischer Anwendung. So wurden mit der Programmiersprache Scratch Spiele und interaktive Geschichten programmiert oder aber die Mikrocontrollerplatine Calliope Mini zur Lautstärke-Ampel umfunktioniert. „Durch dieses spielerisch motivierende Konzept bleiben die Kinder langfristig am Ball“, ist sich Oberstudienrat Michael Hoppe-Kalff sicher, der die Fächer Mathematik, Erdkunde und Informatik unterrichtet.

Das Gymnasium Schwertstraße ist eine von 15 Modellschulen des Regierungsbezirks, die Informatikunterricht für die Klassen 5 und 6 erproben durften. Das Fach wird nun zum Schuljahr 2020/21 als ordentliches Pflichtfach ab der 5. Klasse mit entsprechendem Lehrplan eingerichtet.

Ulrich Nachtkamp, Schulleiter des Gymnasiums Schwertstraße, sieht sich durch die Erfahrungen und Ergebnisse des Modellvorhabens in seiner grundsätzlichen Haltung bestärkt: „Wir dürfen Kinder und Jugendliche mit Informatik nicht erst im Alter von 14 Jahren als Differenzierungsfach konfrontieren.“ Er hält ein breites Angebot zu einem möglichst frühen Zeitpunkt für richtig. „Natürlich braucht es dafür ausreichende und qualifizierte Informatiklehrer. Die haben wir zum Glück.“ Außerdem habe sich der frühe Einstieg und die Auseinandersetzung mit der Technik besonders in Zeiten der Corona-Pandemie bezahlt gemacht.

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