Tag 3

Nach dem Hochwasser: So laufen die Hilfsaktionen in Solingen

Der Brückenpark in Müngsten: Stefan Vreemann ist aus Wülfrath mit seinem Frontlader gekommen, um zu helfen.
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Der Brückenpark in Müngsten: Stefan Vreemann ist aus Wülfrath mit seinem Frontlader gekommen, um zu helfen.

Das große Aufräumen nach der Überflutung. Dabei sind beeindruckende Szenen der Solidarität zu beobachten - etwa auf dem Campingplatz Glüder, in der Kohlfurth und im Brückenpark Müngsten. Dieser Text wird laufend aktualisiert.

Solingen. In Glüder ist am Samstagmittag wieder Gebell zu hören: Nachdem das dortige Tierheim in der Nacht zu Donnerstag evakuiert werden musste, sind inzwischen die ersten Tiere zurückgekehrt.

Der Aufruf von Familie Liedgens, der der Campingplatz in Glüder gehört, zu helfen, trägt mehr als Früchte. Zwei Radlader sammeln Schlamm und zerbrochene Gehwegplatten auf. Das Technische Hilfswerk ist vor Ort und zieht die Trümmer der Campingwagen und Vorbauten auseinander, die die Wupper nicht mitgerissen hatte. Drei Dutzend fleißige Händepaare sind mit Schaufeln und Schubkarren im Einsatz.
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Tag 3 und 4 nach dem Hochwasser

Das große Aufräumen nach dem Hochwasser.
Das große Aufräumen nach dem Hochwasser. © Michael Schütz
Die Sperrmüll-Kolonne der TBS ist unermüdlich im Einsatz.
Die Sperrmüll-Kolonne der TBS ist unermüdlich im Einsatz.  © Michael Schütz
An Details wird deutlich, was das Wasser angerichtet hat.
An Details wird deutlich, was das Wasser angerichtet hat. © Michael Schütz (mis)
So hoch stand das Wasser im Balkhauser Kotten - an den Wänden ist der Pegelstand abzulesen.
So hoch stand das Wasser im Balkhauser Kotten - an den Wänden ist der Pegelstand abzulesen. © Manuel Böhnke
Die Ausstellungsstücke am Balkhauser Kotten werden draußen getrocknet.
Die Ausstellungsstücke am Balkhauser Kotten werden draußen getrocknet. © Manuel Böhnke
Die Schleiferei wurde zuletzt leergepumpt
Die Schleiferei wurde zuletzt leergepumpt  © Manuel Böhnke
Eindrücke vom Balkhauser Kotten am Samstag.
Eindrücke vom Balkhauser Kotten am Samstag. © Manuel Böhnke
So hoch stand das Wasser.
So hoch stand das Wasser. © Michael Schütz (mis)
An Details wird deutlich, was das Wasser angerichtet hat.
An Details wird deutlich, was das Wasser angerichtet hat. © Michael Schütz (mis)
An Details wird deutlich, was das Wasser angerichtet hat.
An Details wird deutlich, was das Wasser angerichtet hat. © Michael Schütz (mis)
An Details wird deutlich, was das Wasser angerichtet hat.
An Details wird deutlich, was das Wasser angerichtet hat. © Michael Schütz (mis)
An Details wird deutlich, was das Wasser angerichtet hat.
An Details wird deutlich, was das Wasser angerichtet hat. © Michael Schütz (mis)
An Details wird deutlich, was das Wasser angerichtet hat.
An Details wird deutlich, was das Wasser angerichtet hat. © Michael Schütz (mis)
Spenden sind an vielen Stellen willkommen.
Spenden sind an vielen Stellen willkommen. © Michael Schütz (mis)
Luftaufnahme von Samstag, 17. Juli.
Luftaufnahme von Samstag, 17. Juli. © Michael Schütz (mis)
Luftaufnahme von Samstag, 17. Juli.
Luftaufnahme von Samstag, 17. Juli. © Michael Schütz (mis)
Luftaufnahme von Samstag, 17. Juli.
Luftaufnahme von Samstag, 17. Juli. © Michael Schütz (mis)
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier auf dem Campingplatz Glüder.
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier auf dem Campingplatz Glüder. © Michael Schütz
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier auf dem Campingplatz Glüder.
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier auf dem Campingplatz Glüder. © Michael Schütz
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier auf dem Campingplatz Glüder.
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier auf dem Campingplatz Glüder. © Michael Schütz
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier im Brückenpark Müngsten.
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier im Brückenpark Müngsten. © Manuel Böhnke
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier am Wipperkotten.
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier am Wipperkotten. © Michael Schütz
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier beim den Museumsbahnen in der Kohlfurth.
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier beim den Museumsbahnen in der Kohlfurth. © Manuel Böhnke
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier beim den Museumsbahnen in der Kohlfurth.
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier beim den Museumsbahnen in der Kohlfurth. © Manuel Böhnke
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier am Wipperkotten.
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier am Wipperkotten. © Michael Schütz
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier im Brückenpark Müngsten.
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier im Brückenpark Müngsten. © Manuel Böhnke
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier in der Kohlfurth.
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier in der Kohlfurth. © Manuel Böhnke
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier in der Kohlfurth.
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier in der Kohlfurth. © Manuel Böhnke
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier in der Kohlfurth.
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier in der Kohlfurth. © Manuel Böhnke
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier in der Kohlfurth.
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser - hier in der Kohlfurth. © Manuel Böhnke

Gerührt und dankbar zeigt sich am Samstagmittag Silvia Liedgens auf dem Campingplatz Glüder. Ihre Familie betreibt die Anlage an der Wupper. Am Freitag hatten die Liedgens auch über das Solinger Tageblatt um Hilfe gebeten und vor allem um schweres Gerät. Besitzer von Baggern und Radladern kamen spontan. „Mit dieser Hilfsbereitschaft hätten wir niemals gerechnet“, sagt auch Bastian Liedgens. Rund drei Dutzend Helfer säubern den Bereich des Platzes, der eine Trümmerwüste ist, von dem die Wupper etwa 15 Wohnwagen weggespült hatte.

Unter den Helfern ist auch Stefan Wolff, der selbst Camper ist und am Balkhauser Weg wohnt. Für ihn war sein Einsatz eine Selbstverständlichkeit: „Wir Camper halten zusammen.“ So sah das auch Lutz Müller, der eine Schubkarre mit Gehwegplatten zu den noch stehenden Campingwagen fuhr. Sie sollen Vorzelte sichern. Müller stammt aus Solingen und konnte am Mittwoch sein Wohnmobil noch rechtzeitig vom Platz fahren.

Silvia Liedgens will aber auch Oberbürgermeister Tim Kurzbach danken. Der habe das Gelände am Freitag nach seinem Termin mit Bundesumweltministerien Svenja Schulze besucht. Er habe sofort Hilfen organisiert. So räumten gestern Mitglieder des Technischen Hilfswerks und der Feuerwehr zerstörte Wohnwagen und Vorbauten fort, die die Wupper zusammengeschoben hatte. Unermüdlich arbeiteten auch Kreissägen und zerlegten die Reste von Bäumen und Sträuchern.

Kohlfurth: Firma bangt um Existenz - Saison der Museumsbahnen vor dem Aus

Derweil laufen auch in seinem Betrieb die Aufräumarbeiten. In den Produktionshallen stand das Wasser teilweise 30 Zentimeter hoch. „Ich habe abends barfuß und in Unterhose versucht, das Wichtigste zu retten.“ Zwischenzeitlich hatte Groß befürchtet, die Schäden, deren Höhe noch nicht zu beziffern sei, könnten das Aus für seine Firma bedeuten. Doch am Donnerstag begannen die Mitarbeiter mit den Aufräumarbeiten, die noch das ganze Wochenende laufen sollen. Am Montag soll der Betrieb zumindest teilweise wieder aufgenommen werden.

Das Saison-Aus bedeutet das Hochwasser definitiv für den Verein Bergische Museumsbahnen in der Kohlfurth. Im Vereinsheim stand das Wasser 60, in der Wagenhalle 17 Zentimeter hoch. Ob die historischen Fahrzeuge Schaden genommen haben, stehe noch nicht fest. „Erst mal müssen wir das Wasser aus dem Wartungsgruben pumpen, erklärte Vorstandsmitglied Sven Ekert.

Brückenpark Müngsten: Dicker Schlamm liegt überall - Frontlader als spontane Hilfe

Beeindruckende Szenen im Müngstener Brückenpark: Weit mehr als 50 Helfer haben sich im Schatten des bergischen Wahrzeichens eingefunden, um den Kiosk und die Minigolfanlage der Familie Böhm von einer zentimeterdicken Schlammschicht zu befreien.

Einer der Helfer: Stefan Vreemann. Aus Wülfrath hat er sich mit seinem Frontlader auf den Weg nach Solingen gemacht, um dort einzugreifen, wo die Muskelkraft nicht ausreicht. „Das ist unbeschreiblich. Ich bin total überwältigt“, sagte Claudia Böhm angesichts der großen Unterstützung. Noch ist viel zu tun, die Familie möchte den Traditionsbetrieb allerdings auf alle Fälle wieder eröffnen: „Aufgeben ist nicht.“

Dieser Text wird laufend aktualisiert.

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