Historisches Foto

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Das historische Foto der vergangenen Woche zeigte den 1957 eröffneten Neubau am Birkenweiher. Solinger erinnern sich gerne an die Zeit beim CVJM.

Unser heutiges Rätselfoto wurde Anfang der 1980er Jahre gemacht. Wahrscheinlich ist die Aufnahme kurz vor Beginn einer Tanzveranstaltung entstanden. Wissen Sie, welchen beliebten Ort wir in dieser Woche suchen? Dann schicken Sie uns doch Ihre Erinnerungen und Anekdoten, die Sie mit der Aufnahme verbinden. Wir freuen uns über Ihre Einsendung bis zum 10. Februar. Gerne per E-Mail an die Tageblatt-Redaktion: redaktion@solinger-tageblatt.de

Serie: Historisches Foto

Das historische Foto der vergangenen Woche zeigte den Neubau am Birkenweiher

Von Manuel Böhnke

Solingen. Nicht nur bei vielen Solingern weckte das historische Foto der vergangenen Woche Erinnerungen. Dem ST wurde sogar eine Zuschrift aus der Schweiz übermittelt. Ob Eidgenossen oder Bergische, sie erkannten die richtige Lösung: Gesucht wurde das CVJM-Haus am Birkenweiher.

1957 wurde das CVJM-Gebäude am Birkenweiher eröffnet.

Zu dessen Geschichte kann Kurt Picard einiges beitragen. Jahrzehntelang war er Mitglied, ist dem Verein noch heute „freundschaftlich verbunden“. Das Gebäude in der Innenstadt sei im April 1957 als „Haus des jungen Mannes eingeweiht worden. Es befindet sich auf dem früheren Gelände des bei den Luftangriffen 1944 zerstörten evangelischen Vereinshauses. Ab 1949 habe der CVJM seine Arbeit zunächst an der Kasinostraße betrieben – bis zum Umzug an den Birkenweiher. Für diesen Schritt sei es nötig gewesen, das CVJM-Waldheim in Eichholz aufzugeben, erinnert sich Picard. Der Neubau habe im zweiten und dritten Obergeschoss Einzelzimmer für Alleinstehende geboten, während der Gebäudeteil an der Flurstraße ein Lehrlings- und Jungarbeiterwohnheim beherbergte.

Die Milchbar „Oase“ war ein beliebter Treffpunkt

Hinter den im Erdgeschoss zu sehenden Scheiben habe sich die Milchbar „Oase“ befunden. Diese sei besonders an den Wochenenden bei vielen jungen Solingern beliebt gewesen. „In den ersten Jahren, so erinnere ich mich, war in der ‚Oase‘ kaum ein Sitzplatz zu finden“, schreibt Kurt Picard.

Der Solinger hat das Bild an zwei frühere CVJM-Freunde weitergeleitet. „Im Rückblick habe ich einige Jahre im Kopf, wo ich am Birkenweiher ein- und ausgegangen bin“, berichtet der inzwischen in der Schweiz lebende Friedrich Großkopf. Eberhard Welter aus Essen vermutet, dass die Aufnahme Anfang 1957 entstanden sein muss.

Bis heute ist der Verein in der City mit verschiedenen Angeboten präsent.

Viele frühere Mitglieder denken gerne an ihre Zeit beim CVJM zurück. Einer von ihnen ist Harald Hoffmann. Ab 1968 blieb er der Gruppe 25 Jahre lang treu: „Heute noch fühle ich mich mit den damaligen Mitgliedern verbunden. Der CVJM war ein Stück Familie für mich.“ In Erinnerung bleiben ihm Gruppenabende, Seminare, Freizeitgestaltung und Ferienfreizeiten – bei einem Aufenthalt im damaligen Jugoslawien lernte er seine Frau kennen.

Ursula Licht und Andrea Zimmermann mussten beim Anblick des historischen Fotos an das „Take Five“ denken. Das Kultlokal wurde Anfang der 1970er Jahre eingeweiht. „So hatten wir am Wochenende eine tolle Anlaufstelle mit Freunden“, berichtet Zimmermann. Licht ergänzt: „Das war eine recht kleine Szenekneipe mit Livemusik und Filmvorführungen. An den Auftritt von Gitte Hænning kann ich mich noch gut erinnern.“

Norbert H. Posthum hat vor allem noch die Zahlstelle der Post vor Augen, die sich im Erdgeschoss befunden habe. „Ich habe meinen Opa mehrfach an den Zahltagen begleitet. Für mich hat der Opa jeweils ein Taschengeld von fünf Mark abgezweigt. Dies war Motivation für weitere Einsätze.“ Später habe die HUK-Versicherung eine Geschäftsstelle im Erdgeschoss betrieben. Heute, schreibt Elke Steinhaus, sei der Laden Erbgut – Vintagedesign am Birkenweiher ansässig.

Auch der CVJM ist dort noch präsent. „Das Haus befindet sich noch immer im Besitz des Vereins“, betont Ralf Hartung. Er leitet die Offene Tür, ein Angebot für junge Menschen zwischen 6 und 27 Jahren mit Hausaufgabenbetreuung und Spieltreff für Kinder. Zu den weiteren Angeboten zählen ein Jugendkulturcafé mit Tischtennis, Billard, Kicker, Darts sowie einer Jam-Bühne mit Instrumenten und zahlreichen Konzertveranstaltungen. Hartung ergänzt: „Das Haus bietet darüber hinaus Begegnung für Vereinsmitglieder und Freunde, ist Ort zur Gestalten des Glaubens und immer wieder Anlaufstelle für Menschen, die über die Jahrzehnte hinweg mit dem CVJM eine Geschichte haben. In den beiden oberen Etagen befindet sich das CVJM-Männerwohnheim mit 22 Betreuungsplätzen.“

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