Freitag fallen weitere Beschränkungen durch Corona-Schutzmaßnahmen weg

Inzidenz unter 35: Diese Lockerungen gelten ab Freitag in Solingen

Bis zu 1000 Personen können ab Freitag wieder an Kulturveranstaltungen, wie etwa im Theater und Konzerthaus, teilnehmen.
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Bis zu 1000 Personen können ab Freitag wieder an Kulturveranstaltungen, wie etwa im Theater und Konzerthaus, teilnehmen.

Auch am fünften Werktag in Folge liegt die Inzidenz in Solingen unter der Schwelle von 35. Damit gibt es ab Freitag weitere Lockerungen.

Von Kristin Dowe

Solingen. Zwar ist bei einem Inzidenzwert von 32,7 in Solingen wieder ein leichter Anstieg der Infektionszahlen zu verzeichnen, dennoch lag der Wert am Mittwoch schon am fünften Werktag in Folge unter dem Schwellenwert von 35. Solingen liegt damit bei Inzidenzstufe 1, der untersten Kategorie des Landes NRW. Laut der Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen treten damit ab dem morgigen Freitag (11. Juni) weitere Lockerungen in Kraft. Die Änderungen im Überblick.

Kontaktbeschränkungen

Unabhängig von der Infektionslage gelten für Geimpfte und Genesene keine Kontaktbeschränkungen. Treffen im öffentlichen Raum sind ansonsten ohne Begrenzung erlaubt für Angehörige aus bis zu fünf Haushalten. Außerdem dürfen bis zu 100 Personen mit Test aus beliebig vielen Haushalten zusammenkommen.

Gastronomie

Nachdem die Außengastronomie bereits seit einigen Tagen ohne Testnachweis angeboten werden darf, dürfen die Restaurantinhaber ab morgen auch ihre Innenräume ohne Testpflicht öffnen. Gäste müssen sich aber weiterhin schriftlich oder über die Luca-App registrieren.

Kitas und Schulen

Sowohl die Kitas als auch die Schulen laufen in Solingen bereits seit einigen Tagen wieder im Regelbetrieb, die Kinder werden allerdings weiterhin regelmäßig getestet. Am Sitzplatz darf die Maske abgenommen werden. Bezüglich Kinder- und Jugendarbeit dürfen in geschlossenen Räumen 30 junge Menschen und draußen bis zu 50, dort auch ohne Test, zusammenkommen.

Einkaufen

Alle Geschäfte des Einzelhandels dürfen regulär öffnen und auch die Kundenbegrenzung für Geschäfte über 800 Quadratmeter entfällt. Ein Schnelltest oder eine vorherige Terminvereinbarung sind nicht notwendig. Die Maskenpflicht in den Solinger Fußgängerzonen sowie im 200-Meter-Umkreis Schulen und Kindertagesstätten ist bereits seit Mittwoch aufgehoben, gilt in Geschäften aber weiterhin.

Freibäder

Heidebad und Freibad Ittertal dürfen ihre Gäste ohne Schnelltest begrüßen – beide Bäder sind normal geöffnet, eine Anmeldung ist derzeit nicht erforderlich, die Kontakte werden aber weiterhin erfasst.

Veranstaltungen

Bei Kulturangeboten, die in geschlossenen Räumen stattfinden wie Theater und Kinos, gilt eine maximale Teilnehmerzahl von 1000 Gästen. Voraussetzung dafür sind ein fester Sitzplan (Schachbrettmuster) und ein negatives Testergebnis der Zuschauer. Bei Teilnehmern bis zu 200 Personen entfällt bei Veranstaltungen im Freien die Testpflicht.

Sport

Kontaktsport ist mit bis zu 100 Personen gestattet, sofern die Teilnehmer negativ getestet wurden. Dies gilt für drinnen und draußen, auch Fitnessstudios öffnen ohne Test. Im Freien dürften unter Regeln mehr als 1000 Personen zuschauen – derartige Sportveranstaltungen sind in Solingen indes nicht geplant. Die Footballer der Paladins verzichten auf Zuschauer, die Bundesliga-Handballer des Bergischen HC absolvieren ihr nächstes Heimspiel ohnehin in Düsseldorf. Die Testpflicht für Zuschauer entfällt in Solingen sowohl für draußen als auch für drinnen.

Alkoholverkauf

Bereits am Dienstag verkündete die Stadt, dass die Solinger Sonderregelung, die den Alkoholverkauf nach 22 Uhr im Einzelhandel verboten hatte, sofort aufgehoben werde.

Am Dienstag hat der Krisenstab der Stadt Solingen außerdem kommuniziert, dass die Maskenpflicht in den Solinger Fußgängerzonen ab sofort entfällt.

Standpunkt: Ein guter Winter

Von Manuel Böhnke

manuel.boehnke@solinger-tageblatt.de

Restaurantbesuche sind ohne vorherigen Corona-Test möglich, die Kontaktbeschränkungen werden deutlich gelockert und Kulturveranstaltungen können unter bestimmten Voraussetzungen wieder stattfinden. Nach dem zermürbenden Pandemie-Winter kehrt die Lebensfreude endlich in die Stadt zurück. Dass die Sieben-Tage-Inzidenz in Solingen in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen ist, beweist allerdings, dass es zu früh für eine endgültige Entwarnung ist. Nicht umsonst hat Bethanien-Chefarzt Prof. Winfried Randerath in dieser Woche im ST-Interview betont: „Wenn alle vorsichtig bleiben, wird der Sommer gut.“ Es führt kein Weg daran vorbei, das Infektionsgeschehen genau im Blick zu behalten, bis alle Solinger ein Impfangebot erhalten haben. Gleichzeitig müssen die kommenden Wochen und Monate genutzt werden, um aus dem weiteren Verlauf der Pandemie und neuen Entwicklungen frühzeitig die richtigen Schlüsse zu ziehen. Schließlich soll auf einen guten Sommer – anders als im vergangenen Jahr – auch ein guter Winter folgen.

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