Feuerwehreinsatz

Merscheider Haus ist nach Brand unbewohnbar

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Rund 50 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und freiwilliger Feuerwehr sowie die Polizei waren vor Ort.

Menschen wurden nicht verletzt. Kreuzung Schwarze Pfähle blieb mehrere Stunden für den Verkehr gesperrt.

Von Anja Kriskofski

Im Anbau eines Wohnhauses an der Merscheider Straße brach am Sonntag gegen 18.20 Uhr ein Brand aus, der auf das verschieferte Hauptgebäude übergriff. Die Feuerwehr war bis etwa zwei Uhr nachts im Einsatz. Eine Person klagte über Atemwegsbeschwerden und wurde ins Krankenhaus gebracht. Zwei Hunde konnten aus dem Haus gerettet werden. Das Gebäude sei für längere Zeit nicht bewohnbar, teilte Feuerwehr-Einsatzleiter Michael Einhoff mit. Die Kreuzung Merscheider Straße/Schwarze Pfähle wurde während der Löscharbeiten für den Verkehr weiträumig gesperrt.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, habe der Anbau im „Vollbrand“ gestanden, berichtete Einhoff. Das Feuer sei sowohl von außen als von innen bekämpft worden. Die Flammen griffen dennoch auf das Erdgeschoss des Hauses über. „Ein Hauswirtschaftsraum im Erdgeschoss ist komplett ausgebrannt, die Küche in Teilen. Den Rest konnten wir retten.“ Im Anbau hätten sich Heizstrahler befunden. Die dazugehörigen Gasflaschen seien jedoch nicht explodiert, erklärte er. Weil sich unter den Schieferplatten Glutnester befanden, seien umfangreiche Nachlöscharbeiten nötig gewesen. Die Brandursache muss noch ermittelt werden.

Großbrand an der Merscheider Straße

Die Bewohner des Hauses, eine sechsköpfige Familie mit drei minderjährigen Kindern und einem erwachsenen Sohn, kamen mit dem Schrecken davon. Seit fast acht Jahren wohne sie dort, erzählte die Eigentümerin (40), die sichtlich unter Schock die Löscharbeiten verfolgte. In dem ausgebrannten Anbau sei die Werbetechnik-Firma ihres Mannes untergebracht gewesen. Das Feuer hätten sie bemerkt, als sie zum Rauchen in den Hof gegangen seien. „Wir haben noch versucht, zu löschen.“

Familie kommt bei Verwandten unter

Die beiden jüngsten Kinder seien bei Freunden gewesen, die zwei anderen retteten sich selbst aus dem Haus. Die beiden Hunde, eine französische Bulldogge und ein Husky-Mix, seien eingeschlossen gewesen. Feuerwehrleute hätten die Tür eingetreten, um sie herauszuholen. Als das Feuer unter Kontrolle war, durfte die Eigentümerin in Begleitung eines Polizeibeamten kurz ins Haus gehen, um Wertgegenstände und die Schulranzen der Kinder zu holen. Die Familie ist vorerst bei Verwandten untergekommen.

Die Eigentümer eines gegenüberliegenden Imbisses versorgten die Einsatzkräfte bis zum Eintreffen des feuerwehreigenen Versorgungszuges mit Essen. „Dies ist eine ganz besondere Geste, die alle Kollegen sehr gefreut hat und einer besonderen Erwähnung bedarf“, dankte die Feuerwehr.

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