Flutkatastrophe

Hochwasser: Städte arbeiten eng zusammen

Mit Schutt gefüllte Container sind in Leichlingen immer noch bestimmender Alltag. Bei den Folgen des Wupperhochwassers arbeitet Solingen mit der Nachbarstadt jetzt eng zusammen. Foto: Michael Schütz
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Mit Schutt gefüllte Container sind in Leichlingen immer noch bestimmender Alltag. Bei den Folgen des Wupperhochwassers arbeitet Solingen mit der Nachbarstadt jetzt eng zusammen.

Solingen und Leichlingen sprechen sich auf Arbeitsebene ab.

Von Philipp Müller

Solingen/ Leichlingen. Mehr als vier Meter über dem Normalpegel stand die Wupper in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli in Solingens Nachbarstadt Leichlingen. Bei der Beseitigung der Schäden und vor allem beim Blick in die Zukunft arbeite das Leichlinger Rathaus mit dem Solinger sehr gut zusammen, berichtet Leichlingens Bürgermeister Frank Steffes (SPD). Das soll sich auch künftig so entwickeln und fortgesetzt werden.

Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) bestätigt das und verweist wie Steffes auf gemeinsame Bauprojekte wie die Brücke in Wipperaue oder die Juckelbrücke ein paar hundert Meter weiter abwärts der Wupper auf der Stadtgrenze beider Städte. In den Tagen nach der Flut war die Hilfe für die Leichlinger Paul-Klee-Schule, die sich um Schüler mit besonderen Lern-anforderungen über Leichlingens Stadtgrenzen hinaus kümmert, öffentlich geworden. Einige Klassen werden jetzt an der Wittkuller Straße unterrichtet. Doch es blieb nicht nur bei dieser Hilfe.

„In den Tagen und Wochen nach der Flut haben sich die Technischen Betriebe Solingen selbstverständlich auch um die Beschädigungen auf der Leichlinger Seite gekümmert“, betont Kurzbach das enge Verhältnis. Er zählt dabei die Räumung von Treibgut auf. Es sei außerdem um die Reparatur von Böschungen, die Wiederherstellung von Entwässerungsrohren an der Brückenunterseite sowie die Wiederbefestigung einer Starkstromleitung des Leichlinger Energieversorgungsunternehmens gegangen.

Schutz gegen Hochwasser wird jetzt gemeinsam geplant

Das läuft auf vertrauensvoller Ebene ab, wie Frank Steffes sagt: „Ich kenne Tim Kurzbach gut. Wir sind im Austausch und haben einen guten Draht zueinander.“ Auf den setzt das Stadtoberhaupt auch bei der Bewertung, wie man sich künftig gegen Hochwasser schützen kann. „Polder wie an der Oder können wir für die Wupper nicht bauen.“ Was künftig gemacht werden könne, müsse auch mit dem Wupperverband abgesprochen werden, zu dem Leichlingen im ständigen Kontakt stehe.

Tim Kurzbach umreißt dazu die Themen: „Der Wupperverband, die drei bergischen Städte und die IHK haben im September grundsätzlich vereinbart, den Hochwasserschutz gemeinsam zu verbessern. Dabei wird die Wupper von der Quelle bis zur Mündung betrachtet.“ Dazu gehöre selbstverständlich auch Leichlingen als Partner. Das habe als Folge, „dass es auf jeden Fall gemeinsame Arbeitsbesprechungen und Abstimmungen der Fachleute aus Wupperverband und dem Städtedreieck mit den Nachbargemeinden geben wird. Und dies über die Kreis- und Bezirksregierungsgrenzen hinweg.“ Leichlingen gehört zum Regierungsbezirk Köln Solingen zu Düsseldorf.

Wie sich aktuell die Lage in Leichlingen darstellt, berichtet das Tageblatt heute ausführlich.

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