Konzept „City 2030“

Neues Management krempelt die City um

Carolin Helmes und Simon Flick sind die neuen Innenstadtmanager. Sie arbeiten von der Linkgasse aus. Foto: Stadt Solingen/Liane Rapp
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Carolin Helmes und Simon Flick sind die neuen Innenstadtmanager. Sie arbeiten von der Linkgasse aus.
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Carolin Helmes und Simon Flick, Experten für Innenstadtgestaltung, sollen mit den Anwohnern Ideen umsetzen.

Von Philipp Müller

Solingen. Die Solinger City hat ein neues Innenstadtmanagement. Carolin Helmes und Simon Flick vom Büro Höcker Project Managers aus Köln kümmern sich von der Linkgasse aus um die Belange rund um das Konzept „City 2030“. Die beiden wollen dabei in den Räumen des Coworking-Spaces und außerhalb mit den Menschen in der Innenstadt gemeinsam vorhandene Ideen weiterentwickeln und in die Tat umsetzen.

Das Duo ist dabei Partner der Stadtentwicklung im Rathaus. Man habe die Position des Innenstadtmanagements neu ausgeschrieben, um neue Impulse für die kommenden Jahre zu setzen, erklärte Miriam Macdonald von der Stadt bei der Vorstellung der beiden Experten für moderne Innenstadtgestaltung.

Stadtdirektor Hartmut Hoferichter (parteilos) betonte, für das Kölner Büro sei ein mehrjähriger Einsatz geplant, denn das Konzept „City 2030“ sei nicht in zwei bis drei Jahren umgesetzt. Trotzdem versicherten Helmes und Flick, Tempo in ihre Aktionen zu bringen. Das werde auch gelingen, weil sie als ersten Eindruck eine positive Überraschung erlebt hätten. „In Solingen sind im Gegensatz zu anderen Städten die Akteure in der Innenstadt gut vernetzt und arbeiten nicht einzeln an ihren Projekten“, sagte Carolin Helmes. Es gehe darum, das vorhandene Konzept jetzt mit Leben anzufüllen und umzusetzen, ergänzte Simon Flick zum Aufgabenbereich.

Corona spielt aber auch dabei eine Rolle. Vieles laufe seit einem Monat – so lange sind die beiden bereits aktiv – noch über digitale Kommunikationskanäle. Aber lasse es die Pandemie zu, wollen die zwei vom Kölner Planungsbüro am Montag, Mittwoch und Donnerstag vor Ort Ansprechpartner an der Linkgasse sein.

„Es wird bedeutsame Veränderungen und Verbesserungen in der City geben.“
Hartmut Hoferichter, Dezernent

Das Aufgabenfeld ist da gewaltig. Auf 125 Seiten ist das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept (ISEK) beschrieben. Hoferichter, der auch Baudezernent der Stadt ist, sagte zum generellen Ansatz des Konzepts: „Es wird bedeutsame Veränderungen und Verbesserungen in der City geben.“ Es komme jetzt darauf an, die Menschen in der Innenstadt an der Verwirklichung des Konzepts zu beteiligen.

Auf rund 38 Millionen Euro hatte die Stadt das Gesamtvolumen der Investitionen geschätzt, die bis 2030 – mit Hilfe von Fördergeld – seitens des Rathauses in den City-Umbau gesteckt werden sollen. Die ersten 1,3 Millionen sollen in Kürze fließen, die Zusage gibt es seit September. Die Summe aus dem „Sofortprogramm Stärkung der Innenstädte“ soll in die Koordination des Konzepts und die Kommunikation gesteckt werden. „Es geht dabei um ein Gemeinschaftswerk“, betonte Hoferichter. Der Wunsch: Die City krempeln alle zusammen um.

Helmes und Flick haben 2021 für schnelle Projekte noch Geld aus dem Verfügungsfond, der aus dem Vorgängerkonzept „City 2013“ stammt und nicht ausgeschöpft wurde. Miriam Macdonald bezifferte dies auf insgesamt 123 000 Euro. Mit einem Haken: Für jeden Euro müssen noch 50 Cent Eigenmittel aufgebracht werden. Im Programm „City 2030“ soll der Fond mit 300 000 Euro angefüllt werden. „Für 2021 ist eine Summe von 30 000 Euro beantragt“, erläuterte Macdonald. Die Bewilligung werde im Sommer 2021 erwartet.

Aufgabenbereich

Carolin Helmes und Simon Flick sind Ansprechpartner und Berater in einer Funktion. Sie haben Händler, Gastronomen, Gewerbetreibende und Eigentümer im Blick. Gemeinsam wollen sie Konzeptideen planen. Dann begleiten sie zudem Aktivitäten, die die Innenstadt stärken und beleben. Dazu gibt es Geld aus dem Verfügungsfond. Der kann für Kultur, aber auch Verbesserungen der Freizeitangebote eingesetzt werden. Kontakt:

info@city2030-solingen.de

Im Zuge des geplanten Neubaus der Stadt-Sparkasse beschäftigt die Politik weiter die Frage, wie das Verkehrskonzept in der Innenstadt rund um den Neumarkt konkret gestaltet werden soll.

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