Impfstopp irritiert Klinikum

Dr. Martin Eversmeyer ist kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums. Archivfoto: to
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Dr. Martin Eversmeyer ist kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums. Archivfoto: to

-böh- „Irritiert“ nimmt das Städtische Klinikum den vom NRW-Gesundheitsministerium verhängten Impfstopp in Krankenhäusern zur Kenntnis. „Wir können es schwerlich nachvollziehen und es unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vermitteln, warum bereits zugesagter Impfstoff zum wiederholten Mal nicht zur Verfügung gestellt wird“, erklärt Prof. Dr. Thomas Standl in einer Mitteilung. Er ist Medizinischer Geschäftsführer des Klinikums. Bereits die Verschiebung des Impfbeginns von Ende Dezember auf Mitte Januar habe für Enttäuschung gesorgt. Dementsprechend hoffnungsvoll waren die Verantwortlichen, am Dienstag mit einer „nennenswerten Impfaktion“ beginnen zu können. Zunächst sollten rund 450 Mitarbeiter geimpft werden. Nach einem „ruhigen und professionellen“ Impfstart am Dienstag sorge die neuerliche Verzögerung für „Unruhe, Ärger und Unverständnis“, kritisiert Dr. Martin Eversmeyer, kaufmännischer Geschäftsführer. Mit dem Aufsichtsrat appelliert die Geschäftsführung des Klinikums an NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), „die Versorgungssituation mit dem Impfstoff und die Impfplanung transparent und verbindlich zu gestalten“. Gleichzeitig bittet Eversmeyer um wirtschaftliche Unterstützung für Häuser, die in der Pandemie den Normalbetrieb nicht aufrechterhalten können. Auf entsprechende Ausgleichszahlungen warte man seit November 2020. Dies habe gravierende wirtschaftliche Folgen. Dem Klinikum fehlen rund zwei Millionen Euro. Zwar sei es dank Liquiditätsreserven noch möglich, die Mitarbeitergehälter zu zahlen. Doch Eversmeyer betont: „Die ausbleibenden Hilfen schränken unsere wirtschaftliche Situation zunehmend ein.“

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