Stadtplanung

Ideen für den Central liegen im März vor

Die Kreuzung am Central ist von diversen Leerständen geprägt. Dazu zählt auch das frühere Tack am Central. Das hat jetzt den Eigentümer gewechselt. Foto: Uli Preuss
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Die Kreuzung am Central ist von diversen Leerständen geprägt. Dazu zählt auch das frühere Tack am Central. Das hat jetzt den Eigentümer gewechselt.

Studenten erarbeiten Projekte. Danach lädt die Stadt zu einer Planungswerkstatt mit Bürgern ein.

Von Andreas Tews

Der Central rund um die Kreuzung der Wuppertaler- mit der Focher- und der Schlagbaumer Straße ist eine Dauerbaustelle für Stadtplaner und Stadtteilpolitiker. Man müsse dicke Bretter bohren, erklärt Bezirksbürgermeister Udo Vogtländer (SPD) nach Jahren, in denen sich verschiedene Akteure für eine Aufwertung des Viertels einsetzen. Nach Mutmachern und Rückschlägen könnte es nach seiner Einschätzung im März vorangehen. Dann legen angehende Architekten der Universität Wuppertal Projektideen vor.

Der Bereich an der Kreuzung Central ist von diversen Leerständen und vom Niedergang in einigen umliegenden Bereichen geprägt. Manche Grundstücke verwildern. Versuche, eine Art Standortgemeinschaft mit Händlern und Immobilieneigentümern zu gründen, scheiterten.

Projektideen als Arbeitsgrundlage für eine Planungswerkstatt

Vogtländer ist nach eigenen Angaben gespannt auf die Ideen der Studenten. Wunderdinge, so lässt er durchblicken, erwartet er von diesem Projekt aber nicht. Als Grundlage für eine Planungswerkstatt mit Planern, Bürgern, Eigentümern sowie Vertretern der Politik und der Verwaltung könnten sie aber durchaus taugen.

Ein möglicher Rückschlag: Nach dem Verkauf ist die Zukunft des markanten Eckhauses wieder ungewiss.

Als weiteren Lichtblick wertet er es, dass der Investor, der an der Dahler Straße Wohnhäuser baut, diese Siedlung jetzt bis an die Focher Straße durchziehen könne. Dem standen zuletzt Grundstücksprobleme im Weg. Die Folge der neuen Entwicklung ist, dass zwei verwilderte Brachen aufgewertet werden.

Nach längerer Suche hat sich jetzt auch ein Käufer für das ehemalige Hotel und Restaurant Tack am Central gefunden. Dort sind mittlerweile Handwerker aktiv. Käufer sei ein Solinger Handwerksmeister, der das Gebäude in den kommenden ein bis zwei Jahren wieder herrichten wolle, berichtete der Immobilien- und Projektentwickler Stephan Schuhmacher, der den Verkauf vermittelt hatte. Zu Einzelheiten wolle sich der Eigentümer derzeit nicht äußern. Schuhmacher versichert aber. „Das Haus ist in guten Händen.“ Ob in dem früheren Hotel Gästezimmer für auswärtige Monteure geschaffen werden, wie es zuletzt hieß, ließ Schuhmacher gestern auf ST-Anfrage offen.

Ob es mit dem markanten Gebäude an der Ecke Schlagbaumer- / Focher Straße vorangeht, ist gut ein Jahr nach dessen Verkauf wieder offen. Der neue Eigentümer ist verstorben. Auch dies sei eine Sache, die er bei den in den kommenden Wochen anstehenden Gesprächen klären wolle, kündigte Vogtländer an. Der Eigentümer wollte in den oberen Etagen ursprünglich Wohnungen für Flüchtlinge schaffen. Die werden, da die Zahl der Asylbewerber gesunken ist, aber nicht mehr gebraucht. Die Ladenlokale im Erdgeschoss stehen nach wie vor leer.

Eines der Probleme dort ist nach Angaben von Kennern des Gebiets, dass es rund um das Haus kein Grundstück gibt. Für diese Immobilie müsse es wohl einen neuen Anlauf geben, befürchtet der Bezirksbürgermeister.

DER CENTRAL

LAGE Der Central gehört zum Stadtbezirk Gräfrath. An der viel befahrenen Kreuzung treffen die Straßen aus Richtung Innenstadt, Wald sowie Gräfrath/Wuppertal-Vohwinkel aufeinander. PUBLIKUMSMAGNETE Wichtige Anziehungspunkte für Kunden sind unter anderem die Filiale der Stadt-Sparkasse und die Apotheke. Direkt an der Kreuzung stehen viele Geschäfte leer.

Ein nach wie vor ungeklärtes Problem ist das der fehlenden Parkplätze. Hieran krankt das Stadtviertel nach Meinung diverser Insider. „Die Kunden wollen nicht weit laufen, wenn sie Geschäfte aufsuchen wollen“, ist auch Vogtländer bewusst. Dass vor der rund 150 Meter von der Kreuzung entfernten Polizeidienststelle an der Wuppertaler Straße meistens Stellplätze frei seien, helfe offensichtlich nicht weiter. Vogtländer kann sich vorstellen, dass Kurzzeitplätze an der Ketzberger Straße ausgewiesen werden können. Zuvor müssten dort aber Parkplatzprobleme von Mitarbeitern umliegender Firmen gelöst werden.

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