Historisches Foto

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Das historische Foto dieser Woche zeigt eine Luftaufnahme. Wissen Sie, was genau zu sehen ist? Zwei Tipps: Heute ist das Areal im Solinger Norden kaum wiederzuerkennen. Was können Sie zur Geschichte des Geländes beitragen? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail mit dem Betreff „Historisches Foto“ bis Donnerstag, 27. Oktober.redaktion@solinger-tageblatt.de
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Was ist hier zu sehen?

Das historische Foto der vergangenen Woche zeigte das Salihaus.

Das historische Foto dieser Woche zeigt eine Luftaufnahme. Wissen Sie, was genau zu sehen ist? Zwei Tipps: Heute ist das Areal im Solinger Norden kaum wiederzuerkennen. Was können Sie zur Geschichte des Geländes beitragen? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail mit dem Betreff „Historisches Foto“ bis Donnerstag, 27. Oktober. redaktion@solinger-tageblatt.de

Weitere historische Fotos

50er-Jahre-Bau prägt das Gesicht der Innenstadt

Von Manuel Böhnke

Solingen. Dieter Herzog musste beim historischen Foto der vergangenen Woche nicht zweimal hinschauen. „Wer das nicht erkennt, ist kein waschechter Solinger“, schreibt er der Tageblatt-Redaktion. Und schiebt die korrekte Lösung hinterher: „Das Salihaus, das – zumindest gefühlt – zentrale Gebäude der Solinger Innenstadt.“

Anfang der 1950er Jahre wurde der Grundstein für das Salihaus in der Innenstadt gelegt.

Dem pflichtet Norbert H. Posthum bei. „Insgesamt betrachtet hat das Salihaus gemeinsam mit dem Sparkassen-Komplex und dem Tückmantel-Haus das Stadtbild an dieser Stelle geprägt“, erklärt der ST-Leser.

Letztgenanntes ist die älteste Immobilie in der Reihe, der Grundstein für Bank-Hauptstelle wurde 1955 gelegt, die Arbeiten am Salihaus begannen Anfang desselben Jahrzehnts. Das Projekt ist eng mit dem Namen der Familie Weidenbusch verknüpft.

Bis 1944 betrieb sie die Schwanen-Apotheke am Alten Markt. Das Geschäft wurde 1677 erstmals erwähnt und gilt damit als älteste Apotheke der Stadt. Beim Luftangriff auf das Solinger Zentrum im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude vollständig zerstört, Inhaber Karl Weidenbusch kam im Bombenhagel ums Leben, ist auf der Internetseite des Unternehmens zu lesen.

Meine früheste Erinnerung ans Salihaus riecht nach Lachgas.

Dieter Herzog, ST-Leser

Sein Sohn Dr. Albert Weidenbusch war es, der Anfang der 1950er Jahre das fünfgeschossige Salihaus am Ufergarten errichten ließ. Bis heute dient es der Schwanen-Apotheke als Standort. Vor allem war das Gebäude vor rund 70 Jahren aber eines der ersten Ärztehäuser überhaupt.

Bis heute sind dort Mediziner unterschiedlicher Fachrichtungen ansässig. „Meine früheste persönliche Erinnerung ans Salihaus riecht nach Lachgas“, berichtet Dieter Herzog. Sein erster Zahnarzt, Dr. Pütz, sei dort zu finden gewesen.

Bis heute prägt das Objekt das Gesicht der City – und dient der Schwanen-Apotheke sowie Ärzten als Standort.

Dagmar Nowak gibt an, ihre Ausbildungszeit im Salihaus absolviert zu haben. Anfang der 1960er Jahre sei ihr Lehrbetrieb – Frink & Bruder – vom AOK-Gebäude dorthin gezogen. „Die Firma besteht schon lange nicht mehr. Was jedoch immer noch Bestand hat – und das seit mehr als 60 Jahren – ist die sehr enge Freundschaft zwischen fünf der damaligen Lehrlinge“, schreibt die Solingerin. Sie denke gerne an ihre Lehrzeit zurück.

Sogar Zuschriften aus der Schweiz erreichten die Redaktion zum historischen Foto der vergangenen Woche. Aus der Nähe von Basel meldete sich Joachim Gusek: „Bin dort täglich vorbei auf dem Weg zu meiner Schule Schwertstraße.“ Zudem habe seine Mutter an der Kirchstraße gelebt.

Dementsprechend bekannt dürfte ihm die Umgebung sein. Den Blick auf das Umfeld des Salihauses weitet auch Norbert H. Posthum. An der Kirchstraße, links neben der Schwanen-Apotheke, habe der Kaufmann Franz Müller in den 1950er Jahren eines der ersten Selbstbedienungslebensmittelgeschäfte der Klingenstadt eröffnet. „Auf der Seite Ufergarten neben dem Eingang zu den Arztpraxen hat das Café Laubach seine Gäste bewirtet“, schreibt Posthum.

Randolf Dinger konnte das historische Foto der vergangenen Woche korrekt verorten. „Warum man den Namen Salihaus wählte, kann ich allerdings nicht sagen“, rätselt er. Andreas Heiser und Dieter Herzog können aufklären. Albert Weidenbusch habe sich an seinem Familiennamen orientiert – die Pflanzengattung der Weiden trägt die lateinische Bezeichnung „Salix“.

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