Indoorspielplatz „Kinderland“ bietet Ausflug trotz Lockdown

Pastor Andreas Wiltzer und Ehefrau Esther auf dem Indoorspielplatz der Gemeinde. Foto: Familienkirche Solingen
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Pastor Andreas Wiltzer und Ehefrau Esther auf dem Indoorspielplatz der Gemeinde.

Das ST stellt Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche in den Kirchengemeinden vor

Von Anna Lauterjung

Bei den Beschränkungen im aktuellen Lockdown und dem dauerhaft verregneten Wetter hat sich die freichristliche Familienkirche Solingen an der Merscheider Straße ein Angebot für Familien ausgedacht. Für jeweils zwei Stunden kann eine Familie mit Kindern im Alter von zwei bis zwölf Jahren den Indoorspielplatz „Kinderland“ in der Halle neben der Kirche allein nutzen und einen Ausgleich zu dem Alltag zuhause finden. „Die Eltern sind dankbar, insbesondere nach der langen Zeit des Homeschoolings und der Betreuung zuhause einmal rauszukommen“, berichtet Pastor Andreas Wiltzer. Es sei für sie wie ein kleiner Ausflug.

In der großen Halle mit ungefähr 225 Quadratmetern Spielfläche, einem angeschlossenen Café-Bereich und voll ausgestatteter Küche erwartet die Kinder ein vielfältiges Angebot. „Die Spielstationen werden je nach der Familienzusammensetzung bereitgestellt“, sagt Andreas Wiltzer. Zwischen der Lego-Bau-Ecke, der Tischtennis- und Air-Hockey-Platte, dem Tischkicker, der Basketball-Korbwand und der WII-Anlage, dem Maltisch sowie Schaukeltiere für die kleineren Gäste bleibt kein Wunsch offen.

Durch die exklusive Nutzung des Indoorspielplatzes von einer Familie für zwei Stunden und ein umfangreiches Hygienekonzept ist das Angebot auch während der noch aktuellen Beschränkungen möglich. „Die Räumlichkeiten werden vor und nach den Nutzungszeiten desinfiziert und die Halle gut durchgelüftet“, erklärt Wiltzer.

Der Indoorspielplatz entstand im Rahmen des zehnjährigen Jubiläums der Flüchtlingsarbeit der Freikirche. „Neben den bestehenden Angeboten wollten wir gerne etwas Zielgerichtetes für Kinder aus Flüchtlingsfamilien anbieten, die an vielen Angeboten nicht so leicht partizipieren können“, erläutert Andreas Wiltzer. Es sei außerdem sehr wichtig, im Stadtteil Ohligs eine soziale Station zu unterhalten. Im vergangenen Winter fand dann der erste erfolgreiche Probelauf statt. „Es überzeugte uns, dieses Projekt weiterzuentwickeln und die Lockdown-Zeit für weitere Vorbereitungen zu nutzen“, so Wiltzer. Zurzeit können nur Familien, die im vom Sozialwerk betreuten Verteilerkreis sind, den Indoorspielplatz nutzten. „Aktuell lässt sich das Angebot aufgrund der Personeneinschränkung noch nicht öffentlich ausbauen“, erklärt der Pastor. Die Anmeldung erfolge kontaktlos über WhatsApp, Facebook oder telefonisch, und die Nutzung des Indoorspielplatzes sei für Flüchtlingsfamilien kostenlos. In Zukunft soll das Angebot noch ausgeweitet werden. „Wir denken darüber nach, Kindergeburtstage und Familienzeiten zu ermöglichen.“

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