Rätselbild

Historisches Foto: Wer erkennt dieses Bauwerk?

Wer erkennt dieses Bauwerk?
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Wer erkennt dieses Bauwerk?

In der vergangenen Woche suchten wir die Feuerwache an der Brunnenstraße in Ohligs

Von Moritz Berger

Solingen. Diese Woche suchen wir ein Bauwerk an der Solinger Stadtgrenze. Doch wo genau liegt diese Brücke? Senden Sie uns Ihre Erinnerungen und Anekdoten bitte bis kommenden Donnerstag, 19. August, mit dem Vermerk „Historisches Foto“ an das Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder per E-Mail: redaktion@solinger-tageblatt.de.

Das Rätselbild der vergangenen Woche

Sobald ein Mensch in Not geraten ist, ein Brand gelöscht werden muss oder die Folgen einer Unwetterkatastrophe zu beseitigen sind – die Feuerwehr ist immer zur Stelle und hilft. Getreu dem Motto „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ verrichten die Feuerwehrleute ihren Dienst mit großer Sorgfalt und oft auch unter Einsatz ihres Lebens. Sollten jene aufgrund eines Notfalls in Solingen alarmiert werden, rücken sie von einer der Berufsfeuerwehrwachen im Stadtgebiet aus.

In den zwanziger Jahren gebaut, ist die Feuerwache an der Brunnenstraße in Ohligs mittlerweile veraltet, weshalb sie kompelett abgerissen wird.

So erkannten viele ST-Leserinnen und -Leser auf den ersten Blick, dass unser Historisches Foto der vergangenen Woche eine solche Feuerwache zeigt. Obwohl der eine oder andere die Feuerwache an der Katternberger Straße zu erkennen glaubte, so war jedoch für einen Großteil der Leser selbstverständlich, wo sich das gesuchte Gebäude befindet. Mit dem Hinweis versehen, dass dieses der Stadt nicht mehr lange erhalten bleibt, war die Feuerwache II an der Brunnenstraße offenbar eindeutig zuzuordnen.

Vor diesem Hintergrund erreichten das ST einige Zuschriften, in denen davon berichtet wird, wie die Feuerwache das Stadtbild prägt. So erinnert sich Lutz Jakobs daran, dass in dem rechts abgebildeten Wohnhaus nicht nur der damalige Leiter der Feuerwache lebte, sondern „vor 50 Jahren mehrere Familien gewohnt haben“. Auch „die Namen dieser Familien und deren Kinder“ wisse er noch, erklärt Jakobs.

In den kommenden Jahren wird die Feuerwache sowie die Feuerwehrsiedlung vollständig abgerissen und durch eine neue Wache ersetzt.

Derweil berichtet der frühere Chef der Solinger Feuerwehr Frank-Michael Fischer über die Historie des Gebäudes. „Der Bau wurde in den zwanziger Jahren von der noch selbstständigen Stadt Ohligs begonnen und bestand zunächst nur als Feuerwehrdepot“, erläutert Fischer. In der Anfangszeit wohnten die Feuerwehrleute noch „in der sich an das Depot anschließenden Feuerwehrsiedlung“, ergänzt der ehemalige Chef und verweist auf das rechts gelegene Wohnhaus. Erst etwas später sei die Fahrzeughalle „um Wachräume für die Berufsfeuerwehrmannschaften aufgestockt“ worden, berichtet Fischer.

In den Wachräumen verbringen die Feuerwehrleute ihren Dienst und kochen, spielen oder sehen gemeinsam fern. Darüber hinaus erinnert sich Lutz Jakobs, dass die Feuerwehrleute „im Sommer nach Dienstschluss gerne Boccia“ gespielt hätten. „Links neben diesen Gebäuden befand sich eine große, eingezäunte Rasenfläche und als Kinder haben wir dann immer zugeschaut“, erklärt Jakobs. Sobald allerdings ein Notruf einging, musste es auch damals schon schnell gehen, so dass die gemeinschaftlichen Aktivitäten unterbrochen werden mussten. An eine Situation kann sich ST-Leserin Elke Steinhaus noch erinnern: „Einmal ging ich gerade an der Feuerwache vorbei, als die großen Autos mit lautem ,Tatütata‘ raus fuhren – da habe ich mich sehr erschrocken.“

In den kommenden Jahren wird die Feuerwache sowie die Feuerwehrsiedlung vollständig abgerissen und „durch eine neue Feuerwache II für die Berufsfeuerwehr und ein modernes Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr Ohligs“ ersetzt, sagt Frank-Michael Fischer. Spätestens dann gehören Erlebnisse, an die sich Ilse Gahlen erinnert, der Vergangenheit an: „Mein Vater war 1947 dort an der Brunnenstraße Feuerwehrmann“, sagt Gahlen und fügt hinzu, dass „er sonntags frisches, warmes Essen haben“ sollte. „Meine Mutter packte das Essen in ein dickes Handtuch und für mich ging es dann ab zur Wache.“

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