Honig – für Säuglinge ein Risiko

Dr. Sven Propson ist Chefarzt der Kinderklinik im Klinikum Solingen. Foto: Klinikum Solingen
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Dr. Sven Propson ist Chefarzt der Kinderklinik im Klinikum Solingen.

Von Dr. Sven Propson

Aufgrund seiner Naturbelassenheit kann Honig in seltenen Fällen Sporen bestimmter Bakterien enthalten. Insbesondere ein Erreger mit dem Namen Clostridium botulinum kann hierbei für Säuglinge ein erhebliches Risiko darstellen. Ursächlich für das schwerwiegende Krankheitsbild, das dieser Keim auslösen kann, sind hochgiftige Stoffwechselprodukte der Bakterien, sogenannte Toxine. Das Botulinustoxin hemmt die Funktion von Nervenzellen, was schlimmstenfalls zu einer Lähmung der Atemmuskulatur und damit einem Atemstillstand führen kann. Da die unreife Darmbesiedlung des Säuglings ausschlaggebend für die Vermehrung der Bakterien ist, trägt das Krankheitsbild auch den Namen Säuglingsbotulismus. So ungefährlich wenige Sporen für die ausgereifte Flora des Magen-Darm-Trakts älterer Kinder sind, so gravierend können die Folgen für ein Kind im ersten Lebensjahr sein. Honig sollte daher unbedingt vermieden werden.

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