Richtige Soforthilfe

Für den Lebensrettersong gibt es jetzt ein Video

Zum Song „Prüfen, Rufen, Drücken“ gibt es jetzt ein aufwendig produziertes Video.

Von Andreas Römer

Solingen. Für den Lebensrettersong „Prüfen, Rufen, Drücken“ haben Stüpp + Schnäbelin jetzt ein aufwendiges Video produziert, das eine Notfallsituation und die richtige Soforthilfe zeigt. „Wenn es hilft, auch nur ein Menschenleben zu retten, war es den ganzen Einsatz wert“, sagt Joachim „Jo“ Stüpp.

Daniel Schnäbelin (v. l.), Joachim Stüpp und Kira Stüpp sind für Song und Video verantwortlich.

Vor gut eineinhalb Jahren hatten Stüpp und Daniel Schnäbelin, beide Musiker der Solinger Band See You – unterstützt von Stüpps Tochter Kira als Sängerin – den Song aufgenommen. Er wurde samt Text zum Mitlesen auch als Video – wie beim Karaoke – veröffentlicht. Rund 170 000 Aufrufe gab es bereits bei Youtube für das Acht-Minuten-Stück im Original. Daneben gibt es eine kürzere Radiofassung sowie eine Version für die Schweiz. Sie wurde eigens produziert, weil dort die Menschen die 144 im Notfall wählen und nicht wie in Deutschland die 112.

Der „Rhythmus für die Reanimation“ erzählt musikalisch, worauf man im Notfall achten muss und soll vor allem die Angst nehmen, aktiv zu werden. In Deutschland seien nämlich viel zu wenige Menschen in der Lage oder trauten sich, im Notfall die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, wie Kathrin Funk vom Verein Bergische Lebensretter sagt.

Der „Spielfilm“ für das Musikvideo war ein langes Projekt, wie die Macher erzählen. „Es gibt so vieles zu beachten, wenn man so etwas produzieren will. Das weiß man oft nicht im Vorfeld“, sagt Daniel Schnäbelin. Man habe zwar schon einige Videos produziert, doch diesmal sei vieles anders gewesen. „Wir haben für die Hauptrollen drei Schauspieler engagiert – mit Casting und allem Drum und Dran“, erzählt Joachim Stüpp. Regie führte Kira Stüpp, die auch das Drehbuch geschrieben hat. Alle drei machen das ausschließlich ehrenamtlich, neben Beruf oder Studium und der Band.

„Wir hoffen, mit dem Video noch einmal mehr Menschen zu erreichen.“

Joachim „Jo“ Stüpp

Ohne die finanzielle Unterstützung von Sparkasse, Volksbank, Deutscher Bank und Commerzbank, die zusammen 6000 Euro spendeten, sei das Projekt gar nicht zu realisieren gewesen, berichtet das Team. Ebenfalls geht ein Dank an das Deutsche Rote Kreuz aus Remscheid. Es stellte die Rettungssanitäter, den Krankenwagen und auch das Gelände zum Dreh zur Verfügung.

„Leider haben wir das in Solingen nicht hinbekommen“, bedauert Stüpp. Echte Sanitäter waren wichtig, sagt Daniel Schnäbelin, weil die Handgriffe im Einsatz einfach sitzen. Jedem Komparsen hätte man das zu lange erklären müssen. Dass auch der gespielte Notfall echt aussieht, dafür hat Katrin Funk gesorgt, die Schauspieler Tom genau erklärte, wo er Schmerzen haben müsse und wie er dann zu fallen habe.

„Der Einsatz von Profis hat sich aber gelohnt“, ist Kira Stüpp überzeugt. Selbst die Komparsen – zumeist Familie und Freunde der Produzenten – waren tief beeindruckt, so echt war die Darstellung.

„Wir hoffen, mit dem Video noch einmal mehr Menschen zu erreichen“, sagt Joachim Stüpp, der es schade findet, dass der Song noch immer von den Medien zu wenig beachtet werde. Man habe ja keinen Charterfolg erwartet, aber Schreiben an Sender oder die Politik blieben bislang ohne Erfolg. Dabei könne doch das Thema Notfallrettung auf diese Weise an viele Menschen transportiert werden. „Ohne die richtigen Kontakte läuft das einfach nicht“, bedauert der Musiker.

Interesse gebe es aber von anderen, wie Schnäbelin berichtet. Jeden Tag kommen E-Mails, in denen Hilfsorganisationen fragen, ob sie den Song für ihre Ausbildung nutzen können. „Na klar können sie das. Aber warum da jede Ortsgruppe einzeln fragt, verstehe ich nicht. Warum gibt es nicht von den Zentralen eine E-Mail an alle, dass das Video und die Musik nutzbar sind“, fragt sich der Produzent.

Die Kinopremiere in der Cobra im Dezember war für alle Beteiligten ein großer Erfolg. Jetzt hoffen die drei auf einen weiteren Erfolg des Vier-Minuten-Videos. Und am Ende darauf, dass man so helfen konnte, ein oder mehrere Leben zu retten.

Langversion samt Text zum Mitlesen:

Radioversion:


Weitere Infos: stuepp-schnaebelin.de

Rubriklistenbild: © Christian Beier

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