Wichtige Schutzmaßnahmen

Maskenpflicht in Solingen wird gut angenommen

Donnerstag, 12 Uhr, am Graf-Wilhelm-Platz: Die Solinger halten sich an die Maskenpflicht. Foto: Michael Schütz
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Donnerstag, 12 Uhr, am Graf-Wilhelm-Platz: Die Solinger halten sich an die Maskenpflicht. 

Seit Dienstag müssen Mund und Nase in ausgeweiteten Bereichen in Mitte, Wald und Ohligs bedeckt werden.

Von Katharina Birkenbeul

Solingen. Die Schilder, die auf die Maskenpflicht hinweisen, hängen. Zu sehen ist darauf der Umriss eines Kopfes mit Maske, umrandet von einem roten Kreis. Das ST hat sich deshalb in Wald, Mitte und Ohligs umgeschaut, wie die neuen Regeln von den Solingern umgesetzt werden. Obwohl immer noch einige ohne Mund-Nase-Bedeckung durch die Innenstadt gehen, scheint es, als würde die Maskenpflicht von den Solingern insgesamt gut angenommen werden.

Die Stadt hatte am Dienstag die Ausweitung der Maskenpflicht auf besonders belebte Bereiche auch außerhalb der ausgewiesenen Fußgängerzonen in Mitte, Wald und Ohligs beschlossen: Mummstraße und Kölner Straße von den Clemens-Galerien bis zum Hofgarten einschließlich Neumarkt und Graf-Wilhelm-Platz, Friedrich-Ebert-Straße zwischen Kirche und Rathaus sowie Ohligser Markt.

In Mitte hängen die Schilder an fast jedem Zugang zum maskenpflichtigen Bereich. Diese sind aber nur schwer an den Laternenpfählen zu erkennen. Auf der Mummstraße und der Kölner Straße in Mitte laufen deswegen zahlreiche Menschen ohne Mund-Nase-Maske durch die Straßen. Ordnungsbeamte, die die Solinger darauf aufmerksam machen, sind nicht zu sehen.

„Vorsicht ist besser als Nachsicht. Die Leute, die sich schützen wollen, informieren sich.“
Birgit Oberheuser in Ohligs

„Ich wusste nicht, dass auch an anderen Stellen, außer auf der Hauptstraße, die Maskenpflicht gilt“, erklärt einer der Passanten auf den Hinweis, dass dies nun auch im erweiterten Bereich gilt, während er die Maske über die Nase zieht. „Die Schilder müssten auch besser sichtbar sein.“ Dennoch finde er den Schritt der Stadt gut und notwendig.

In Ohligs gibt es ein anderes Bild. Obwohl dort um die Mittagszeit noch nicht ein einziges Schild hängt, das auf die Maskenpflicht hinweist, scheint die Information bei allen angekommen zu sein und vor allen Dingen angenommen zu werden. Birgit Oberheuser, die gerade aus einem der Läden kommt, findet die Ausweitung der Maskenpflicht richtig: „Vorsicht ist besser als Nachsicht. Die Leute, die sich und andere Leute schützen wollen, informieren sich auch dementsprechend, da braucht es keine Hinweisschilder“, sagt sie. „Ich finde das sehr gut“, ist sich auch ein Mann mittleren Alters sicher. Auch er habe sich vorab anderweitig über die neuen Corona-Regeln informiert. Zwei Ordnungsbeamte beobachten die Leute auf der Düsseldorfer Straße. Als ein Passant ohne Mund-Nase-Maske an ihnen vorbeigeht, sagen sie allerdings nichts.

Zwischen der Kirche und dem ehemaligen Rathaus auf der Friedrich-Ebert-Straße, gilt die Maskenpflicht in Wald. Die wenigen Menschen, die gestern während der Mittagszeit dort einen Laden aufsuchen, tragen allesamt Masken. Dort weisen sowohl auf Höhe der Haltestelle Wald Mitte und auf Höhe der Kirche jeweils drei Schilder auf die Maskenpflicht hin. Auch wenn es nicht allzu voll ist, hält eine Fußgängerin die Maßnahme für sinnvoll: „Ich finde, es sollte in der ganzen Stadt Maske getragen werden, nicht nur auf vereinzelten Straßen. Das Virus wird auch anderswo verteilt.“

Corona-Fallzahlen der Stadt Solingen

Verstöße und Sanktionen

Mehr als 1500 Bußgeldverfahren hat die Stadt seit Beginn der Pandemie eingeleitet. Rund 1000 seien auf Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen im Frühjahr zurückzuführen. Seit Sommer seien viele Gewerbetreibende von Verfahren betroffen. „Wir verhalten uns aber situationsangepasst“, betont Stadtsprecherin Birgit Wenning. Es sei ein Unterschied, ob ein Betrieb schon negativ aufgefallen sei – oder ob ein neuer Mitarbeiter angelernt werde und noch nicht alles wisse. Auch beim Thema Maskenpflicht setzt die Stadt auf Aufklärung. Bußgeld droht vorerst nur, wenn eine Person sich trotz Aufforderung weigert, eine Maske zu tragen.

Standpunkt: Ein großes Lob

Von Katharina Birkenbeul

katharina.birkenbeul@solinger-tageblatt.de

Die Corona-Zahlen in der Klingenstadt steigen weiter an. Leider. Damit ist es für die Stadt auch zwingend notwendig, strengere Regeln durchzusetzen. Das hat der Krisenstab mit einer Ausweitung der Maskenpflicht auf besonders belebte Bereiche auch außerhalb der ausgewiesenen Fußgängerzonen am vergangenen Dienstag gemacht. Seitdem sind also nur zwei ganze Tage vergangen, in denen sich die Solinger an die neuen Regeln gewöhnen konnten. 

Dafür, dass immer weniger Menschen Verständnis für die einzuhaltenden Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus haben – weil sich manche wünschen, endlich mal wieder unbeschwert mit der Familie zusammenkommen zu können, andere nicht mehr um ihre Existenz bangen wollen oder aus anderen persönlichen nachvollziehbaren Gründen –, haben die Solinger die erweiterte Maskenpflicht schnell umgesetzt und sprechen sich auch dafür aus. Klar sind die notwendigen Hygienemaßnahmen, die die Stadt anordnet, gesetzlich verpflichtend, dennoch sollten die Menschen in der Klingenstadt dafür auch einmal gelobt werden. 

Die neuesten Nachrichten rund um das Corona-Virus finden Sie hier: Unser Blog für Solingen wird laufend aktualisiert.

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