Historisches Foto

Wer erkennt dieses markante Gebäude?

Heute suchen wir ein ganz markantes Gebäude (vorne), das nicht mehr existiert.
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Heute suchen wir ein ganz markantes Gebäude (vorne), das nicht mehr existiert. Wer erkennt es?

In der vergangenen Woche drehte sich alles um die Fete am Denkmol. Die gab es 38 Jahre lang auf dem Peter-Höfer-Platz in Höhscheid.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Heute suchen wir ein ganz markantes Gebäude (vorne), das nicht mehr existiert. Wer erkennt es? Wer erinnert sich daran, selbst das Geschäft besucht zu haben? Wer möchte uns seine Geschichten oder Erinnerungen rund um den Ort schicken? Schreiben Sie uns bis Donnerstag, 21. Juli, an Solinger Tageblatt, Historisches Foto, Mummstraße 9 oder gerne per Mail an:
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Das Rätselbild der vergangenen Woche: Gefeiert wurde immer für einen guten Zweck

Die Fete am Denkmol war immer ein Besuchermagnet

Es waren mit Sicherheit nicht nur Höhscheider, die das historische Foto vom vergangenen Samstag erkannt haben. „Gesucht wurde die Fete am Denkmal“, schrieben Richarda Müller-Nimbach und Marc Oliver Pohl, zwei von vielen richtigen Einsendungen. Und auch Ralf Lang hatte die „Fete am Denkmol“ – so der Titel in Solinger Mundart – sofort erkannt: „Das Fest fand immer auf dem Peter-Höfer-Platz statt“, schrieb er – seit 1977.
Franz Josef Scheurer hat sogar noch ganz persönliche Erinnerungen an die Fete. „Da habe ich zu Beginn meiner Liedermacherzeit auch mal gespielt“, schrieb er. Als Liedermacher trete er unter seinem Künstlernamen „Der Klempner mit der Klampfe“ auch heute noch auf.

Wohl kaum einen Feten-Termin hat Bärbel Westermann verpasst. „Ich habe früher auf der Bergerstraße gewohnt und immer gerne mitgefeiert. Man traf dort immer viele Bekannte“, schrieb sie.

Ganz eng verbunden mit der Fete am Denkmol ist der Name der Familie Meis. Langjähriger Vorsitzender des Vereins Fete am Denkmol war der ehemalige Höhscheider Bezirksvorsteher Curt Meis, der vor zwei Jahren verstorben ist. „Mein Mann hat dort viele Aktionen ins Leben gerufen“, schrieb seine Frau Eleonore Meis zum historischen Foto. „Zum Beispiel konnte man sich dort gegen einen kleinen Obolus seine Schuhe putzen lassen“, erinnert sich Eleonore Meis und schickte der ST-Redaktion Fotos, auf denen Curt Meis selbst als Schuhputzer Hand anlegte.

„Auch hat mein Mann einige Male dem Fest ein Motto gegeben, so zum Beispiel 1987 zum Thema ,Deutsch-Französische Freundschaft' mit unserer Partnerstadt Chalon. Zu einigen damals angereisten Bürgern aus Chalon habe ich heute noch Kontakt.“ Eleonore Meis erinnert auch an den Sozialfonds, in den große Teile des Erlöses der Fete für soziale Zwecke flossen – und 1997 auch über 7000 Mark, die Eleonore und Curt Meis anlässlich ihrer Silberhochzeit anstelle von Geschenken gespendet hatten.

Waffeln gab es als „Volles Programm“

Auch Armin Flender war mit seinem Verein, dem Sportfahrerkreis Solingen, seit 1993 bei vielen Feten dabei, „anfangs mit der leckeren Putenpfanne, seit 2003 mit einem Waffelstand. Wenn unsere Damen an der Theke nach hinten riefen ,Einmal volles Programm' wussten wir Bescheid – Waffel mit Puderzucker, heißen Kirschen und Sahne“. 38 Jahre lang habe es die Fete am Denkmol gegeben, schrieb Elke Steinhaus, 2016 habe sich der Verein dann aufgelöst. Das Fest sei in den letzten Jahren immer kleiner geworden.

Der Peter-Höfer-Platz ist heute meist Parkplatz.

„Dadurch kam auch weniger Geld für soziale Projekte zusammen. Zuletzt gab es sogar ein Defizit. Peter Höfer, der Namensgeber des Platzes, lebte von 1883 bis 1852 und war von 1821 bis 1849 Bürgermeister von Höhscheid“, so Steinhaus weiter. Norbert H. Posthum hat auf dem Foto sogar das Polizeimusikkorps bei seinem Auftritt erkannt. „Es ist für den Stadtteil sehr bedauerlich, dass das Fest nicht mehr stattfindet, aber die Überalterung der aktiven Personen sei wohl bei vielen Vereinen das Problem gewesen. „Letztmalig ist das Fest 2015 gefeiert worden“, erinnert sich Norbert H. Posthum.

Letzte Woche hatten wir die Einsendungen zum jüdischen Friedhof veröffentlicht und geschrieben, dass die letzte Beerdigung dort 1938 stattfand. Dabei beziehen wir uns auf Erinnerungen und persönliche Kenntnisstände unserer Leser. „Die letzte Beerdigung war aber am 7. April 1941, es handelte sich um Lina Mandel. Zusammen mit ihrem Mann hatte sie ein Herrenbekleidungsgeschäft geführt“, stellte Simone Sassin, Leiterin der AG Jüdischer Friedhof, richtig.

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