Gesundheit

Kplus Gruppe will Zusammenschluss mit großem Partner

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Andreas Degelmann, Geschäftsführer der Kplus-Gruppe.

Gespräche über eine Fusion mit einem katholischen Träger aus Olpe laufen.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Die Kplus Gruppe, zu der unter anderem die St. Lukas Klinik in Ohligs gehört, plant den Zusammenschluss mit der Gesellschaft der Franziskanerinnen (GFO). Die beiden katholischen Krankenhaus- und Altenheim-Träger führten derzeit intensive Gespräche, hieß es in einer Pressemitteilung. Die Kplus Gruppe ist bereits seit längerem auf der Suche nach einem größeren Partner. Verhandlungen über eine Fusion mit der Neusser St. Augustinus Gruppe waren im Frühsommer jedoch gescheitert.

„Als im Krankenhausmarkt eher kleiner Träger müssen wir uns einen starken Partner suchen. Nur so können wir den Fortbestand der konfessionellen Häuser in der Region langfristig sicherstellen“, sagte Andreas Degelmann, Geschäftsführer der Kplus Gruppe. Deshalb habe man die Initiative ergriffen und sei auf die GFO zugegangen. Kplus hat 3200 Mitarbeiter und betreibt unter anderem vier Krankenhäuser sowie 13 Senioreneinrichtungen in der Region. Die GFO ist mit rund 10 000 Mitarbeitern deutlich größer. Zum Verbund mit Sitz in Olpe zählen acht Krankenhäuser, 20 Altenpflegeheime, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und mehr. Beide Träger betrieben bereits eine gemeinsame Krankenpflegeschule am St. Martinus Krankenhaus in Langenfeld, erklärt Kplus-Sprecherin Cerstin Tschirner. Da die GFO unter anderem auch in Bergisch Gladbach und Troisdorf vertreten sei, passe man regional gut zusammen.

St. Lukas Klinik arbeitet auch mit dem Klinikum zusammen

Der Träger aus Olpe habe zudem auch politisch Gewicht: Der Sprecher der Geschäftsführung, Ingo Morell, ist Vizepräsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Morell betonte, dass man den gemeinsamen Weg für richtig halte. Aber der Prozess sei ergebnisoffen: „Wir sind von der Zustimmung vieler anderer Gremien abhängig.“ Dazu zählen nicht nur die Gesellschafter wie das Erzbistum und katholische Kirchengemeinden. Auch die Landes- und Bezirksregierung sowie Kostenträger und Kartellamt müssten grünes Licht für eine Fusion geben. In den kommenden Wochen stünden deshalb viele Gespräche an, so Degelmann.

Die St. Lukas Klinik hatte sich in der Vergangenheit auch offen für eine engere Kooperation mit dem Städtischen Klinikum Solingen gezeigt. In vielen medizinischen Bereichen arbeiteten beide Krankenhäuser eng zusammen, sagte Cerstin Tschirner. So sind beide Kliniken am Neurozentrum Solingen beteiligt, es ist ein gemeinsames Kopf-Hals-Tumor-Zentrum geplant, und die Zentralen Notfallambulanzen tauschten sich täglich aus. Für diese Zusammenarbeit sei jedoch keine gemeinsame Trägerschaft nötig.

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