Konzert

Hornist erntet minutenlangen Beifall

Mit dem Hornisten Pascal Deuber und unter der Leitung des Dirigenten Alexander Merzyn trafen die Bergischen Symphoniker auf zwei spannende Künstlerpersönlichkeiten.
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Mit dem Hornisten Pascal Deuber und unter der Leitung des Dirigenten Alexander Merzyn trafen die Bergischen Symphoniker auf zwei spannende Künstlerpersönlichkeiten.

Zweites Philharmonisches Konzert in der Ohligser Festhalle.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Der donnernde Applaus für Pascal Deuber als Solist im Hornkonzert B-Dur von Reinhold Glière sprach für sich: Minutenlang klatschte und trampelte das Publikum in der Ohligser Festhalle und gab nicht eher Ruhe, bis der schon mehrfach ausgezeichnete junge Bläser erneut zu seinem Instrument griff. Einen „Stilbruch“ kündigte er an und bewies mit „Happy Blues“ auch seine Virtuosität im Jazz.

Zuvor hatte er gemeinsam mit den Bergischen Symphonikern und dirigiert vom Cottbuser Generalmusikdirektor Alexander Merzyn als Gast Reinhold Glières Konzert für Horn und Orchester interpretiert – und das Publikum 25 Minuten lang mit in romantische Klang-Gefilde genommen.

Obwohl Ende der 40er Jahre komponiert, legte der hierzulande eher weniger bekannte, in Kiew und Moskau tätige, Glière ein harmonisch geschmeidiges Werk vor und grenzte sich damit von zeitgenössischen Musikexperimenten ab. Allein die Länge erfordert vom Solisten außerordentliche Atemtechnik und darüber hinaus das Spiel eines großen Ton- und damit Ausdrucksradius. Pascal Deuber erfüllte diese Aufgabe virtuos.

Für den Auftakt in dieses zweite große Saison-Konzert hatten die Bergischen Symphoniker Michail Glinkas Ouvertüre zur Oper „Ruslan und Ludmilla“ dabei: Das Werk legt zu Beginn ein atemberaubendes Tempo vor und ist besonders für Streicher eine Herausforderung. Es führte hinein in einen Abend gefühlvoller Klangimpressionen, die Lebensfreude und Optimismus widerspiegelten.

So war auch die Schumannsche „Frühlingssinfonie“ nach der Pause ein Ohrenschmaus, mal quirlig, mal ruhiger und mal geradezu überschäumend vor Glücksempfinden. Die „Frühlingssinfonie“ ist in Schumanns Zeit als Frischvermählter entstanden. Nach schwierigen und kämpferischen Jahren lässt er in diesem Stück die Orchesterinstrumente in Melodik und flirrender Leichtigkeit geradezu schwelgen.

Auch dafür gab es am Ende langanhaltenden und kräftigen Applaus.

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