Als das Hollandrad wegen Hänseleien weg musste

Ein Damenfahrrad aus den 1960ern (hinten) und ein Herrenrad aus den 1950ern erinnerten eine ST-Leserin an ihre Schulzeit.
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Ein Damenfahrrad aus den 1960ern (hinten) und ein Herrenrad aus den 1950ern erinnerten eine ST-Leserin an ihre Schulzeit.

Zweiräder für Damen und Herren

ST-Leserin Svenja interessierte besonders das Fahrradschloss. „Ich fahre leidenschaftlich gerne Fahrrad und hatte zu Beginn meiner Gymnasialzeit ein altes Hollandrad, mit dem ich zur Schule fahren sollte. Genau wie bei einem der ausgestellten Räder war das Schloss direkt am Rahmen integriert, was jedoch meine Klassenkameraden nicht davon abhielt, es mir während der Hofpause auf den Kopf zu stellen, um mich zu ärgern“, schreibt die 32-jährige Museumsbesucherin. Mit einem Kettenschloss wäre das nicht passiert, da sie es dann an eine Straßenlaterne angebunden hätte. Nachdem sie öfter wegen des alten Hollandrades ihrer Mutter geärgert wurde, habe sie zum nächsten Geburtstag ein neues Fahrrad geschenkt bekommen. „Durch die Anschaffung des neuen Fahrrades wurde ich nicht mehr geärgert, jedoch bedauere ich im Nachhinein, dass ich die Hänseleien nicht ausgehalten habe, denn das alte Hollandrad fuhr noch einwandfrei“.

Damenfahrrad der Firma Bauer, 1960er Jahre: L. Bauer & Co. war in den 1950er Jahren eine bekannte deutsche Firma, die in Hanau bei Frankfurt Fahrräder produzierte. Das Fahrrad trägt auf dem Rahmen die Aufschrift: „Modell Sieger“ und den Aufdruck „Bauer Das Weltmeister-Rad“. In den 1950er Jahren unterhielt das Unternehmen einen eigenen Rennstall. Mit Bauerrädern gewannen die Fahrer Heinz Müller und Ludwig Hörmann bei auf der Weltmeisterschaft 1952 den ersten und dritten Platz.

Herrenfahrrad der Firma Bismarck, 1950er Jahre: Die Bismarckwerke produzierten bis zur Insolvenz 1957 Fahrräder im benachbarten Radevormwald. Der Vorbesitzer unseres Rades, Dieter Feldhaus, hat als Junge lange sparen müssen, bis er sich dieses Modell für die damals stolze Summe von 250 DM leisten konnte. Von 1955 bis 1961 radelte er bei jedem Wetter mit dem „Bismarck“ zur Schule. Größere Touren führten ihn nach Tübingen und in die Lüneburger Heide.

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