Kriminalität

Telefon-Betrug: Falsche Polizisten erbeuten Geld

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Telefon-Warteschleife

Die Anrufer hatten sich als Polizisten ausgegeben. Mit einer perfiden Warnung überzeugten sie ihre Opfer.

In den letzten Tagen gab es in Solingen und Wuppertal wieder Anrufe von Betrügern bei Senioren. Dreimal riefen unbekannte Täter ältere Menschen an und gaben sich als Polizeibeamte aus. In zwei Fällen fielen die Angerufenen auf die Masche herein und übergaben Geld an Unbekannte; in einem Fall blieb es bei einem Versuch. Diese Masche ist nicht neu: Bereits im Dezember gab es ähnliche Fälle, in denen sich Betrüger am Telefon als Kriminalbeamte, BKA-Beamte oder sogar als Staatsanwälte ausgaben, um an Geld zu kommen.

Die Kriminalpolizei warnt aus diesem Anlass erneut vor den Betrügern. Am Telefon behaupten sie meist, dass es im Umfeld der Senioren Einbrüche gäbe und Wertgegenstände nicht mehr sicher seien. Ein Beamter würde dann Geld und Wertgegenstände abholen und sicher aufbewahren. Die falschen Polizisten gehen sehr geschickt vor, bauen bei ihren Anrufen erheblichen Druck auf und drohen sogar mit dem Gewahrsam. jhe

Die Polizei rät: 

Sollten Sie in Ihrem Display die Rufnummer 110 gegebenenfalls mit einer Vorwahl sehen, dann handelt es sich nicht um einen Anruf der Polizei! Wenn die Polizei tatsächlich anruft, erscheint nie die 110 bei Ihnen im Display. Legen Sie in einem solchen Fall auf. Gibt sich ein Anrufer als Polizist aus und fragt Sie über Besitzverhältnisse aus, legen Sie auf und wählen Sie den Notruf 110. Nutzen Sie auf keinen Fall die Rückwahl-Funktion und wählen Sie keine Vorwahl vor der Notrufnummer. Schildern Sie der Polizei Ihren Sachverhalt.

Polizeibeamte fragen Sie am Telefon nicht nach Bankdaten, Kontostand oder Inhalt von Schließfächern. Geben Sie Unbekannten keine Auskunft über Ihre Wertgegenstände und Besitztümer. Öffnen Sie unbekannten Personen nie die Tür. Informieren Sie Angehörige oder Nachbarn über die Geschehnisse und bitten Sie ruhig um Hilfe, notfalls über den Polizeinotruf 110.

Betrüger agieren äußerst geschickt und wechseln auch ihre Methode. Sie geben sich nicht nur als Polizisten aus, sondern unter Umständen als Staats- oder Rechtsanwälte. Oder sie verschaffen sich Zutritt zu Ihrem Haus, indem sie vorgeben, Mitarbeiter der Telekom, der Stadtwerke oder sonstiger Institutionen zu sein. Es gibt zahlreiche Varianten, wie Straftäter versuchen, ältere Menschen um ihre Ersparnisse zu bringen. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle unter der Rufnummer 0202/284-1801.

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