ST vor Ort

Im Oktober kommen die ersten Studenten nach Solingen

Die Süßwarenfachschule in Gräfrath weitet im Herbst ihr Ausbildungsangebot aus. 
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Die Süßwarenfachschule in Gräfrath weitet im Herbst ihr Ausbildungsangebot aus. 

Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft in Gräfrath feiert in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen und eine Premiere

Von Andreas Tews

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Solingen. Viele Beteiligte sehen die Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft (ZDS) als Erfolgsgeschichte. Das brachte nicht nur Andreas Bertram als geschäftsführendes Vorstandsmitglied beim Festakt zum 70-jährigen Bestehen der Süßwarenschule vor 14 Tagen zum Ausdruck. Jetzt steht die ZDS nach seiner Einschätzung vor einem neuen „großen Schritt“: Im Oktober kommen die ersten Studenten der in Krefeld und Mönchengladbach ansässigen Hochschule Niederrhein (HSNR). Sie streben einen Abschluss im Studiengang der Lebensmittelwissenschaften an.

Der Studiengang ist ein Teil des Angebots der HSNR im Fachbereich Oecotrophologie (Ernährungs-, Lebensmittel- und Versorgungswissenschaften). Dabei können sich die Studentinnen und Studenten nicht direkt an der Süßwarenfachschule anmelden. „Sie benötigen einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen, das mit der ZDS kooperiert“, berichtet Christian Sonntag, Sprecher der HSNR. Die dual Studierenden sollen dabei nach fünf Jahren sowohl ihren Hochschul-Bachelor als auch ihren Berufsabschluss in der Tasche haben.

Wie viele Studenten zum Premierensemester im Herbst nach Gräfrath kommen, ist noch nicht klar. „Uns liegen keine belastbaren Zahlen vor. Derzeit läuft noch die Bewerbungsphase“, erklärt der an der Hochschule zuständige Professor Dr. Maik Schürmeyer. Laut Sonntag erwartet die HSNR für das erste Semester noch recht wenige Einschreibungen für diesen Studiengang. In der Anfangszeit könnten es zehn Studenten pro Semester sein. Bereits bei der Bekanntgabe der Kooperation zwischen ZDS und Hochschule hatte es vor zweieinhalb Jahren geheißen, dass der Studiengang allmählich wachsen soll. Damals war von 150 Studierenden die Rede, die es am Ende der Entwicklung in einigen Jahren sein könnten.

Laut Andreas Bertram werden Süßwarenfachschule und Hochschule eng zusammenarbeiten. Er sieht in dem Studiengang nicht nur ein neues Potenzial für die ZDS, sondern auch einen Prestigegewinn, „weil die Hochschule Niederrhein uns als Partner akzeptiert“.

Dass sich die Einrichtung an der de-Leuw-Straße jedes Jahr mit ihrem Angebot aufs Neue durch Leistung bewähren müsse, sei allerdings nicht neu. Dies bringen laut Bertram auch die Aus- und Weiterbildungslehrgänge für die gewerblichen Mitarbeiter der Süßwarenberufe mit sich, die seine Einrichtung seit Jahren anbiete. Hierzu kommen die Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet nach Gräfrath.

„Für uns ist das ein großer Schritt.“

Andreas Bertram (ZDS)

Bei der Suche nach Referenten zahle es sich aus, dass die Fachschule in der Süßwaren- und Maschinenherstellerbranche gut vernetzt sei. Auch arbeite man mit anderen Fachinstituten zusammen.

Eine besondere Herausforderung waren nach Angaben des geschäftsführenden Vorstandsmitglieds auch die Monate der Corona-Einschränkungen. Dabei hätten sich aber die digitalen Formate bewährt, die zum Teil bereits vor der Pandemie aufgebaut worden waren. Die Infrastruktur im Haus sei komplett vorhanden gewesen. Auf diesem Weg sei ein Ausbildungsgang bis zum Juni komplett digital über die Bühne gegangen. Jetzt sei man aber wieder in der Lage, Lehrgänge als Präsenzveranstaltungen anzubieten.

Wegen der Pandemie war die Feierstunde zum 70-jährigen Bestehen laut Bertram auch ins Frühjahr verschoben worden. Der eigentliche Gründungstag war am 26. Januar 1951.

Die Serie

Heute endet unsere Gräfrath-Woche. Wir behalten den Stadtteil aber im Blick. Weitere Themen – auch aus der Leseraktion – greifen wir in den kommenden Wochen auf.

Am Montag, 5. Juli, beginnt die Walder Schwerpunktwoche.

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