Weltkriegsbombe in Gräfrath

Liveticker: Bombe ist entschärft

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Zweite Weltkriegsbombe muss nicht entschärft werden. Sie hat sich über die Jahre im Untergrund aufgelöst. Die Entschärfung der Bombe hat gegen 17.50 Uhr begonnen.

+++ AKTUALISIEREN+++

Von der Evakuierung berichten Andreas Tews, Hans-Peter Meurer, Philipp Müller, Andreas Kratz und Verena Willing

+++Hier endet unser Ticker+++

  • 19.03 Uhr: Die Bombe konnte erfolgreich entschärft werden. In den nächsten Minuten können die Anwohner in ihre Häuser zurückkehren; die Straßen werden wieder für den Verkehr freigegeben. Erleichtert verlassen die Gräfrather Bürger das Kunstmuseum. Die Bombe wird bereits vom Kampfmittelräumdienst abtransportiert.
  • 18.44 Uhr: Die Entschärfung der Bombe dauert an. Der Zünder ist schwer zu erreichen. Das hatte Stadtsprecher Thomas Kraft schon am nachmittag deutlich gemacht. Immer wieder würde Erde auf den freigelegten Zünder nachrutschen. Wasser laufe in die Grube.
  • 18.40 Uhr: Das ganz große Verkehrschaos bleibt aus. Vor dem Kunstmuseum rollt der Verkehr auf der Wuppertaler Straße. Auch die Melanchthonstraße ist nicht überlastet.
  • 17.52 Uhr: Die Entschärfung der Bombe hat soeben begonnen.
  • 17.46 Uhr: Noch immer halten sich Personen im Sperrgebiet auf. Die Entschärfung verzögert sich dadurch. Derweil kommen immer mehr Anwohner ins Kunstmuseum.
  • 17.27 Uhr: Da sich bei Kontrollen ergeben hat, dass sich nach wie vor Personen im gesperrten Gebiet aufhalten, konnte die Entschärfung noch nicht beginnen. Das soll aber gleich passieren.
  • 17 Uhr: Polizei und Ordnungsamt haben die Straßen in Gräfrath für den Verkehr gesperrt. Erste Rückstaus bildeten sich bereits eine halbe Stunde zuvor. Autofahrer sollten den Bereich weiträumig umfahren.
  • 16.28 Uhr: Die zweite Bombe wurde geborgen und muss nicht entschärft werden. Sie hat sich im Laufe der Jahre im Untergrund aufgelöst. Das heißt, dass es bei der Entschärfung einer Bombe um 18 Uhr bleibt.  

Zweite Bombe muss nicht entschärft werden

  • 16.26 Uhr: Im Kunstmuseum halten sich inzwischen etwa 30 Anwohner auf. Sie sind zwischen 9 und 85 Jahre alt. 
Im Kunstmuseum halten sich inzwischen etwa 30 Anwohner auf.
  • 16.24 Uhr: Stadtsprecher Thomas Kraft beruhigt schon einmal vorab: Wenn während der Entschärfung nach 18 Uhr ein Knall zu hören sein wird, dürfte es sich höchstwahrscheinlich nicht um die Bombe selbst handeln. Lediglich der Zünder werde nach dem Ausbau kontrolliert gesprengt.
  • 16.07 Uhr: Immer mehr Menschen kommen jetzt ins Kunstmuseum
  • 16 Uhr: Mitarbeiter des Ordnungsamtes patrouillieren durch die Gassen. 
  • 15.55: Ein Bagger ist am Roggenkamp im Einsatz, wo die zweite Bombe vermutet wird. 
  • 15.45 Uhr: „Die Polizei wird mit zwölf Beamten die verkehrslenkenden Maßnahmen begleiten“, erklärt Polizeisprecherin Anja Meis. Um 17 Uhr wird der enge Radius rund um den Bombenfund für den Verkehr gesperrt. Betroffen sind vor allem die Straßen Roggenkamp (Zubringer zur A 46) und die Wuppertaler Straße. Zugleich appelliert Meis an alle: „Wer nach 17 Uhr nicht unbedingt nach Gräfrath muss, sollte dort nicht mehr hinfahren!“ Im Berufsverkehr wird erwartet, dass die Ausweichstrecken schnell überlastet sein werden.

Um 17 Uhr wird  gesperrt

  • 15.22 Uhr: Die Bergung der zweiten Fliegerbombe, vermutlich ebenfalls eine englische Bombe mit Aufschlagzünder, gestaltet sich äußerst schwierig, wie Stadtsprecher Thomas Kraft soeben mitteilt. Man will aber trotzdem versuchen, auch diese Bombe noch am heutigen Tag zu entschärfen. Ob dies gelingt, ist derzeit noch nicht sicher.
  • 15.18 Uhr: Die Polizei ist mit fünf Funkstreifen und zwei Motorrädern im Einsatz. Die Feuerwehr hat ebenfalls zwei geländefähige Maschinen im Einsatz, mit denen sie die von Spaziergängern genutzten Randstreifen und die Trasse kontrolliert.
  • 15.15 Uhr: In den Firmen im Gewerbegebiet Piepersberg wird unterdessen weitergearbeitet, aber auch sie müssen bis 16 Uhr ihre Produktionsstätten verlassen haben. Viele Firmen, die in Schichtdienst arbeiten, haben bekanntgegeben, dass sie die Nachtschicht ab 22 Uhr wieder normal fahren werden. Nur die Firma Item, die am Rand des Gewerbegebietes liegt, ist von der Evakuierung ausgenommen.
Sperren stehen an der Einfahrt zum Piepersberg bereit. Im Gewerbegebiet ist noch alles ruhig.
  • 15.08 Uhr: Auch die Korkenziehertrasse, die vom Kunstmuseum an der Wuppertaler Straße bis nach Haan führt, wurde inzwischen gesperrt.
  • 15.06 Uhr: Das Ordnungsamt ist mit 40 Kräften im Einsatz und kontrolliert derzeit noch einzelne Häuser am Rande der Gräfrather Altstadt.
Mitarbeiter des Ordnungsamtes informieren die Anwohner in Gräfrath.

Weltkriegsbombe: Evakuierung in Gräfrath

Ein Gebiet 600 Meter rund um den Fundort nahe dem Gewerbegebiet Piepersberg solle bis 16 Uhr geräumt sein, kündigt Stadtsprecher Thomas Kraft an. Betroffen sind rund 1200 Anwohner und mehr als 300 Betriebe. Die Entschärfung wird sich bis in die Abendstunden hinziehen.

Spätestens um 17 Uhr sollen auch die Straßensperren stehen. Dies gilt unter anderem für den Autobahnzubringer Roggenkamp und die Wuppertaler Straße (B 224). Im Berufsverkehr ist deswegen mit Staus rund um Gräfrath zu rechnen. Mit der Entschärfung selbst will die Fachfirma laut Kraft gegen 18 Uhr beginnen. Wie lange dies dauern wird, steht noch nicht fest.

Gefunden wurde nach Krafts Angaben eine englische 250-Kilogramm-Bombe mit Aufschlagzünder, wie sie als Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg relativ häufig gefunden wird. Der Truppführer der Fachfirma habe aber gegenüber dem Ordnungsamt erklärt, er habe noch nie eine Bombe vorgefunden, bei der es durch die Beschaffenheit des Untergrunds so schwer sei, den Zünder freizulegen. Dies ist inzwischen aber erfolgt. Inwieweit sich die schwierige Lage der Bombe auf die Entschärfung auswirkt, lasse sich noch nicht voraussagen.

Parallel wird an einem zweiten Verdachtspunkt weitergesucht - unter anderem unter Einsatz eines Baggers. Wenn auch dort eine Bombe gefunden wird, so hofft man bei der Stadtverwaltung, dass auch diese direkt im Anschluss entschärft werden kann. ate

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