Frauenchor feiert Geburtstag nach

Die Hoffnung ruht auf dem kommenden Jahr

Eine Revue, hier ein Foto von den Proben für „Ich brauch’ Tapetenwechsel“ 2019, möchte der Frauenchor Klingenstadt Solingen im kommenden Jahr wieder anbieten. Archivfoto: Christian Beier
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Eine Revue, hier ein Foto von den Proben für „Ich brauch’ Tapetenwechsel“ 2019, möchte der Frauenchor Klingenstadt Solingen im kommenden Jahr wieder anbieten.

Dorper nehmen neuen Anlauf für Gemeinschaftskonzert.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Die Hoffnung ruht ganz auf dem kommenden Jahr. Der Frauenchor Klingenstadt Solingen konnte im Corona-Jahr weder das 30-jährige Bestehen feiern, noch Konzerte geben und eine Reise in die Pfalz machen. Und auch der traditionelle Adventsbasar im November musste ausfallen. „Alles wurde komplett ausgebremst“, blickt Vorsitzende Sabine Schaaf auf 2020 zurück.

Lichtstreif am Horizont ist für den Frauenchor das nächste Jahr mit der dann geplanten nächsten Revue auf der Theaterbühne. Schaaf: „Wir sind schon ganz gut fortgeschritten mit den Proben, aber der Stillstand jetzt kostet natürlich Zeit.“ Denn im Juli konnte die Probenarbeit in Kleingruppen zwischen zehn und zwölf Sängerinnen unter Einhaltung aller Corona-Regeln wieder aufgenommen werden. Aber nicht alle Chormitglieder trauten sich. Einigen war die Ansteckungsgefahr zu groß. Den Unbedarfteren aber habe der Wieder-Start sehr viel Freude bereitet und die Proben seien effektiv gewesen, berichtet Sabine Schaaf.

Den Sommer nutzten auch die vielen Chöre der Kirchengemeinde Dorp für Proben, berichtet Kantorin Stephanie Schlüter. „In der warmen Jahreszeit, als alles entspannter und lockerer wurde, konnte viel in der Kirche geprobt werden. „Gesponserte Abtrennungswände schufen gute Möglichkeiten“, sagt Schlüter, die aber mit den Kinderchorgruppen auch viel draußen war. „Das lief wunderbar.“

Manche Formate werden ins Internet verlegt

Traurig ist Schlüter angesichts der vielen ausgefallenen Aufführungstermine wie dem großen Konzert zum 8. Mai in der Lutherkirche, auf das sie einmal mehr mit einem Projektchor hingearbeitet hatte. „Aber so etwas lässt sich nachholen, auch unser Kooperationspartner, das Jugendsinfonieorchester macht gerne wieder mit, wenn wir einen zweiten Anlauf nehmen“. Ihre Kantorei war zwischenzeitlich ebenso für ihre Proben online gegangen. Der Seniorenchor habe sich mit diesem Format eher schwergetan. Die Kinder und die Jugendlichen dagegen arbeiten derzeit an einem digitalen Musical. „Die sind da total fit und haben überhaupt keine Berührungsängste.“

„Zähne zusammenbeißen – digital – zusammenrücken und durchhalten“ ist die Devise in Dorp. Und registrieren, dass es zum Beispiel Einzelstimmbildung ohne Corona nicht gegeben hätte. „Das aber funktioniert prima via Zoom“.

Die Chorgemeinschaft Aufderhöhe nimmt aktuell das altbekannte Weihnachtslied „Stille Nacht“ auf Video auf. Einige Mitglieder schaffen das in Eigenregie zuhause. Die technisch weniger Begabten erfahren dabei Unterstützung durch Chorleiter Thorsten Schäffer, der das Ganze organisiert und managt. Fertig zusammengeschnitten, soll das Lied noch vor Weihnachten über den Youtube-Kanal zu hören sein.

Lesen Sie auch: In der Adventszeit bleiben die Solinger Sänger still und Ausfallende Auftritte bringen Ensembles in finanzielle Not. 

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