Historisches Foto

Wer weiß, wann und wo diese Aufnahme entstanden ist?

Erkennen Sie, wann und wo die Aufnahme entstanden ist?
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Erkennen Sie, wann und wo die Aufnahme entstanden ist?

Das historische Foto der vergangenen Woche zeigte die Drehscheibe in Unterburg.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Auf dem neuen historischen Foto wird es tierisch. Erkennen Sie, wann und wo die Aufnahme entstanden ist? Dann schicken Sie doch bitte Ihre Erinnerungen, Geschichten und Anekdoten bis zum kommenden Donnerstag, 25. November, – mit dem Vermerk „Historisches Foto“ – an das Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder per E-Mail an: redaktion@solinger-tageblatt.de Foto:

Das Rätselbild der vergangenen Woche

Die Solinger haben eine besondere Beziehung zu ihren Oberleitungsbussen. Das machen nicht zuletzt die zahlreichen Zuschriften deutlich, die das ST zum historischen Foto in der vergangenen Woche erreicht haben. Sie alle beinhalteten die korrekte Lösung: Die Aufnahme zeigt die Drehscheibe in Unterburg. Bis 1959 steuerte die Straßenbahn Unterburg an. Wo sich heute die Drehscheibe befindet, war bis dahin eine „Umsetzstelle“ für die Fahrzeuge der Linie 3 zu finden, berichtet Guido Esser. „Für die neue Obus-Wendeanlage musste ein Stück Fels weggesprengt werden, um den Platz für den Drehteller an dieser Stelle zu gewinnen“, erklärt er.

Als das historische Foto der vergangenen Woche aufgenommen wurde, glich die Drehscheibe einem Flickenteppich.

Auch dass sich überhaupt für diese Variante entschieden wurde, ist auf Platzgründe zurückzuführen. An anderen Endhaltestellen, etwa in Widdert, Höhscheid und Hästen, seien Wendeschleifen entstanden. Dazu habe in Unterburg keine Möglichkeit bestanden, erläutert Norbert H. Posthum. Deshalb habe man sich für die bekannte Lösung entschieden: „Als Vorbild dienten die Drehscheiben für Lokomotiven.“

Regina Mengel weiß zu berichten, dass die Drehscheibe im Laufe der Jahrzehnte mehrfach modernisiert wurde. Bei der bislang letzten Generalüberholung im Jahr 1985 war es angesichts längerer Fahrzeuge notwendig, den Durchmesser anzupassen.

Seit 2009 nutzen Fahrzeuge der Linie 683 die Scheibe nicht mehr

Die Fahrgäste steigen aus, der Fahrer postiert den Bus auf der Scheibe, ehe er das Fahrzeug ebenfalls verlässt und einen Knopf betätigt. Bis vor ziemlich genau zwölf Jahren gehörten dieser Ablauf und die 45-sekündige Drehung zum Programm der Linie 683. Seitdem fahren die Busse bis zum Burger Bahnhof durch. Die Drehscheibe, die Posthum zufolge „die letzte erhaltene dieser Art“ ist, kann allerdings weiterhin genutzt werden. Der Verein Obus-Museum Solingen greift bei seinen Sonderfahrten auf die bewährte Technik zurück.

Heute nutzt der Linienverkehr die Drehscheibe zwar nicht mehr, dafür greift das Obus-Museum auf die Technik zurück.

Ulrich Langenberg und Peter Jeratsch haben die Drehscheibe noch aus ihrem Berufsleben in lebhafter Erinnerung. Ersterer hat sie nach seiner Lehrzeit als Scherenschleifer ab 1965 als Busfahrer „viele hundert Male zum Wenden benutzt“. Jeratsch war dagegen 35 Jahre lang für die Revision zuständig. Er schmierte die Technik ab, tauschte die Rollen und musste hin und wieder den Antrieb tauschen.

Petra Schüßler-Heidelberg, Bernd Schabert, Peter Siebenbach und Elke Steinhaus verbinden mit der Drehscheibe vor allem Erinnerungen an Ausflüge nach Burg. Dem Bus beim Wenden zuzusehen, sei als Kind genauso spannend gewesen wie die anschließende Fahrt mit dem Sessellift in Richtung Schloss Burg, schreibt Siebenbach. Ähnlich hat es Elke Steinhaus erlebt: „Als Kind fand ich es immer faszinierend, wie die Busse dort Karussell fuhren.“ Die Krönung des sonntäglichen Ausflugs nach Burg, erklärt Siebenbach, sei jedoch immer eine große Brezel gewesen.

Die richtige Lösung wussten auch: Kay Munkel, Andreas Baden, Fatih Erdogan, Axel Sänger, Herbert Alheidt, Willi Retzel, Gennaro Mortello sowie Markus Schmidt.

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