Umfrage

„Ich gehe wählen, weil...“: Das sagen prominente Solinger - Teil 2

Am 26. September ist Bundestagswahl. Der Politikwissenschaftler Dr. Volker Mittendorf sagt voraus, dass es reine Volksparteien in Zukunft nicht mehr geben wird. Fotos: Sebastian Gollnow/ Uni Service Transfer
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Am 26. September ist Bundestagswahl. Der Politikwissenschaftler Dr. Volker Mittendorf sagt voraus, dass es reine Volksparteien in Zukunft nicht mehr geben wird.

Am Sonntag ist Bundestagswahl. Hier sagen prominente Solingerinnen und Solinger, ob und warum es aus ihrer Sicht so wichtig ist, tatsächlich die Stimme abzugeben. Wir haben nachgefragt bei Jungen und Älteren, bei Unternehmern, Künstlern, Menschen mitten aus dem Leben - bekannte Gesichter aus allen Bereichen des Lebens.

Standpunkte, Spielregeln und alles andere Wissenswerte rund um die Bundestagswahl in Solingen finden Sie hier: solinger-tageblatt.de/bundestagswahl

Den Ticker zu Ergebnissen, Stimmen und Nachrichten am Wahl-Sonntag selbst finden Sie hier.

Luisa Scrabic: Mach mit!

Luisa Scrabic

Luisa Scrabic, Sängerin und Moderatorin: Ich gehe wählen, weil ich Verantwortung übernehmen möchte für das, was morgen passiert. Wir haben das große Privileg, wählen gehen zu können und damit aktiv die Zukunft mitzugestalten. Mach mit, geh’ wählen!“

Gloria Göllmann: Die Stimme ergeben und genau hinschauen

Gloria Göllmann

Gloria Göllmann, ISG Ohligs: Ich gehe wählen, weil ich mein Stimmrecht und mein Privileg nutzen möchte, aktiv an der Demokratie mitzuwirken. Ich übernehme mit meiner Stimme Verantwortung für eine lebenswerte Zukunft, für die Themen, mit denen nachfolgende Generationen noch lange beschäftigt sein werden. Ich kann nur mit einer abgegebenen Stimme mitentscheiden, und schaue mir genau an, welche Parteien wichtige Themen wie Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit in ihren Programmen angemessen berücksichtigen.

Timm Kronenberg: Die Falschen nicht gewinnen lassen

Timm Kronenberg

Timm Kronenberg, Kulturmacher: Ich gehe wählen, weil ich für die Demokratie bin. Es geht auch darum, dass nicht die Falschen gewinnen – auch wenn das immer schwieriger wird..
„Ich gehe wählen, weil...“ - Noch mehr Stimmen aus Solingen.

Daniel Huppert: Frei und geheim

Daniel Huppert

Daniel Huppert, Generalmusikdirektor der Bergischen Symphoniker: Ich gehe wählen, weil die Möglichkeit der freien und geheimen Stimmabgabe ein hohes Gut ist und ich es daher als Pflicht ansehe, diese funktionierende Demokratie lebendig zu gestalten.

Heike Pflugner: Viele Menschen haben gar kein Wahlrecht

Heike Pflugner

Heike Pflugner, Leiterin der Stadtbibliothek: Ich gehe wählen, weil es mein Recht und ein Privileg ist. In vielen Ländern gibt es kein Wahlrecht, welches eine demokratische Regierung voraussetzt. Mit meiner Stimme kann ich dazu beitragen, das extremistische Parteien keinen Einfluss in unserer Gesellschaft erhalten.

Till Burberg: Es geht um die Zukunft von uns allen

Till Burberg

Till Burberg, Fridays for future Solingen: Ich gehe wählen, weil die Klimakrise jetzt schon auf der ganzen Welt präsent ist. Die Entscheidungen in den nächsten Jahren sind ausschlaggebend, wenn es um die Zukunft aller Menschen, Tiere und Pflanzen auf dieser Welt geht. Ich kann mit meiner Stimme einen Teil dazu beitragen, das Leben meiner und zukünftiger Generationen lebenswert zu machen. Dieses Privileg gilt es jetzt, bewusst zu nutzen.

Jürgen Kaumkötter: Wir müssen einen Diamanten pflegen

Jürgen Kaumkötter

Jürgen Kaumkötter, Direktor des Zentrums für verfolgte Künste: Ich gehe wählen, weil Demokratie und Freiheit nicht selbstverständlich sind. Bei uns im Museum, im Zentrum für verfolgte Künste, können Sie sehen was passiert, wenn eine Gesellschaft den Weg von Intoleranz, rassistischer Ideologie und Diktatur einschlägt. Unser im Sudan geborener Gastkurator Talar Nayer hat mal gesagt: Für viele in Deutschland ist zur Wahl gehen nichts Besonderes, eher wie eine wertlose matte Glasscherbe. Viele hier können sich nicht vorstellen, wie fragil eine Demokratie ist. Für Talal ist die freie Wahl eine machtvolle Handlung, quasi ein funkelnder Diamant. Ich gehe wählen, damit der Diamant Demokratie seine Schönheit nicht verliert.

Sabina Vermeegen: Keine Chance der Bequemlichkeit

Sabina Vermeegen

Sabina Vermeegen, Engagementförderin St. Sebastian: Ich gehe wählen, weil ich dankbar bin, dass ich in einem Land lebe, wo ich – auch als Frau – wählen darf. Und dieses Privileg möchte ich auf jeden Fall wahrnehmen. Und erst recht in diesem Jahr! Auch, wenn ich mit vielen Dingen hadere und es mir in diesem Jahr schwerfällt, eine Wahl zu treffen. Nicht zur Wahl zu gehen, ist keine Alternative. Dann geben wir indirekt Parteien eine Stimme, die wir in einer Demokratie nicht erleben wollen. Also: auseinandersetzen, Gedanken machen, wählen gehen! Der Bequemlichkeit keine Chance geben.“

Bernd Reinzhagen: Auch meine Stimme entscheidet

Bernd Reinzhagen

Bernd Reinzhagen, Pfarrer Ev. Kirchengemeinde Wald: Ich gehe wählen, weil das Recht zur freien und geheimen Wahl ein hohes Gut ist und ich als Bürger dieses Landes über die Zukunft unseres Staates mitentscheiden will. Demokratie bedeutet, dass alle Macht vom Volk ausgeht. Und eine solche Demokratie funktioniert jedoch nur, solange das Volk sich auch aktiv daran beteiligt. Je höher die Wahlbeteiligung, desto stärker wird das Volk von den gewählten Vertretern repräsentiert und die Demokratie gestärkt. Dabei entscheidet jede einzelne Stimme. Auch meine.

Gisela Elbracht-Iglhaut: Denn alle Staatsgewalt geht vom Volke aus

Gisela Elbracht-Iglhaut

Gisela Elbracht-Iglhaut, Direktorin Kunstmuseum: Ich gehe wählen, weil im Grundgesetz ein wichtiger Satz verankert ist: ,Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.’ Die demokratische Wahl ist die Möglichkeit, politisches Handeln in unserer Gesellschaft aktiv mitzugestalten und dafür zu sorgen, dass wir auch in Zukunft in Freiheit und Frieden leben können.

Dirk Wiebenga: Weil ich nicht andes leben müssen möchte

Dirk Wiebenga

Dirk Wiebenga, Awo-Geschäftsführer: Ich gehe wählen, weil ich dankbar dafür bin, wählen gehen zu dürfen. In einer Demokratie zu leben, ist weder ein Naturgesetz noch selbstverständlich. Noch immer ist in vielen Ländern Unterdrückung, Willkür und Verfolgung Andersdenkender Lebensrealität. So möchte ich nicht leben müssen. Das Leben in Vielfalt und in gegenseitigem Respekt voreinander ist nur in einer Demokratie möglich. Deshalb: Geht wählen und schätzt dieses Gut! Es ist bei weitem besser als all das, was ihre Gegner daraus machen wollen.“
„Ich gehe wählen, weil...“ - Noch mehr Stimmen aus Solingen.
Alles zur Bundestagswahl in Solingen in unserer Übersicht.

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