Erinnerungen werden an den Wänden verewigt

Im Haus der Jugend in Mitte für das Leben lernen

Yannick Schwebel (v.l.), Josephine Baumann und Isolde Aigner stellen einige der Statements vor, die die Bedeutung des Hauses der Jugend an der Dorper Straße herausstellen sollen. Mitmachen ist noch möglich. Foto: Michael Schütz
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Yannick Schwebel (v.l.), Josephine Baumann und Isolde Aigner stellen einige der Statements vor, die die Bedeutung des Hauses der Jugend an der Dorper Straße herausstellen sollen. Mitmachen ist noch möglich.

Besucher schreiben, was ihnen das offene Angebot bedeutet.

Von Moritz Jonas

Das Haus der Jugend an der Dorper Straße ist bereits seit 1954 ein Ort für Zusammenkunft und Austausch zwischen Kindern und Jugendlichen – und zugleich auch ein Platz. Eine neue Aktion der Mitarbeiter soll diesen Stellenwert nun betonen. Dazu haben Besucher aus den vergangenen sechs Jahrzehnten ihre Erinnerungen aufgeschrieben – zu sehen sind sie auf den Wänden des 2019 kernsanierten Gebäudes.

„Ich denke, dass viele junge Menschen im Haus der Jugend viel für ihr Leben mitnehmen konnten und soziale Kompetenzen bei und durch uns stärken konnten“, erklärt Einrichtungsleiterin Josephine Baumann. Den vielen Generationen von Besuchern möchte das Team in Mitte mit der neun Aktion die Chance geben, ihre positiven Erinnerungen und Lektionen aus ihrer Zeit im Haus der Jugend zu teilen.

Seit der Sanierung hat sich das Haus in Mitte zu einem Zentrum für die Solinger Jugendförderung entwickelt. Die Abteilung Jugendförderung mit den Bereichen Spielmobil, Jugendstadtrat, vorbeugender Kinder- und Jugendschutz, Aufsuchender Jugendarbeit sowie das Modellprojekt fYOUture sind dort untergebracht. „Das eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten in der Zusammenarbeit mit den Jugendlichen. Wir können die Ziele, die wir mit fYOUture haben, viel direkter umsetzen“, erklärt Isolde Aigner, die Leiterin des Modellprojekts. Allgemein setze man sich mit dem Projekt das Ziel, die gesellschaftliche Teilhabe und die Demokratiebildung bei den Jugendlichen zu stärken, erklärt Aigner. Auch mit der neuen Statement-Kampagne des Hauses der Jugend soll dies nun vorangetrieben werden. „Wir wollen zum einen zeigen, dass jeder, der zu uns ins Haus der Jugend kommt, nicht nur spielen und Spaß haben kann, sondern zugleich auch immer etwas für sich ganz persönlich mitnehmen kann“, erklärt Leiterin Baumann. Zum anderen wolle man damit verdeutlichen, dass jeder ein Teil der Gesellschaft sei. Deshalb würden auch bewusst alle Altersgruppen angesprochen.

„Wir wollen zeigen, dass jeder, der zu uns kommt, immer etwas für sich ganz persönlich mitnehmen kann.“

Josephine Baumann, Leiterin des Hauses der Jugend an der Dorper Straße

Baumann habe bereits des Öfteren erlebt, dass Eltern ihre Kinder ganz bewusst ins Jugendzentrum schicken, weil sie dort früher selbst so gute Erfahrungen gemacht haben. „Sowas ist dann natürlich immer schön zu hören und bestätigt uns in dem, was wir hier machen“, so Baumann. Ohnehin sei es unter den momentanen Umständen noch wichtiger, den jungen Leuten etwas Positives mit auf den Weg zu geben.

Das weiß auch Yannick Schwebel, stellvertretender Leiter des Jugendzentrums. „Auch die Jugend ist von der Pandemie stark betroffen, zwar weniger aus gesundheitlicher als aus sozialer Sicht, aber deshalb ist es auch so wichtig, dass wir auch aktuell für sie da sind“, sagt Schwebel. Aigner ergänzt: „Das zeigt, wie systemrelevant unsere Arbeit ist“. Und nun kann eben jeder – ob in jüngster Zeit oder vor Jahrzehnten Besucher – seinen ganz eigenen Teil zu dieser Arbeit beitragen. Dabei ist es egal, ob es bei dem Statement um eine Sache geht, die man im Haus der Jugend gelernt hat, oder ob es um ein ganz konkretes Ereignis geht, das man dort erlebt hat, und das einen bis heute prägt.

So sollen nicht nur ganz persönliche Botschaften entstehen, die sich an künftige Besucher des Hauses der Jugend richten, betonen die Organisatoren. Zugleich sollen sie auch den Flurwänden, die seit der Sanierung kahl sind, wieder Leben einhauchen.

Statements

Vorgaben: Wer mag, kann sein Statement noch einreichen. Wichtig ist: Die kurzen Texte sollten nicht länger als zwei Sätze oder 25 Wörter sein. Außerdem sollten Einsender ihren Namen, ihr Alter sowie den Stadtteil, in dem sie wohnen, dazuschreiben.

Einreichen: Das Team erreichen die Statements per E-Mail oder über die Instagram-Seite: hausderjugendsolingen sowie per Post an: Haus der Jugend, Dorper Straße 10-16, 42651 Solingen. Weitere Infos gibt es unter Tel. (02 12) 2 90-24 93. y.schwebel@solingen.de

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