Kino

In die Cobra kommen nur 1700 Gäste – vor der Pandemie waren es mal 10 000

Geschäftsführerin Anja Stock hofft nach dem zweiten Pandemie-Jahr auf ein besseres nächstes Jahr.

Von Karl-Rainer Broch

Solingen. Besonders deprimierend fällt die Jahresbilanz im Cobra-Kino aus. Hier wurden allerdings nur von Ende August bis Jahresende Filme gezeigt. Vor Corona hatte sich in dem Programmkino mit 60 Plätzen die Zahl von 10 000 verkauften Karten eingependelt, 2021 nennt Geschäftsführerin Anja Stock die Zahl von knapp 1700: „So viele Besucher hatten wir früher in einem Monat. Dabei waren wir nach den Sommerferien gut aufgestellt, doch dann kam in den letzten zwei Monaten der Einbruch.“

Das Ergebnis getragen haben vor allem drei Filme. An der Spitze lag die Satire „Contra“ von Sönke Wortmann, gefolgt von dem mit einem Oscar prämierten Film „Nomadland“. An dritter Stelle rangierte der Krimi „Die Helden der Wahrscheinlichkeit“. Für Anja Stock ist es nicht erheblich, dass jeder zweite Sitzplatz gesperrt ist: „Es kommen nicht so viele Leute, die können mühelos sich Plätze aussuchen.“

„Die Hoffnung bleibt, dass die Menschen sich wieder trauen, ins Kino zu gehen.“

Anja Stock, Cobra-Geschäftsführerin

Während alle anderen Veranstaltungen in der Cobra abgesagt wurden, mit Ausnahme des Konzerts mit Schwarte, Mutz & Düse am 30. Dezember, läuft das Kinoprogramm weiter. Vorgesehen war die Komödie „Wunderschön“, dafür kommt nach der aktuell laufenden Aretha-Franklin-Biographie „Respect“ ab 6. Januar das Drama „House of Gucci“. Wegen der Ungewissheit in der Krise hat Stock noch keine weiteren Filme geordert. „Aber der Dokumentarfilm ‚Die Unbeugsamen‘ ist so gut angekommen, dass wir ihn im Januar als Montagsfilm zeigen.“

Unabhängig von Corona werden 2022 die Eintrittspreise um einen Euro angehoben. „Die jetzigen Preise haben wir seit fünf Jahren gehalten, aber die Kosten sind angestiegen“, sagt die Geschäftsführerin. Die finanzielle Bilanz wurde geschönt durch die Unterstützung des Film- und Medienzentrums Düsseldorf. Die Prämie von 3000 Euro für das gute Programm wurde um 5000 Euro aufgestockt.

Anja Stock geht dennoch mit Optimismus ins neue Jahr, obwohl die Stimmung gedämpft sei: „Wir hangeln uns so durch und sagen uns, Klagen nützt nichts, aber die Hoffnung bleibt, dass die Menschen sich wieder trauen, ins Kino zu gehen.“

Ähnlich wie das Cobra-Kino hat auch das Lumen unter der Pandemie gelitten.

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