Bauphase soll Ende des Jahres beginnen

So soll der Sparkassen-Neubau am Neumarkt aussehen

Der Siegerentwurf für den Neubau der Stadt-Sparkasse stammt von einem Stuttgarter Architekturbüro.
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Der Siegerentwurf für den Neubau der Stadt-Sparkasse stammt von einem Stuttgarter Architekturbüro.

Das Rathaus steigt in die Bauleitplanung für das Großprojekt am Neumarkt ein.

Von Andreas Tews

Solingen. In einer gemeinsamen Sitzung werden sich der Stadtplanungsausschuss des Rates und die Bezirksvertretung Mitte übernächste Woche mit den Planungen für den Neubau der Stadt-Sparkasse am Neumarkt befassen. Mit einem ersten Beschluss wird die Politik die Bauleitplanung für das Großprojekt einleiten. In den Entwürfen präsentiert die Verwaltung der Politik auch Ansichten, die zeigen, wie die künftige Sparkassen-Hauptstelle aussehen soll.

Die Stadt-Sparkasse will sich von ihrer bisherigen Hauptstelle an der Kölner Straße trennen. Diese müsste aufwendig saniert werden. Außerdem ist sie für die künftigen Bedürfnisse der Sparkasse zu groß. Darum plant das Unternehmen einen Ersatzbau am Neumarkt. Dieser soll das Gebiet zwischen Neumarkt, Peter Knecht Straße, Kölner Straße und Max-Leven-Gasse ausfüllen. Die dort befindlichen Gebäude werden abgerissen. Die zweijährige Bauphase soll zum Jahreswechsel beginnen.

Solingen: Hauptstelle der Sparkasse bekommt repräsentativen Zugang vom Neumarkt

Kernstück des Neubaus auf dem 5200 Quadratmeter großen Areal soll die neue Hauptstelle der Sparkasse mit einem repräsentativen Zugang vom Neumarkt aus sein. Dessen Fassade soll sich in die Umgebung einfügen. In einer Stellungnahme spricht das Rathaus von einer „besonderen städtebaulichen und stadtgestalterischen Qualität“. In diesem Teil des Neubaus wird die Sparkasse ihre Hauptstelle und die Büros für ihre Mitarbeiter einrichten. Mit dem betreffenden fünfgeschossigen Baukörper sollen zwei weitere Gebäudeteile verbunden sein.

Ein weiterer Anbau an Neumarkt und Max-Leven-Gasse soll die dreigeschossige Bauweise umliegender Häuser aufnehmen. Der Trakt an Max-Leven-Gasse, Kölner Straße und Peter-Knecht-Straße ist mit vier Geschossen geplant. Die miteinander verbundenen Baukörper sollen jeweils einen Innenhof bilden.

Vor allem zur Kölner Straße hin sind nach Angaben der Stadtverwaltung 30 Wohnungen geplant. Dort will man eine gemischte Bewohnerstruktur erreichen. Die voraussichtlich 18 Zweieinhalb-Zimmer-Wohnungen sollen vor allem Senioren ansprechen. Die geplanten größeren Wohnungen seien vor allem für Familien mit Kindern geeignet. Beide Wohnungsarten werden nach Angaben der Stadtplaner benötigt. Sozialer Wohnungsbau mit öffentlicher Unterstützung ist nicht geplant.

Solingen: Gedenkstätte soll an ermordeten Max Leven erinnern

Zur Max-Leven-Gasse hin sehen die Planungen eine Gedenkstätte vor, in der unter anderem an den zur Zeit des Nationalsozialismus ermordeten Kommunisten und Journalisten Max Leven erinnert wird. Sie wird an der Stelle errichtet, an der jetzt das ehemalige Wohnhaus Levens steht.

Für Kunden, Mitarbeiter der Sparkasse, andere Besucher der Innenstadt und Bewohner soll eine zweigeschossige Tiefgarage Stellplätze für insgesamt 125 Autos bieten. 97 davon sind im ersten Untergeschoss für Besucher und Mitarbeiter vorgesehen. Weitere 28 sind im zweiten Untergeschoss für die künftigen Anwohner vorgesehen. Die Zufahrt soll am tiefsten Punkt der Max-Leven-Gasse liegen. Die Tiefgarage ersetzt den derzeitigen Parkplatz auf dem Areal, der 85 Plätze bietet.

Mit dem Neubau verbunden sind auch neue Verkehrsplanungen. Die werden zwar nicht unmittelbar in der Bauleitplanung geregelt, aber doch angestoßen. Diese sieht eine Verbreiterung der Max-Leven-Gasse vor. Über die – nicht mehr über die in Zukunft schmalere Peter-Knecht-Straße – soll künftig der meiste Verkehr laufen. Angestrebt ist, dass der Sparkassen-Neubau direkt an die Fußgängerzone auf dem Neumarkt angeschlossen sein wird. Über städtebauliche Verträge will die Stadt regeln, wie die Straßen und Plätze in diesem Bereich künftig aussehen sollen.

Keine Bürgerbeteiligung wegen Corona

Wegen der Corona-Krise fällt die Bürgerbeteiligung nach Rathaus-Angaben anders aus als geplant. Bürgerversammlungen wird es nicht geben. Informationen will die Stadtverwaltung im Internet, durch Aushänge im Rathaus und Briefwurfsendungen für Anwohner bieten. Reaktionen werden telefonisch oder per E-Mail entgegengenommen.

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