Neue ST-Serie

Der Umwelt-Check: So lebt es sich nachhaltiger

Zur Seite stehen mir Julia Ogiermann und Ariane Bischoff (Buch). Waschen oder Einkauf, ich sehe: ab Kita-Alter üben wir.
+
Zur Seite stehen mir Julia Ogiermann und Ariane Bischoff (Buch). Waschen oder Einkauf, ich sehe: ab Kita-Alter üben wir.

Redakteurin Daniela Neumann möchte in ihrer neuen Serie herausfinden, wie sie gemeinsam mit anderen das gesellschaftliches Leben nachhaltig gestalten kann.

Von Daniela Neumann

Solingen. Heute läuft wieder das internationale Kultur- und Umweltfest „Leben braucht Vielfalt“ im Walder Stadtpark. Ich werde da sein. Schon länger beschäftige ich mich, wenn mitunter andere, dringende Arbeit getan ist, mit unstrittig wichtigen Fragen unserer Zeit – etwa: Wie kann ich mein Leben zugunsten meiner und unserer Zukunft nachhaltiger gestalten?

Das ist nicht unbedingt bequem, denn es geht an jahrzehntealte, zuerst nicht hinterfragte Gewohnheiten. Wie wir aufwachsen, bestimmen andere. Was ich daraus mache, ist meine Herausforderung. Nach dem heutigen Fest beginnen nächste Woche Tage der Nachhaltigkeit in Solingen. Ich nehme sie als Schubs wahr, um ab sofort im Alltag den Umwelt-Check zu machen. Samstags werde ich dann ab nächster Woche auf dieser Seite berichten, wie es läuft.

So funktioniert Nachhaltigkeit in Solingen

Tipps für Nachhaltigkeit gibt es von der Vebraucherzentrale und der Stadt

Beim Austesten von mehr Nachhaltigkeit in den gesellschaftlichen Dimensionen Ökologie, Soziales und Wirtschaft sowie im Globalen kann ich mir Tipps holen von Julia Ogiermann (Verbraucherzentrale in Solingen) und Ariane Bischoff (Stadtverwaltung Solingen). Ab dem Kita-Bereich laufe schon die Bildung zu diesem Thema, weiß Bischoff als Nachhaltigkeitsbeauftragte. Sie leitet den Stabsbereich bei der Stadt, der für Nachhaltigkeit und Klimaschutz zuständig ist. So ist beispielsweise die Klingenbande wie alle weiteren 17 städtischen Kindertagesstätten zertifiziert als faire Kita. Und zudem ist sie ein Ort der Veränderung unter bereits rund 30 solchen Orten in Solingen, wo losgelegt werden kann mit kleinen Schritten. Hier lernen Kinder spielerisch auch zukunftsfähiges Verhalten und Miteinander, und hier treffen wir uns, damit ich die nächsten Schritte mache.

17 Ziele der Nachhaltigkeit helfen bei eigenem nachhaltigerem Leben

Grundlage ist die Erkenntnis, dass wir Ressourcen der Erde schonend nutzen, damit sie möglichst vielen nützen. Dafür haben die Vereinten Nationen (auf Englisch United Nations, kurz UN) 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) in einer Agenda bis 2030 formuliert. Seit 2016 arbeiten Länder, Regionen und Städte weltweit daran, diese Ziele in konkreten Schritten zu verwirklichen.

Solingen hat dafür seit 2018 eine Nachhaltigkeitsstrategie. Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen haben daran mitgewirkt. Individuell für die Klingenstadt gibt es dabei sechs Themenfelder, unter die die Ziele – bis auf Ziel 14, das ist „Leben unter Wasser“ – fallen. Wie kann ich was tun?

Nachhaltiges Leben: Informieren ist das A und O

Julia Ogiermann hat als zuständige Umweltberaterin der Verbraucherzentrale Antworten und Vorschläge, wie ich anfangen kann. Durch Informieren etwa. Haken dran, ich leihe mir nach Schlagwortsuche relevante Bücher über die Stadtbibliothek aus. Ah, diese ist auch ein Ort der Veränderung! Ein großer Bereich ist dann das Bewusstsein, Abläufe zu verstehen.

Nachhaltig ist, was wie in der Natur einen Kreislauf beschreibt. Konkret bedeutet das zum Beispiel, Mehrweg statt Einweg bei Plastik zu verwenden. Da mache ich doch mal mit beim heute startenden Mehrweg-Test der Solinger Verbraucherzentrale, für den ich mich vorab jetzt genauso angemeldet habe wie vier weitere Familienpersonen in Solingen. Ob ich Plastik mehr umgehen kann, damit das Risiko von Mikroplastik in Körper und Umwelt sinkt? Ich nutze für den Durst unterwegs eine Edelstahlflasche mit Leitungswasser.

Folgende Kennzeichen können mir laut Ogiermann im Dschungel der Optionen helfen: der Blaue Engel als Label, insbesondere für Papier-Produkte, das Fairtrade-Siegel bei Produkten mit Rohstoffen, die hier nicht angebaut werden, etwa Kakaobohnen.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Christoph-Kramer-Tribüne: Weltmeister will in Solingen einsteigen
Christoph-Kramer-Tribüne: Weltmeister will in Solingen einsteigen
Christoph-Kramer-Tribüne: Weltmeister will in Solingen einsteigen
Nachhaltigkeit: Solingen ist Vorreiter
Nachhaltigkeit: Solingen ist Vorreiter
Nachhaltigkeit: Solingen ist Vorreiter
120 Helfer sammeln eine Tonne Müll in der Ohligser Heide
120 Helfer sammeln eine Tonne Müll in der Ohligser Heide
120 Helfer sammeln eine Tonne Müll in der Ohligser Heide
Was wissen Sie über die Geschichte des Gebäudes?
Was wissen Sie über die Geschichte des Gebäudes?
Was wissen Sie über die Geschichte des Gebäudes?

Kommentare