Im Reparier-Treff wird wieder vor Ort geknöstert – mit Termin

Ehrenamtler Thomas Zimmer versucht beim Reparier-Treff einen Doppel-CD-Spieler wieder in Ordnung zu bringen. Foto: Christian Beier
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Ehrenamtler Thomas Zimmer versucht beim Reparier-Treff einen Doppel-CD-Spieler wieder in Ordnung zu bringen.

Nach coronabedingter Pause meldet sich Initiative der IPD-Stiftung und der Evangelischen Gemeinde Ohligs zurück

Von Jutta Schreiber-Lenz

Noch ist Torsten Wöhler dem Fehler nicht auf die Schliche gekommen: Konzentriert sitzt er vor einem aufgeschraubten Staubsauger-Gehäuse und begutachtet Schritt für Schritt die für die Störung möglicherweise verantwortlichen Innereien des Elektrogerätes. „Normalerweise würde die Besitzerin mir jetzt über die Schulter schauen, um mir bei der Reparatur zu helfen“, sagt der Ehrenamtler des Reparier-Treffs, dessen Team aus 26 Mitstreitern besteht. „Aber das geht einfach nicht, solange sich die Corona-Lage nicht endgültig entspannt hat.“ Dass er sowie seine Kollegen und Kolleginnen überhaupt wieder vor Ort sind und sich aus dem Lockdown zurückmelden können, findet er großartig. „Endlich wieder miteinander sein, sich sehen, reden, sich Tipps geben. Das ist einfach klasse.“

Auch Annette Messing freut sich über den Neustart. Sie ist eine der Gründerinnen des Reparier-Treffs, der 2018 erstmals an den Start ging. Das Ganze ist eine Kooperation der IPD- Stiftung mit der evangelischen Kirchengemeinde Ohligs, die sich nicht als Konkurrenz zu Profis versteht, sondern als Engagement für Umweltschutz, Nachhaltigkeit und ein bewussteres Konsumverhalten. „Ob defekte Kaffeemaschinen, Föhne, Rechner, Möbeloder auch Fahrräder: Einer unserer Fachleute nimmt sich des kaputten Teils an, mit dem die Leute kommen und schaut, ob und wie es wieder flott zu kriegen ist“, erläutert sie das Prinzip des Ganzen.

Seit dem ersten Lockdown musste das Konzept aber ein anderes werden. Nach telefonischer Anfrage konnten die Leute ihre Sachen an verabredeter Stelle abgeben und irgendwann wieder abholen. „Die Mitarbeiter haben die kaputten Teile daheim in der eigenen Werkstatt bearbeitet.“

Messing: „Jetzt haben wir ein Hygiene- und Abstand- Konzept, das eine vorherige Anmeldung für festgesetzte Uhrzeiten erforderlich macht.“ Es werde wahrscheinlich auch nach der Pandemie so beibehalten, um lange Wartezeiten zu vermeiden.“ Helfen zu können, mache nach wie vor großen Spaß, sagt auch Thomas Zimmer, der gerade ein ramponiertes CD-Laufwerk in Augenschein nimmt. „Oft genug bekommen wir ja auch Sachen gebracht, die nicht nur einen funktionellen, sondern auch einen emotionalen Wert für die Besitzer haben.“

Weitere Termine: Der Reparier-Treff öffnet mittwochs, 1. September, 6. Oktober und 3. November im Evangelischen Gemeindehaus, Wittenbergstraße 4. Anmeldung: Tel. (02 12) 2 47 53 75 oder per E-Mail:

stiftung@ipd-sg.de

t1p.de/1pxf

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