Kette der helfenden Hände

Blinde Frau unterstützt noch ihre alte, kranke Mutter

Frau K. ist seit ihrer Kindheit blind, leidet zudem an einer Intelligenzminderung. Einer der Fälle, in denen die Kette hilft.
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Frau K. ist seit ihrer Kindheit blind, leidet zudem an einer Intelligenzminderung. Einer der Fälle, in denen die Kette hilft.

ST-Wohltätigkeitsaktion hilft Solingern, die unverschuldet in Not geraten sind.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Das Zusammenleben von Frau K., die unerkannt bleiben möchte, und ihrer Mutter ist eine Schicksalsgemeinschaft. Die Solingerin, die mit ihrer Mutter in einer kleinen Wohnung in der Innenstadt lebt, ist blind. Seit ihrer Geburt leidet die heute 61-Jährige an einer unheilbaren Augenkrankheit und ihrer Blindheit von Kindheit an.

„Dazu kommt, dass Frau K. auch eine Intelligenzminderung hat, es ihr also in der Kombination mit der Blindheit nur sehr eingeschränkt möglich ist, alleine im Leben klar zu kommen“, erzählt Songül Savur. Die gesetzliche Betreuerin, die auch eng mit der Kette der helfenden Hände, der Wohltätigkeitsaktion des Solinger Tageblatts, zusammenarbeitet, kümmert sich seit vielen Jahren um Frau K. und ihre Mutter.

Denn auch die betagte Mutter kann ihrer Tochter nicht mehr helfen. Sie ist selbst schwer krank und bettlägerig. Ihr Krankenbett, das im Wohnzimmer der kleinen Wohnung aufgestellt ist, verlässt die Mutter fast gar nicht mehr. Die 61-jährige Tochter schläft in einem kleinen Nebenzimmer, dessen einziges Möbelstück ein schlichtes Bett ist.

Mutter und Tochter leben alleine in der Wohnung

Der Vater und Ehemann ist schon vor einigen Jahren verstorben. Seitdem lebt die Mutter mit der behinderten Tochter alleine in der Wohnung. Eine weitere Tochter und vier Söhne leben mit ihren Familien auch in Solingen, kümmern sich regelmäßig um die Schwester und die alte Mutter. „Frau K. hat auch viele Bekannte, die ihr Essen vorbeibringen“, erklärt die Betreuerin. Die Betreute fühle sich aber dann auch immer verpflichtet, dafür zu bezahlen. Das Geld sei sehr knapp. Die Mutter erhalte eine kleine Witwenrente, die Tochter Blindengeld und anteiliges Pflegegeld.

Songül Savur regelt seit über zehn Jahren den gesamten Alltag für die beiden Frauen. Das reicht von Kontakten zu Behörden, Vermieter und Bank bis zu Arztbesuchen. Dreimal am Tag kommt zudem ein Pflegedienst. Ansonsten versuchen Frau K. und ihre Mutter sich irgendwie zu arrangieren – die eine blind und geistig behindert, die andere bettlägerig.

Mit einer kleinen Weihnachtsgabe möchte die Kette der helfenden Hände die beiden Frauen zumindest finanziell etwas unterstützen. Der Fall ist einer von vielen in Solingen, bei denen die Wohltätigkeitsaktion des Solinger Tageblatts direkt und unbürokratisch hilft. Alle Spenden gehen zu hundert Prozent an die Bedürftigen. Die kompletten Verwaltungskosten trägt der Verlag B. Boll.

Die Kette der helfenden Hände möchte auch die kleine Nele zumindest finanziell etwas unterstützen. Die Vierjährige leidet an zwei unheilbaren Gen-Defekten. 

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