Streitgespräch mit Christian Busch und Frieder Kottsieper

Walbusch: „Das darf ich als Unternehmer eigentlich gar nicht sagen: Das Zauberwort heißt Konsumverzicht“

Schuh von Walbusch-Mann Christian Busch
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Christian Busch (Walbusch) trägt Schuhe aus dem 3D-Drucker. Was das mit Nachhaltigkeit und der Zukunft der deutschen Wirtschaft zu tun hat, erklärt er im Streitgespräch.

Ein Streitgespräch mit Modeunternehmer Christian Busch und Landwirt Frieder Kottsieper: Muss Wirtschaft immer weiter wachsen? Brauchen wir Flächenversiegelung für wirtschaftliches Wachstum? Und was hat unsere Zukunft mit der Nachfrage nach Freilandeiern und Turnschuhen aus dem 3D-Drucker zu tun?

Das ganze Streitgespräch lesen Sie auch in unserer ST-Wirtschaftsbeilage, die Sie hier kostenfrei direkt durchblättern können.

Herr Kottsieper, wenn neue Gewerbegebiete ausgewiesen werden, sorgt das immer für Diskussionen. Sie sprechen sich konsequent gegen jede neue Versiegelung von Flächen aus. Warum?

Frieder Kottsieper: Ich spreche ja in zwei Funktionen, als Landwirt und als Vorsitzender des Remscheider Naturschutzbeirates. In diesem Fall habe ich aber in beiden Funktionen die gleiche Einstellung: Wenn Flächen einmal versiegelt sind, wächst da kein Brot mehr.

Landwirtschaftliche Grünflächen tragen zudem dazu bei, Überschwemmungssituationen bei Starkregen abzumildern. Sie lassen das Regenwasser in die trinkwasserbildenden Schichten versickern, nehmen CO2 auf und wirken positiv gegen die Klimaerwärmung.

Das Selbstbewusstsein, gegen Versiegelungen zu sein, kommt auch daher, dass in der Vergangenheit viele Entscheidungen getroffen wurden, bei denen man heute sagen kann: Wäre nicht nötig gewesen, hätte man nicht gebraucht.

Frieder Kottsieper und Christian Busch sprachen über Wandel und Zukunft ihrer Branchen.

Oft wird in diesem Zusammenhang auf Brachen verwiesen, die man ertüchtigen soll. Doch so viele gibt es davon ja gar nicht mehr. Und dass Unternehmen Platz brauchen, um zu wachsen, ist nicht zu bestreiten. Wo sollen die hin?

Kottsieper: Wir haben ja trotz allem Leerstände, nicht alle Gebäude und Gebiete sind voll ausgelastet. Teile der Firma Edscha am Hohenhagen in Remscheid stehen zum Beispiel leer. Ich weiß, dass das schwierig ist, das gehört ja jemandem, da hat die Stadt keinen Zugriff.

Aber man muss auch abreißen können, um neu zu bauen. Und da gibt es sicherlich genügend Potenzial.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass man Dinge funktioneller baut. Aus meiner Sicht muss vonseiten der Stadt viel mehr unternommen werden, dass sich die Betriebe an ihren Standorten entwickeln können, dass sie mit anderen tauschen können oder ein weiteres Geschoss bauen dürfen. Und zwar, ohne gleich fünf Jahre auf eine Baugenehmigung zu warten.

Zur Person: Christian Busch

Christian Busch ist Enkel des Firmengründers Walter Busch und seit 2014 Hauptgesellschafter des Solinger Familienunternehmens mit Sitz im Industriegebiet Scheuren.

Privat: Der 50-Jährige ist Vater von drei Kindern und in der Solinger Südstadt groß geworden.

Werdegang: Nach Banklehre, Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Katholischen Universität Eichstätt und ersten Berufsjahren bei IBM übernahm Christian Busch im Jahr 2001 erste Aufgaben bei Walbusch.

Unternehmen: Die Walbusch-Gruppe hat 2021 über alle Marken hinweg einen Umsatz von 429 Millionen Euro erzielt, 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Neben Walbusch gehören Avena, Mey & Edlich sowie LaShoe zur Gruppe, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz rund 1100 Mitarbeiter beschäftigt. www.walbusch.de

Herr Busch, in Ihrer Heimatstadt Solingen gibt es bereits einen Beschluss, ab 2030 keine neuen Flächen mehr auszuweisen. Das haben Sie mal als „Offenbarungseid“ bezeichnet. Reicht es wirklich, Brachen zu reaktivieren und in die Höhe zu bauen?

Christian Busch: Zunächst muss ich Herrn Kottsieper in vielen Punkten zustimmen. Da muss man auch in der Lage sein, die Hüte zu wechseln: Bin ich gerade „nur“ Bürger oder bin ich Unternehmer?

Dass es für den Unternehmer das Charmanteste ist, neben der Autobahn eine flache Wiese mit möglichst wenig Gefälle umzuwidmen, um da eine Halle draufzubauen, ist vollkommen klar.

Doch wir müssen uns als Gesellschaft klar darüber werden, wie wir damit umgehen wollen. Dem kann man zum Beispiel begegnen, indem wir die Flächen effizienter nutzen. Wir haben das getan, indem wir unser automatisches Hängelager bis zu acht Meter in den Boden gebaut haben – trotz der hohen Kosten.

Die Möglichkeit hat aber natürlich nicht jeder. Genügen vorhandene Brachen als Wachstumspotenzial für die bergische Wirtschaft?

Busch: Der erste Satz, den ich an der Uni gelernt habe: „Das kommt darauf an.“ Sich als Erstes mit den Brachen zu beschäftigen, bevor man bisher nicht versiegelte Flächen verwendet, kann ja nicht falsch sein.

Aber es gab ja allein in den letzten zwei Jahren so viele Veränderungen für uns als Gesellschaft, aber auch für uns als Unternehmen, dass wir uns fragen müssen, ob wir in fünf Jahren noch in den gleichen Kategorien denken wie vor zwei Jahren.

Kottsieper: Sie sprechen Corona an, Sachen wie das Homeoffice.

Busch: Ja, aber auch die Beschaffung. Wir haben unsere Post-Corona-Hausaufgaben als Gesellschaft noch gar nicht gemacht, da uns gerade der schreckliche Ukraine-Krieg beschäftigt.

Was lernen wir aus den aktuellen Krisen? Was wollen wir ändern? Das haben wir noch gar nicht besprochen, da es dafür noch gar nicht den Raum gab.

Wenn wir zum Beispiel unsere Abhängigkeit von asiatischen Lieferanten verringern wollen, führt das ja zu mehr lokaler Produktion. Ich denke da an die Diskussion über die Abhängigkeit bei medizinischen Produkten. Und das wirkt sich auf die Bevorratung, die Lagerhaltung und notwendige Flächen aus.

„Wachstum an sich ist sicher kein Selbstzweck“ – Christian Busch spricht sich für bewussten Konsum aus.

Aber dann brauchen wir doch eher noch mehr Flächen, wenn wir neue Produktionsstätten schaffen.

Busch: Nicht unbedingt. Zunächst stellt sich doch die Frage, in welchem Verhältnis der Flächenbedarf für neue Produktion zu wegfallenden Lagerflächen steht.

Wenn wir zum Beispiel in Asien eine Funktionsjacke kaufen, dann müssen wir das in bestimmten Losgrößen machen. Diese erfordern hier vor Ort entsprechend Lagerfläche. Ist der Kunde bereit, die Preise für ein europäisches Produkt zu zahlen, ist es vielleicht möglich, in geringeren Losgrößen einzukaufen.

Am Ende kann ich Ihre Frage nicht beantworten, welche Flächen benötigt werden. Aber der Punkt, in dem Herr Kottsieper und ich uns einig sind, ist, dass wir eine Bestandsaufnahme brauchen, was an Flächen schon einmal für die gewerbliche Nutzung verwendet wurde.

Bei der Diskussion darf man übrigens auch nicht die Landtagswahl vernachlässigen: In einem Industrieland wie NRW haben 18 Prozent der Bevölkerung gerade die Grünen gewählt. Und deren Ziel ist ja schon seit Jahren, dass man sich erstmal mit den Bestandsflächen beschäftigt.

Sie selbst wollen schon länger am Standort Solingen erweitern, zuletzt scheiterte das an der Klage eines Anwohners. Kann so etwas nicht irgendwann zu einem Problem für die Städte im Bergischen werden?

Busch: Ich kann als Unternehmer nicht erwarten, dass die Stadtverwaltung immer genau das macht, was ich will. Ich muss mich in dem Gesamtkonstrukt aus den verschiedenen Interessensbereichen bewegen. Aber wir hatten eine Baugenehmigung, dagegen hat ein gewerblicher Nachbar geklagt, obwohl ich eine positive Bauvoranfrage hatte. Vor Gericht ist die Baugenehmigung „kassiert“ worden.

Muss ich alles akzeptieren, aber irgendwann muss ich meiner unternehmerischen Pflicht nachkommen und schauen, wie unser Unternehmen weiterkommt. Und da hat sich die Möglichkeit ergeben, eine gebrauchte, fast neuwertige Immobilie in Halle/Westfalen zu kaufen. Das war für uns eine wunderbare Möglichkeit. Es sind keine Genehmigungen mehr für die Nutzung erforderlich, das Gebäude steht ja schon da.

Kottsieper: Aus meiner Sicht müssen Städte da viel aktiver werden, um die Fäden in die Hand zu nehmen und miteinander zu verknüpfen. Man muss das anpacken, auch wenn es manchmal aussichtslos erscheint.

Wenn man zur Wirtschaftsförderung geht, wollen die natürlich helfen, gehen aber da hin, wo man selber auch hingeht. Und erfahren, was man selber auch schon weiß.

Das Problem ist, dass die Wirtschaftsförderung sozusagen nachrangig angeordnet ist, dass die sich ihre Informationen selber bei der Genehmigungsbehörde holt. Sie sollte aber besser Möglichkeiten schaffen, als sie nur abzufragen.

Zur Person: Frieder Kottsieper

Frieder Kottsieper ist „seit seiner Jugend mit Leib und Seele Landwirt und Geflügelhalter“. 32 Jahre lang hat er mit seiner Frau Susanne den Geflügelbetrieb geführt, ausgebaut und nun die Verantwortung an die 6. Generation übergeben. Kottsieper ist seit 2020 Vorsitzender des Remscheider Naturschutzbeirates. Als systemischer Coach unterstützt er landwirtschaftliche Unternehmen beim Generationswechsel.

Geflügelhof: Anna und Robin führen heute den Geflügelhof Kottsieper in Lüttringhausen. Beide haben Agrarwissenschaften studiert. Der Betrieb setzt auf tierwohlgerechte Haltung der Legehennen und den regionalen Vertrieb der Eier in Supermärkten. Neu ist die eigene Vollei-Manufaktur, in der die Eier zu frischem, pasteurisiertem Vollei für Bäckereien und Nudelhersteller der Region werden. www.kottsieper.de

Kann eine Verwaltung das wirklich leisten?

Kottsieper: „Kann nicht – geht nicht!“ Das ist ein Leitsatz, den man sich auch in der Stadtverwaltung mal zu eigen machen sollte. Stadtverwaltung und Politik haben einen Auftrag, nicht nur von der Industrie, von der Wirtschaft oder den Landwirten, sondern auch von der Bevölkerung. Dazu gehört auch, diesen Spagat hinzubekommen, da sehe ich die Stadt in der Pflicht.

Busch: Ich glaube, diesen Spagat hinzubekommen und alle Interessen unter einen Hut zu kriegen, da brechen wir uns als Gesellschaft irgendwann die Beine.

Es ist nicht nur „die Stadt“. Wir müssen uns als Gesellschaft die Frage stellen: Wo wollen wir wohnen, wo wollen wir arbeiten, welche Bildung wollen wir haben, welche Kultur wollen wir haben?

Würden Sie sich auch, wie Herr Kottsieper, wünschen, dass Politik und Verwaltung da stärker eingreifen?

Busch: Natürlich sollen sie gestalten. Dazu gehört Gestaltungsspielraum. Aber auch die Stärke zu sagen: Wir machen das jetzt so! Bei der Bauvoranfrage für die Erweiterung des automatischen Hängelagers, die aus heutiger Sicht nicht kommen wird, wurde der Dachfirst ernsthaft fünf Meter nach hinten versetzt, was architektonisch und bautechnisch der letzte Unfug ist, nur um irgendwie einen Kompromiss hinzubekommen. Da würde ich mir die Stärke wünschen zu sagen: Das ist Gewerbegebiet, das machen wir jetzt so.

Muss die Wirtschaft eigentlich unbedingt wachsen? Oder anders gefragt: Warum brauchen Sie eigentlich ein größeres Lager?

Busch: Wachstum an sich ist sicher kein Selbstzweck. Und ich als Unternehmer definiere mich auch nicht über die Größe – sprich: den Umsatz – des Unternehmens. Salopp gesagt ist mir das ziemlich wurscht. Aber relevant ist für mich, wie wirtschaftlich sicher das Unternehmen aufgestellt ist, so dass wir auch mal eine Krise aushalten können.

Eins weiß ich: Die Kosten laufen gerade davon, angesichts von sieben Prozent Inflation werden zum Beispiel die Löhne steigen müssen, und im Zweifel müssen wir die durch Effizienzgewinne – und das heißt meistens durch Wachstum – ausgleichen.

Sie haben das Thema Inflation angesprochen: Nachhaltigkeit muss ja auch bezahlt werden.

Busch: Dazu muss ich etwas sagen, das ich als Händler eigentlich gar nicht sagen darf: Das Zauberwort heißt Konsumverzicht. Das trifft mich als Händler kolossal, ich rette mich aber argumentativ selber aus dem Dilemma raus, dass wir als Unternehmen schon immer so aufgestellt waren – also bewussten Konsum zu fördern.

Wir haben zum Beispiel die Fünf-Jahre-Langzeit-Garantie. Das ist nicht „Fast Fashion“, also schnelllebige Mode, die darauf ausgelegt ist, nur eine Saison getragen zu werden. Unsere Kunden und damit auch wir haben schon immer Wert auf Qualität und Langlebigkeit gelegt.

Aber anders werden wir Nachhaltigkeit und Schutz der Umwelt nicht erreichen. Es geht nicht, dass wir darüber reden, dass der CO2-Ausstoß massiv reduziert werden muss, wir aber nicht darüber reden dürfen, dass dann der Mallorca-Urlaub vielleicht nicht mehr möglich ist. So sehr ich diesen jedem gönne.

Liegt die Verantwortung dafür beim Gesetzgeber, beim Anbieter oder beim Konsumenten?

Busch: Es entscheidet weder der Herr Busch, was getragen wird, noch der Herr Kottsieper, was gegessen wird. Das entscheidet allein der Konsument. Wenn alle bereit sind, nur noch Bio-Eier zu kaufen, werden auch nur noch Bio-Eier produziert. Aber da weichen Aussagen und Handeln beim Konsumenten zu oft voneinander ab.

Kottsieper: Wir würden gerne wissen, nach Corona, nach dem Krieg, nach der Verknappung, wie es da weitergeht.

Mein Sohn hat sich mit jemandem zusammengetan und einen Freiland-Stall gebaut. Und in diesem Joint Venture haben wir derzeit existenzielle Sorgen, dass wir die Eier loswerden. Auf einmal laufen Freiland-Eier nicht mehr, weil die Leute festgestellt haben, dass ihnen Geld in der Kasse fehlt – und es dann auch Eier aus Bodenhaltung tun. Und das bei Investitionszeiträumen von mindestens 35 Jahren für den Stall und 15 für die Einrichtung.

Lassen Sie uns noch mal zum Flächenverbrauch zurückkommen: Wenn Flächen versiegelt werden, muss ja ein Umweltausgleich geschaffen werden, das heißt eine andere Fläche wird biologisch aufgewertet. Reicht das nicht?

„Wenn Flächen einmal versiegelt sind, wächst da kein Brot mehr“ – Frieder Kottsieper wirbt für Brachennutzung.

Kottsieper: Grundsätzlich ist das System des Umweltausgleiches gut. Man hat nur damals den Fehler gemacht, dabei vor allem an vermeintlich ausgeräumte Landstriche zu denken. Ich halte es nach wir vor nicht für gut, wenn weitere Flächen versiegelt werden.

Aber wenn schon, dann sollte man den Ausgleich intelligenter nutzen, dann sollte er zumindest auch da genutzt werden, wo sich der Mensch aufhält, also in der Stadt. Dann ist mir auch egal, dass so ein Baum in der Stadt mehr kostet als im Wald und nur 40 Jahre alt wird.

Wir müssen doch schauen, dass wir den Eingriff in die Natur da ausgleichen, wo Menschen sind. Und nicht da, wo Naturschützer meinen, wieder so eine Art Ursprünglichkeit herstellen zu müssen, die wir gar nicht mehr herstellen können.

Wir müssen noch einmal dem Begriff Nachhaltigkeit auf den Grund gehen. Was bedeutet dieses Wort für Sie? Und wie setzen Sie das in Ihrem Unternehmen um?

Busch: Für mich als Händler sind Einkauf und Konsum Geschäftszweck. Aber wir müssen als Gesellschaft diskutieren, wie schnell sich das Rad des Konsums drehen soll.

Ich will und kann niemandem sein Geschäftsmodell verbieten, aber da kann der Kunde mit den Füßen abstimmen, ob es „Fast Fashion“ in Zukunft noch gibt oder nicht. Was wir als Unternehmen tun können, ist, Angebote zu machen, um das zu testen. Und das haben wir schon in der Vergangenheit gemacht.

Zum Beispiel?

Busch: Wir haben immer wieder Artikel aus Fairtrade-Bio-Baumwolle im Sortiment. Oder unsere Heimatkapsel mit Hemden produziert in Deutschland: Da kostet das Hemd dann aber auch 179 Euro. Das ist viel Geld – und die Wahrheit ist: Der Kunde greift nur selten zu diesen hochwertigen und teuren Produkten.

Wir müssen als Unternehmen, schon aus Eigeninteresse, immer das Ohr auf der Schiene haben, was der Kunde möchte.

Und wir dürfen nicht sagen, dass die Dinge, die vor fünf Jahren nicht funktioniert haben, immer noch nicht funktionieren. Ich habe heute sehr bewusst Schuhe aus dem 3D-Drucker an, von einem Start-up-Unternehmen, an dem ich beteiligt bin. Die sind zu 100 Prozent recycelbar, die Druckerfarm steht in Hamburg. Das ist für mich das Sinnbild dafür, wo wir eigentlich hin müssen. Weil hier Nachhaltigkeit und kurze Wege kein Malus sind.

Kottsieper: Ich glaube, jeder versteht unter dem Begriff Nachhaltigkeit etwas anderes, ursprünglich kommt er aber aus der Forstwirtschaft und bedeutet, dass man dem Wald nur so viel entnimmt, wie die Natur im gleichen Zeitraum leisten kann.

Nachhaltigkeit, sage ich fast schon provokativ, heißt für mich, dass ich als Unternehmer erst mal übrig bleibe, das ist meine ureigenste Aufgabe als Unternehmer. Und das unter erschwerten Bedingungen, weil die Einheiten immer größer werden, was eigentlich nicht erwünscht ist, aber durch den Preisdruck erforderlich. Wenn Flächen einmal bebaut sind, ist das nicht umkehrbar, sie sind also für die Lebensmittelproduktion verloren. Das ist sicher nicht nachhaltig.

Die Schuhe von Herrn Busch finde ich ein gutes Symbol für Nachhaltigkeit. Weil das eben nicht heißt, alles wieder wie vor 50 oder 100 Jahren zu machen. Nein, Nachhaltigkeit muss neu gedacht werden. Und so ein Schuh ist super-modern. Und trotzdem nachhaltig.

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