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Corona: 7-Tage-Inzidenz steigt auf 219,6 - 2 weitere Todesfälle

Corona-Tests, der Personaleinsatz in Gesundheits- und Ordnungsamt sowie Einbußen beim Kulturbetrieb kosten viel Geld. Archivfotos: Christian Beier
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Corona-Tests, der Personaleinsatz in Gesundheits- und Ordnungsamt sowie Einbußen beim Kulturbetrieb kosten viel Geld. 

Hier finden Sie die neuesten Informationen zu Entwicklungen rund um das Coronavirus in Solingen: Unser Live-Blog wird laufend aktualisiert.

  • Die 7-Tage-Inzidenzzahl (Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen) steigt in Solingen weiter an.
  • Seit Beginn der Pandemie sind bisher 15 Solinger im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion verstorben.
  • Ein aktueller Überblick über die Corona-Lage in Solingen.

Welche Beschränkungen wegen des Coronavirus gelten aktuell in Solingen? Das haben wir für Sie in einem Artikel zusammengefasst, den Sie hier finden: Ein Überblick über die Corona-Regeln in Solingen.

Dies ist der vierte Teil unseres Coronavirus-Blogs für Solingen. Unsere älteren Blogs können Sie noch nachlesen: Hier finden Sie Teil 3, hier geht es zum zweiten Blog und hier zum allerersten.

+++24. Oktober, 13.15 Uhr+++ 7-Tage-Inzidenz steigt auf 219,6

Solingen. Aktuell sind 434 Personen nachgewiesen infiziert, 24 Patienten werden derzeit stationär behandelt, die übrigen ambulant betreut. Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie in Solingen bisher 1304 bestätigte Fälle gemeldet. 855 Menschen sind wieder genesen. 15 mit dem Virus infizierte Menschen sind bisher verstorben. In den letzten sieben Tagen sind insgesamt 358 Corona-Neuinfektionen festgestellt worden. Damit entfallen 219,6 neue Fälle auf je 100.000 Menschen, die in der Klingenstadt leben. In Quarantäne befinden sich derzeit insgesamt 1.669 Personen, 7.201 konnten die Quarantäne inzwischen verlassen.

+++17.50 Uhr+++ Die wichtigsten Regeln rund um Corona im Überblick

Solingen. Aufgrund hoher Corona-Infektionszahlen in der Klingenstadt gelten seit dem 10. Oktober strengere Regeln, die am 17. Oktober verschärft und am 20. Oktober erneut angepasst wurden. Eine weitere Ausweitung oder Verschärfung sei laut Stadtverwaltung in der aktuellen Situation jederzeit möglich – in Solingen gilt „Gefährdungsstufe 2“, die derzeit höchste laut Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) NRW.

+++15.50 Uhr+++ Inzidenz steigt auf 194,5 - 2 weitere Todesfälle

Solingen. Aktuell sind 399 Personen nachgewiesen infiziert, 23 Patienten werden derzeit stationär behandelt, die übrigen ambulant betreut.Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie in Solingen bisher 1235 bestätigte Fälle gemeldet. 821 Menschen sind wieder genesen. 15 mit dem Virus infizierte Menschen sind bisher verstorben. Bei den Verstorbenen handelt es sich um zwei Männer, die 1931, bzw. 1944 geboren wurden. In den letzten sieben Tagen sind insgesamt 317 Corona-Neuinfektionen festgestellt worden. Damit entfallen 194,5 neue Fälle auf je 100.000 Menschen, die in der Klingenstadt leben. In Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie in Solingen bisher 1235 bestätigte Fälle gemeldet. befinden sich derzeit insgesamt 1802 Personen, 6931 konnten die Quarantäne inzwischen verlassen.

Welzel richtet Appell an alle Solinger

Solingen. Die zweite Welle der Pandemie breitet sich in fast allen deutschen Städten aus, doch in Solingen sind die Infektionszahlen besonders hoch. Wie das Gesundheitsamt der Stadt mitteilt, gibt es aber nicht das besondere Ereignis, den einen Krankheits- und Ausbreitungsherd. Das Ansteckungsgeschehen sei kleinräumig: Es sei die Familie, der Freundeskreis, die Hobbysportmannschaft, in der die Solinger sich derzeit vor allem anstecken.

Der Solinger Ordnungs- und Rechtsdezernent Jan Welzel nimmt die aktuellen Fallzahlen zum Anlass, noch einmal einen Appell an die Solinger zu richten: „Die aktuelle Zahl von Neuinfektionen in Solingen muss uns alle beunruhigen. Da das Ansteckungsgeschehen nicht zuletzt in unseren Familien und in unserem privaten Umfeld stattfindet, haben wir es auch in der Hand, zur Eindämmung der Pandemie beizutragen. Halten Sie Abstand, lüften Sie regelmäßig, waschen Sie regelmäßig die Hände gründlich und, ja, laden Sie weniger Gäste nach Hause an als sonst. Verschieben Sie größere Feiern auf bessere Zeiten. Verschärfte Regeln für das öffentliche Leben sind erst am vergangenen Wochenende durch das Land Nordrhein-Westfalen und Allgemeinverfügungen der Stadt in Kraft gesetzt worden. Es gibt jetzt die Maskenpflicht in den Fußgängerzonen und belebten Straßen, die Zahl der Teilnehmenden an Veranstaltungen ist begrenzt, eine Sperrstunde in der Gastronomie angeordnet worden. Der nächste Schritt wäre, noch stärker in das private Leben einzugreifen. Es wird diskutiert, den privaten Sportbetrieb einzuschränken oder auch die Zahl der Gäste zu reglementieren, die die Solinger in ihren vier Wänden empfangen, so wie andere Städte das bereits vollzogen haben. Derartig weitgehende Eingriffe in Grundrechte wollen wir nicht leichtfertig beschließen: Wir wollen den Maßnahmen, die erst vor einer Woche in Kraft gesetzt wurden, Zeit geben zu wirken. Die Stadt ist Herr des Geschehens, was die Betreuung von Menschen in Quarantäne und die Recherche der Kontakte angeht. Wir bauen die Zahl der Kräfte stetig weiter aus, wie es die Lage erfordert. Die Mannschaft für das kommende Wochenende steht. Das Testzentrum in Bethanien leistet hervorragende Arbeit und ist noch nicht an der Kapazitätsgrenze angelangt. Aber ich bitte auch Sie herzlich: Nehmen Sie die Pandemie ernst. Es liegt an jedem von uns, der Ausbreitung der Virusinfektion entgegenzutreten.“

+++23. Oktober, 12 Uhr+++ Veranstalter sagen Termine ab

Solingen. Mehrere Veranstalter haben aufgrund der Corona-Lage in Solingen Termine abgesagt. So findet der für Samstagabend geplante Nachtwächtertreff in Wald nicht statt. Ebenfalls fallen die Workshops im Monkeys Probenraumhaus aus. Dieses und kommendes Wochenende wollten Profis Nachwuchsmusiker coachen. Vorerst werden im Monkeys gar keine Veranstaltungen stattfinden, dazu zählen auch die Jamsessions. Ebenfalls wird es in diesem Jahr keine Fahrten mehr mit den historischen O-Bussen geben. Das teilte das Team vom O-Bus-Museum Solingen mit. Die Stadtrundfahrten „Bitte durchrücken“ am Sonntag entfallen daher ersatzlos – leider könnten auch die beliebten Nikolausfahrten nicht stattfinden. „Gemeinsam hoffen wir auf eine schönere Saison 2021 sowie auf das Jubiläumsjahr 70 Jahre O-Bus/125 Jahre E-Mobilität im ÖPNV 2022“, schreibt das Team. ww.obus-museum-solingen.de

+++18.30 Uhr+++ Schulen, Kitas und Gaststätten sind nicht das Problem

Solingen. „Der Anstieg der Zahlen bereitet uns zwar Sorge“, sagt der Beigeordnete Jan Welzel (CDU), „aber das Gesundheitsamt hat die Nachverfolgung der Infektionen gut im Griff.“ Inzwischen ist das Team um Leiterin Dr. Annette Heibges auf rund 100 Mitarbeiter der Verwaltung aufgestockt. Knapp 60 Kräfte wurden jüngst im Theater und Konzerthaus für die neue Aufgabe geschult.

+++15.40 Uhr+++ Die aktuellen Corona-Zahlen für Solingen

Solingen. Aktuell sind 357 Personen nachgewiesen infiziert, 22 Patienten werden derzeit stationär behandelt, die übrigen ambulant betreut. Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie in Solingen bisher 1137 bestätigte Fälle gemeldet. 767 Menschen sind wieder genesen. 13 mit dem Virus infizierte Menschen sind bisher verstorben. In den letzten sieben Tagen sind insgesamt 257 Corona-Neuinfektionen festgestellt worden. Damit entfallen 157,7 neue Fälle auf je 100.000 Menschen, die in der Klingenstadt leben. In Quarantäne befinden sich derzeit insgesamt 1907 Personen, 6615 konnten die Quarantäne inzwischen verlassen.

Stadt verstärkt Telefonteams für Recherche und Quarantänebegleitung

Solingen. 357 Solinger sind aktuell nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, weitere 1550 befinden sich Quarantäne. Damit ist der Inzidenzwert (Neuinfektionen der letzten 7 Tage bezogen auf 100.000 Einwohner) auf 157,7 gestiegen. 22 Menschen werden inzwischen stationär behandelt. Aber 767 haben seit Beginn der Pandemie ihre Erkrankung überstanden, insgesamt 6615 konnten die Quarantäne verlassen. „Der Anstieg der Zahlen bereitet uns zwar Sorge“, sagt Beigeordneter Jan Welzel, „aber das Gesundheitsamt hat die Nachverfolgung der Infektionen gut im Griff.“ Inzwischen ist das Team um Leiterin Dr. Annette Heibges auf rund 100 Mitarbeiter der Verwaltung aufgestockt. Knapp 60 Kräfte wurden jüngst im Theater und Konzerthaus für die neue Aufgabe geschult. Am Telefon übernehmen sie die Recherche von Kontaktpersonen und halten den Kontakt zu Menschen in Quarantäne. Inzwischen wird von fünf Stellen aus kommuniziert: Telefonteams sitzen im Rathaus Walter-Scheel-Platz 3, im Rathaus-Altbau, im kleinen Konzertsaal des Theaters und Konzerthauses, neuerdings auch in der Bonner Straße 100 und im ehemaligen Bürgerbüro Mummstraße 10. Zusätzlich werden ab Freitag die Mitarbeiter des Bergischen Servicecenters täglich bis zu 300 Telefonate in Sachen Corona übernehmen.

In der Testzentrale an der Lungenfachklinik Bethanien wurden am Mittwoch 270 Menschen getestet, 4 Mitarbeiter der Stadtverwaltung unterstützen inzwischen dort die Telefonhotline. Auch dort wird die Lage beherrscht, signalisiert die Klinik. Extreme Wartezeiten gibt es nicht. Derzeit wird ein zweiter Testzugang für Menschen mit Krankheitssymptomen eingerichtet, damit sie sich nicht in der Schlange für alle Testwilligen einreihen müssen.

Der Corona-Krisenstab der Stadt, dem der Oberbürgermeister, die Beigeordneten und weitere Führungskräfte der eingebundenen Dienste angehören, appelliert an die Bürger, vorsichtig zu sein. Auch in Solingen bestätigt sich, was der Chef des Robert-Koch-Instituts am Donnerstagmorgen in der Pressekonferenz in Berlin gesagt hat: „Der Kontakt in
den Familien ist gefährlicher als eine Übernachtung im Hotel.“ Die meisten Infektionen geschehen im privaten Umfeld, wo man sich sicher fühle und entsprechend weniger auf Hygienemaßnahmen wie Abstand, Mundschutz, Händewaschen und ausreichendes Lüften der Räume achte. Deshalb gehen die meisten Infektionen tatsächlich auf das private Umfeld zurück.

Zuletzt hatte in Solingen ein infizierter Hobby-Fußballer gleich sechs Sportkollegen angesteckt. Künftig werden die Rechercheteams des Gesundheitsamtes deshalb noch detaillierter nachhaken:. „Je genauer wir wissen, wo und wie Menschen sich infiziert haben, umso besser können Information, Verhütung und Bekämpfung werden.“, sagt Jan Welzel. Bekannt sei schon jetzt, dass Kitas, Schulen und auch Gaststätten bei der Weitergabe des Virus eine sehr untergeordnete Rolle spielen.

+++22. Oktober, 14 Uhr+++ Hochzeitsmesse ist abgesagt

Solingen. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen ist die ursprünglich für den 8. November in der Alten Schlossfabrik auf der Stadtgrenze geplante Hochzeitsmesse „Spirit of Wedding“ abgesagt worden. Das Event mit 40 Ausstellern werde auf 2021 verschoben, teilt Veranstalter Florian Unkel mit. Ein neuer Termin soll noch bekanntgegeben werden.

+++16.50 Uhr+++ Inzidenzwert steigt wieder

Solingen. Aktuell sind 345 Personen nachgewiesen infiziert, 20 Patienten werden derzeit stationär behandelt, die übrigen ambulant betreut. Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie in Solingen bisher 1107 bestätigte Fälle gemeldet. 749 Menschen sind wieder genesen. 13 mit dem Virus infizierte Menschen sind bisher verstorben. In den letzten sieben Tagen sind insgesamt 244 Corona-Neuinfektionen festgestellt worden. Damit entfallen 149,69 neue Fälle auf je 100.000 Menschen, die in der Klingenstadt leben. In Quarantäne befinden sich derzeit insgesamt 1907 Personen, 6349 konnten die Quarantäne inzwischen verlassen.

+++21. Oktober, 14 Uhr+++ Kirchen wollen Weihnachten improvisieren

Solingen. Die Corona-Pandemie und die Notwendigkeit, zu viele Menschen zeitgleich am selben Ort zu vermeiden, schneidet auch tief in die Advents- und Weihnachtszeit ein. Viele Gemeinden in Solingen haben begonnen, den traditionellen Veranstaltungen, die nicht stattfinden können, kreative Ideen entgegenzusetzen. Die Weihnachtszeit trotz Krise festlich und schön zu begehen, ist für evangelische wie für katholische Christen ein echtes Anliegen.

+++20. Oktober, 14.45 Uhr+++ 7-Tage-Inzidenz sinkt leicht auf 134,36

Solingen. Aktuell sind 290 Personen nachgewiesen infiziert, 17 Patienten werden derzeit stationär behandelt, die übrigen ambulant betreut. Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie in Solingen bisher 1050 bestätigte Fälle gemeldet. 747 Menschen sind wieder genesen. 13 mit dem Virus infizierte Menschen sind bisher verstorben. In den letzten sieben Tagen sind insgesamt 219 Corona-Neuinfektionen festgestellt worden. Damit entfallen 134,36 neue Fälle auf je 100.000 Menschen, die in der Klingenstadt leben. In Quarantäne befinden sich derzeit insgesamt 1551 Personen, 5426 konnten die Quarantäne inzwischen verlassen.

Maskenpflicht wird in Solingen ausgeweitet

Seit der vergangenen Woche ist Solingen ein Gebiet der „Gefährdungsstufe 2“. Die Gefährdungsstufen hat das Land NRW in seiner aktuellen Coronaschutzverordnung definiert. Daher gelten für die Solinger strengere Regeln als für die Gemeinden Nordrhein-Westfalens, die noch unter dem 7-Tages-Inzidenzwert von 35 liegen, der Schwelle für die Gefährdungsstufe 1. Stufe 2 beginnt bei 50, ein Wert, den Solingen Anfang Oktober überschritten und seither nicht wieder unterschritten. Laut Meldung des Gesundheitsamtes liegt der Wert am heutigen Tag bei rund 134. Für die Solinger bedeutet das unter anderem, dass auch in Fußgängerzonen und belebten öffentlichen Plätzen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden muss, dazu gehören Begrenzungen der Zahl von Teilnehmenden an Veranstaltungen, dazu gehört eine Sperrstunde für Gastronomen von 23 Uhr abends bis 6 Uhr morgens.

Heute wird im Laufe des Nachmittags eine weitere Verfügung erlassen, die präzisiert, wo die Maskenpflicht gilt. Sie greift die ersten Erfahrungen des Ordnungsdienstes und Hinweise aus der Bevölkerung auf: Außer den bekannten und durch entsprechende Schilder gekennzeichneten Fußgängerzonen in Solingen-Mitte und Solingen-Ohligs werden jetzt ausdrücklich noch die Busbahnhöfe in Mitte und Ohligs aufgenommen sowie der belebte Abschnitt der Mummstraße und der Kölner Straße zwischen Clemens-Galerien und Graf-Wilhelm-Platz sowie der Ohligser Marktplatz und die Friedrich- Ebert-Straße zwischen Kirche Wald und Walder Rathaus. Maskenpflicht galt bisher schon an den Bushaltestellen, weil hier die 1,50-Meter-Distanz nicht eingehalten werden kann.

Ausschließen kann derzeit auch niemand, ob es in den kommenden Wochen nicht zu weiteren Einschränkungen des öffentlichen und auch des privaten Lebens in Solingen kommt: Wuppertal und Hamm haben bereits die zulässige Zahl der Teilnehmenden an privaten Feiern auf 24 begrenzt. Der Krisenstab der Stadt Solingen, der dienstags und donnerstags tagt, beobachtet die Entwicklung, doch Rechtsdezernent Jan Welzel rät zur Besonnenheit: „Wir müssen den neuen Regeln auch einige Tage Zeit geben, um zu sehen, ob sie wirken. Wenn wir den Bürgern vorschreiben, wie viele Gäste sie in ihren eigenen Wänden empfangen dürfen, ist das ein bedeutender Eingriff in Grundrechte. Das kann nur das letzte Mittel sein, wenn die Infektionszahlen immer weiter steigen und sich nicht anders senken lassen.“

Gleichzeitig baut die Stadt ihre Telefonteams für Quarantäne und Recherche beim Gesundheitsamt weiter aus. Bestand der Stadtdienst Gesundheit vor der Pandemie aus rund 35 Mitarbeitern wurde er aufgrund der Krise bereits zur Mitte des Jahres um 17 weitere befristete Stellen aufgestockt. Inzwischen ist er durch Abordnung von Mitarbeitern anderer Ämter auf über 60 Köpfe angewachsen. Seit gestern werden weitere 30 Rathauskräfte für den telefonischen Corona-Einsatz geschult. Als provisorisches Schulungszentrum dient bis auf weiteres der Kammermusiksaal im Theater und Konzerthaus. Der Krisenstab bereitet sich darauf vor, die Rechercheteams noch weiter aufzustocken, wenn es die Lage erfordert. In einem „rollierenden System“ soll sich eine Vielzahl von Verwaltungskräften miteinander abwechseln, d.h. an mehreren Tagen das Gesundheitsamt verstärken und die übrigen Tage am eigenen Arbeitsplatz arbeiten. Vorteil: es entsteht ein großer Pool an erfahrenen Telefonisten ohne weiteren
Schulungsaufwand.

+++14 Uhr+++ Inzidenzwert klettert in Solingen auf 136,2

Solingen. Aktuell sind 280 Personen nachgewiesen infiziert, 16 Patienten werden derzeit stationär behandelt, die übrigen ambulant betreut. Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie in Solingen bisher 1029 bestätigte Fälle gemeldet. 736 Solinger sind wieder genesen. 13 mit dem Virus infizierte Menschen sind bisher verstorben. In den letzten sieben Tagen sind insgesamt 222 Corona-Neuinfektionen festgestellt worden. Damit entfallen 136,2 neue Fälle auf je 100.000 Menschen, die in der Klingenstadt leben. In Quarantäne befinden sich derzeit insgesamt 1816 Personen, 6056 konnten die Quarantäne inzwischen verlassen.

Solingen: Erneut Corona-Fall in Kita - Quarantäne für alle Kinder und Mitarbeiter

Alle Kinder und Mitarbeiter einer Kita in Wald stehen für 14 Tage unter Quarantäne. Die Einrichtung ist für diese Zeit geschlossen. Auslöser ist ein Kind, das mit dem Coronavirus infiziert ist. Aufgrund des offenen Konzeptes, das auch aufgrund der personellen Situation weiter aufrecht erhalten werden musste, hat der Stadtdienst Gesundheit der gesamten Kita Quarantäne verordnet.

+++12.15 Uhr+++OB: „Viele kleine Zusammenkünfte“ führen zu hohen Zahlen+++

Der starke Anstieg der Corona-Zahlen in Solingen ist nach Angaben des Oberbürgermeisters nicht auf ein einziges zentrales Ereignis zurückzuführen. „Richtig passiert ist - ja fast leider - nichts“, sagt Tim Kurzbach (SPD) am Montag dem Radiosender WDR2. Es wäre viel leichter, wenn man sagen könne, es handle sich um eine betroffene Firma oder eine einzelne Begebenheit. In Solingen seien es aber „viele kleine Zusammenkünfte“ gewesen - etwa ein paar Jungs, die zusammen in einer Halle Fußball gespielt hätten. „Die sind jetzt alle infiziert.“

Aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen müssen Solinger Kneipen und Restaurants derzeit um 23 Uhr schließen. Gäste und Wirte haben Verständnis für den Versuch, Menschen zu schützen und Infektionszahlen zu verringern. Die Sperrstunde und verschärfte Kontaktbeschränkungen werden aber nicht als geeignetes Mittel gesehen. So erlebten Gäste und Wirte das Wochenende.

+++19. Oktober, 12.10 Uhr+++Kita-Kinder infiziert+++

In der städtischen Kita Hasseldelle sind zwei Kinder mit dem Covid-19-Virus infiziert, betroffen sind zwei Gruppen. Die Eltern sind laut Stadt am Sonntag informiert worden.

+++15.05 Uhr+++Wocheninzidenz steigt weiter an+++

Am Sonntag meldete die Stadt Solingen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 109,82 Fällen auf 100.000 Einwohner. Aktuell sind 255 Personen nachgewiesen infiziert, 1363 Personen befinden sich in Quarantäne. 13 Patienten werden stationär behandelt. Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie 979 bestätigte Corona-Fälle gemeldet.

+++17. Oktober, 13.20 Uhr+++Die aktuellen Zahlen für Solingen+++

Am Samstag meldete die Stadt 226 nachgewiesen infizierte Personen. 12 Patienten werden stationär behandelt. 1433 Solinger befinden sich in Quarantäne.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Samstag bei 104,7 neuen Fällen auf 100.000 Einwohner.

Corona in Solingen: Wocheninzidenz steigt weiter an

+++20.10 Uhr+++Keine Beschränkungen für private Feiern in privaten Wohnungen+++ 

Wie die Stadt am Freitagabend mitteilt, will sie vorerst noch keine ordnungsbehördlichen Beschränkungen für private Feiern in privaten Wohnungen veranlassen. Weil die Klingenstadt dem folgt, was zwischen dem nordrheinwestfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet und den Kommunen in einer Konferenz am Freitagmittag vereinbart worden ist. Demnach greift die neue NRW-Corona-Schutzverordnung nicht mit einer Regelung ins private Wohnungsrecht ein. 

+++15.30 Uhr+++Wocheninzidenz steigt weiter an+++Aktuell 204 Infizierte+++

In Solingen sind aktuell 204 Personen nachgewiesen mit dem Coronavirus infiziert. 13 Patienten werden stationär behandelt. In Quarantäne befinden sich derzeit insgesamt 1.376 Personen.

In den letzten sieben Tagen sind insgesamt 167 Corona-Neuinfektionen festgestellt worden. Damit entfallen 102,5 neue Fälle auf je 100.000 Menschen, die in der Klingenstadt leben.

+++13 Uhr+++Corona-Tests auch am Sonntag möglich+++

Wegen der hohen Nachfrage hat das Testzentrum an der Lungenfachklinik Bethanien sein Angebot ausgeweitet. Getestet wird nun auch sonntags von 9 bis 13 Uhr. Weitere Testzeiten: montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr.

Um vorherige telefonische Anmeldung wird gebeten: 0212/63 99 99.

+++16. Oktober, 7 Uhr+++ 17 bestätigte neue Corona-Infektionen

Solingen. Laut Robert-Koch-Institut gab es gestern in Solingen 17 bestätigte neue Corona-Infektionen. Auch weiterhin bleibt das Infektionsgeschehen in Solingen diffus, die Menschen stecken sich in ihrem Alltag an: in ihren Familien, im Verein, beim Friseur. Hotspots gibt es nicht.

+++19 Uhr+++Ab Samstag deutlich schärfere Regeln+++

Um die steigende Zahl der Corona-Neuinfektionen einzudämmen, hat die Bundeskanzlerin am Mittwochabend mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder neue Corona-Regeln vereinbart. Angesichts der weiter steigenden Zahlen in Solingen hat sich der Krisenstab der Stadt am Donnerstag darauf verständigt, diese Regeln für die Klingenstadt übernehmen zu wollen. Das teilte die Stadt jetzt mit. Folgende Regeln sollen ab Samstag gelten:

• Ausdehnung der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf öffentlichen Plätzen, an Bushaltestellen und in Fußgängerzonen. • Begrenzung der Zahl der Teilnehmer bei Veranstaltungen auf 100 Personen (Konzerte, Theater, Sportplätze, Sporthallen ...). Ausnahmen bedürfen eines mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzeptes • Einführung von Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum auf maximal 5 Personen, wenn sie nicht miteinander verwandt sind oder zu mehr als zwei Haushalten gehören. (Denn das ist die Regelung, die das Land bereits vor dem Gipfel am Mittwoch erlassen hat und von der daher vermutlich auch nicht abgerückt wird. Allerdings ist hier eventuell noch abzuwarten, was morgen vom Land kommt.) • Die verbindliche Einführung einer Sperrstunde für Gastronomiebetriebe, die zwischen 23 und 6 Uhr gilt, einschließlich eines generellen Außenabgabeverbotes von Alkohol. • Die weitergehende verbindliche Beschränkung der Teilnehmerzahlen für Feiern auf 10 Teilnehmer im öffentlichen Raum sowie auf 10 Teilnehmer aus höchstens zwei Hausständen im privaten Raum.

+++18 Uhr+++Feuerwehr ergreift neue Maßnahmen+++

Auch die Feuerwehr hat weitere Maßnahmen zur Eindämmung und Reduzierung der Ansteckungsgefahr während der derzeitigen Corona-Pandemie getroffen. Ein Alarm- und Einsatzplan dazu umfasse derzeit 37 Seiten, teilt die Stadtverwaltung mit. Zuletzt wurde dieser am 9. Oktober aufgrund der steigenden Zahlen überarbeitet.

Demnach sind alle dienstlichen Kontakte innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr oder den Einsatzeinheiten auf ein Minimum zu begrenzen. Ausbildungs- und Übungsdienste in den Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr werden deshalb ausgesetzt. Auch kameradschaftliche Aktivitäten sind untersagt und die Nutzung der Gerätehäuser ist nur aus zwingenden dienstlichen Gründen zulässig.

Zudem werden, wo immer es dienstlich möglich ist, möglichst viele Funktionsgruppen (innerhalb der Berufsfeuerwehr, innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr und zwischen Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr) getrennt. Dass Angehörige der Berufsfeuerwehr in ihrer Freizeit nicht bei der Freiwilligen aushelfen dürfen, gelte derzeit nicht, könnte aber bei einer Verschlimmerung der Lage ausgesprochen werden.to/kab

+++17 Uhr+++ Neue Besuchsregeln für Krankenhäuser – Laborauslastung – Maskenkontrollen

Solingen. Es gibt neue Besuchsregelungen in den Solinger Krankenhäusern. Für das Städtische Klinikum, die St. Lukas Klinik und die Lungenfachklinik Bethanien gilt ab morgen: Jede Patientin, jeder Patient darf jeweils von einer Person pro Tag für eine Stunde besucht werden. Das gilt für Wochentage ebenso wie für Sonn- und Feiertage. Unterschiedlich sind die zeitlichen Rahmen: Im Städtischen Klinikum dürfen Besuche von 15 bis 18 Uhr stattfinden, in der St. Lukas Klinik von 14 bis 16 Uhr und in Bethanien von 13 bis 19 Uhr. Diese Regeln sollen Patienten, medizinisches und pflegendes Personal so gut es geht vor einer Einschleppung des Corona-Virus schützen.

Coronatests in Solingen: Die Zahl der Corona-Tests ist nach wie vor hoch, teilt die Stadt mit. Allein am Mittwoch wurden in Bethanien 450 Personen auf das Virus getestet. Die Kapazität reiche aber derzeit noch aus, sagt Beigeordneter Jan Welzel. Das System funktioniere im Moment gut. Sollten die Infektionszahlen weiter steigen, könnten weitere Teststationen eingerichtet werden. Die Labore seien allerdings stark belastet, auch durch Reisewillige, die für eine Einreise in einige deutsche Bundesländer wie Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern einen negativen Test vorlegen müssen.

Solingen: Ordnungsdienst erhält Unterstützung für Maskenpflicht-Kontrolle

Maskenpflicht-Kontrolle: Beim Stadtdienst Ordnung wird der kommunale Ordnungsdienst derzeit aufgestockt. Kolleginnen und Kollegen anderer Verwaltungsbereiche sollen im Kommunalen Unterstützungsdienst dabei helfen, etwa die Einhaltung der Maskenpflicht in den Fußgängerzonen oder einer Sperrstunde für Gaststätten zu kontrollieren. Diese kann durch eine Vereinbarung verhängt werden, die die Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch mit den Landesministerpräsidentinnen und -präsidenten für Städte und Kreise mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 50 Neuinfektionen beschlossen hat.

+++13 Uhr+++ Einschränkung bei der Müllabfuhr+++Sechs Corona-Fälle bekannt+++

Die Stadt teilte am Donnerstagmittag mit, dass der Betrieb bei der städtischen Müllabfuhr nicht vollständig aufrecht erhalten werden könne. Inzwischen sind sechs Corona-Fälle bekannt, was zahlreiche Quarantänen zur Folge hat. Mitarbeiter aus anderen Fachbereichen würden die Müllabfuhr bereits unterstützen. Für die Solinger haben die Einschränkungen Konsequenzen. Die Stadt zählt auf:

• Ab Freitag, 16. Oktober, wird der Vollservice bei den grauen Müllbehältern bis auf Weiteres eingestellt. Die Anwohnenden müssen ihre Behälter selbst an die Straßenkante stellen und nach der Leerung wieder hereinziehen. Das betrifft auch die so genannten Kellerleerungen.

• Graue Tonnen, die am Mittwoch durch den Streik stehen geblieben sind, werden voraussichtlich nicht nachgeleert. Überhänge können am nächsten regulären Leerungstag neben die Behälter gestellt werden. Sie werden mitgenommen, sofern die übliche Restmüllsammlung aufrecht erhalten werden kann.

• Möglicherweise werden Restmüllbehälter im Stadtteil Aufderhöhe am Donnerstag (15.10.) nicht geleert. Die TBS streben die Nachleerung Anfang nächster Woche an.

• Sollten gelbe und blaue Behälter heute (15.10.) nicht planmäßig abgeholt werden, sollten sie einen weiteren Tag an der Straße stehen bleiben.

• Die Leerung von braunen Biotonnen ist aktuell eingestellt. Eine Nachleerung findet derzeit nicht statt.

Corona in Solingen: Sperrmüll wird erstmal nicht abgeholt

• Die Sperrgutabfuhr ist bis einschließlich Freitag, 23. Oktober, eingestellt. Die TBS melden sich dort, wo Termine bereits zugesagt wurden. Alternative Möglichkeiten zur Entsorgung bieten das Müllheizkraftwerk und das Entsorgungszentrum Bärenloch zu den üblichen Öffnungszeiten. Wenn das Anschreiben mit dem bestätigten Sperrmülltermin vorgelegt wird, kann dort gegen eine Pauschalzahlung von fünf Euro auch Sperrgut entsorgt werden. Wer aktuell einen neuen Antrag auf Sperrgutabfuhr stellt, muss sich auf längere Wartezeiten bei der Terminvergabe einstellen.

+++12.45 Uhr+++ Das sind die aktuellen Corona-Zahlen für Solingen +++ Sieben-Tage-Inzidenz jetzt bei 88,3 +++

Solingen. Aktuell seien in der Klingenstadt 166 Personen nachgewiesen infiziert, erklärt die Stadt. 13 Patienten werden stationär behandelt, die übrigen ambulant betreut. In Quarantäne befinden sich derzeit insgesamt 1.276 Personen. In den letzten sieben Tagen sind insgesamt 144 Corona-Neuinfektionen festgestellt worden. Damit entfallen 88,3 neue Fälle auf je 100.000 Menschen, die in der Klingenstadt leben.

+++11.40 Uhr+++ Neue Regeln kommen doch erst später

Solingen. Wie die Stadt am Morgen mitteilt, lässt sich der am Dienstag skizzierte Zeitplan im Hinblick auf eine neue Corona-Allgemeinverfügung für Solingen nicht mehr halten. Grund sind die beim gestrigen Corona-Gipfel in Berlin getroffenen Vereinbarungen zwischen der Kanzlerin und den MinisterpräsidentInnen. Durch diese Vereinbarung sind einzelne Punkte gefasst, die entweder über das hinaus gehen, was für Solingen angedacht war oder aber dahinter zurückbleiben. Manche Entscheidung seien zudem auch unscharf bis unbestimmt formuliert, so Pressesprecher Thomas Kraft.

Weitere Klärungen seien notwendig, um das neue Paket an Regelungen für Solingen klar, verlässlich und rechtssicher schnüren zu können. Dafür muss das Land NRW aber zuerst die Vorgaben mitteilen. Wann das geschehen wird, ist noch nicht einzuschätzen.

Solingen: Neue Corona-Regeln kommen mit etwas Vorlauf

Von daher ist es möglich, dass sich auch der Zeitpunkt eines Inkrafttretens einer Allgemeinverfügung für Solingen, geplant war der kommende Samstag, verschieben wird. Das Ziel der Stadt Solingen sei es, den Bürgerinnen und Bürgern einen gewissen Vorlauf zu gewähren, um sich auf die neuen Regeln einstellen zu können, so der Pressesprecher. Antworten auf Detailfragen könnten zurzeit auch nicht gegeben werden. kaz

+++8.20 Uhr+++ Stadt will strengere Regeln verkünden

Solingen. Am heutigen Donnerstag will die Stadt bekannt geben, wie genau die Corona-Regeln ab Samstag, 0 Uhr, verschärft werden. Anlass für die Veränderung sind Vorgaben des Landes NRW, die der Stadt aber einen gewissen Spielraum lassen. Klar ist: Es wird eine Sperrstunde für Gastronomie geben, Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und weniger Zuschauer etwa im Theater. Eine Übersicht über die aktuellen Corona-Regeln in Solingen finden Sie hier.

+++15. Oktober, 7 Uhr+++ 31 bestätigte neue Corona-Infektionen

Solingen. Laut Robert-Koch-Institut gab es gestern in Solingen 31 bestätigte neue Corona-Infektionen. Auch weiterhin bleibt das Infektionsgeschehen in Solingen diffus, die Menschen stecken sich in ihrem Alltag an: in ihren Familien, im Verein, beim Friseur. Hotspots gibt es nicht.

+++19.40 Uhr+++ Viele Schulen betroffen – Inzidenz liegt bei nahezu 85 – Quarantäne auf Rekordhoch

Von Björn Boch

Die Zahl der Corona-Infizierten in Solingen steigt weiter stark an. Mit 168 nachgewiesenen Infizierten hat die Stadt gestern Nachmittag so viele Fälle gemeldet wie noch nie seit Beginn der Pandemie – bereits die 136 Fälle vom Dienstag waren ein Höchstwert. Ebenfalls stark angestiegen ist die Sieben-Tage-Inzidenz – von 69,3 auf 84,7. Auf 100 000 Solinger kommen in den vergangenen sieben Tagen also fast 85 neu Infizierte. Die Inzidenzwerte, die für Lockerungen sorgen würden (unter 50 beziehungsweise unter 35), sind in weiter Ferne.

Dr. Annette Heibges, Leiterin des Solinger Gesundheitsamts, hatte gegenüber dem Tageblatt bereits angekündigt, dass die Zahlen wohl weiter steigen. Die Corona-Infektionen beziehen sich nicht mehr auf klar eingrenzbare Schwerpunkte, sondern auf viele Personen und Ereignisse in der ganzen Stadt, was viel Recherche für das Gesundheitsamt und viele Tests zur Folge hat.

Dass die Werte vor allem am Montag zunächst deutlich niedriger lagen – die Inzidenz lag bei 60,7 –, sei typisch für den Wochenbeginn, hieß es gestern aus dem Gesundheitsamt. Grund sei, dass es am Wochenende weniger Rückmeldungen aus den Laboren gebe.

„In den Laboren gibt es eine hohe Auslastung.“

Sabine Rische, Stadtsprecherin

Auch weiterhin bleibe das Infektionsgeschehen diffus, die Menschen steckten sich in ihrem Alltag an: in ihren Familien, im Verein oder beim Friseur, teilte die Pressestelle der Stadt mit. Damit bewahrheitet sich Heibges’ Einschätzung: „Da alle Personen, die zu einem positiv Getesteten Kontakt hatten, ebenfalls getestet werden, ist auch immer mit positiven Fällen im direkten familiären Umfeld zu rechnen.“

Corona-Infektionen in Solinger Schulen: Nun kommen die Testergebnisse

Vor den Herbstferien hatte es eine Reihe von Infektionen an Schulen gegeben. Diese schlagen sich jetzt mit dem Eintreffen der Testergebnisse in den Zahlen nieder. Die Testungen liefen in diesem Bereich weiter, einige Ergebnisse stünden noch aus, teilte die Stadt mit. Weitere positive Befunde könnten also bald folgen – „je nach Fortschritt der Recherche und Nachverfolgung der Kontaktpersonen“, so Stadtsprecherin Sabine Rische.

Auch das Warten auf Testergebnisse spiele derzeit eine Rolle: „In der Tat ist es so, dass es zu längeren Wartezeiten auf die Testergebnisse kommen kann. In den Laboren gibt es eine hohe Auslastung“, erklärte Rische. Unter anderem gibt es großen Andrang in Bethanien, weil viele Reisewillige einen negativen Test benötigen.

Betroffen sind aktuell mehrere Schulen: die Grundschulen Westersburg (1), Weyer (1) und Am Rosenkamp (1) sowie die Theodor-Heuss-Realschule (1) und das Friedrich-List-Berufskolleg (3). An der Grundschule Klauberg gibt es elf positive Testergebnisse. Sie betreffen zehn Kinder und einen Betreuer und „sind auf die gemeinsame Betreuung im Offenen Ganztag zurückzuführen“, so Rische. In Seniorenheimen und Kindertagesstätten gibt es derzeit keine neuen Meldungen.

Vier Corona-Fälle bei den Müllwerkern und Quarantänen im Team führen zu Einschränkungen bei der Müllabfuhr. So müsse noch geklärt werden, wann graue und braune Tonnen, die am Dienstag stehen geblieben sind, nachgeleert werden können.

Corona in Solingen: Sperrgutabfuhr wird für diese und nächste Woche eingestellt

Die Sperrgutabfuhr wird zunächst eingestellt. Für alle Termine, die für diese und nächste Woche bestätigt waren, müssen neue Vereinbarungen getroffen werden. Wer die Sperrgutabfuhr jetzt beantragen möchte, muss sich auf längere Wartezeiten einstellen. Die Technischen Betriebe informieren zeitnah zum weiteren Vorgehen, so die Stadt.

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